Leser klagen über Spitäler

20. April 2017 17:59; Akt: 20.04.2017 18:33 Print

"Extreme Schmerzen, aber ich wurde heim geschickt"

Sieben Stunden musste eine Patientin im Wilhelminen-Spital warten, ging ohne Behandlung heim. Kein Einzelfall: "Heute"-Leser berichten von ähnlichen Erfahrungen.

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Chaotische Szenen am Karfreitag im Wiener Wilhelminen-Spital: Wie eine Betroffene dem Ö1-Morgenjournal schilderte, musste sie mehr als sieben Stunden warten und ging dann trotzdem ohne Behandlung nach Hause. Andere Patienten hätten sich vor Schmerzen gekrümmt, während im Spital nichts weiter ging. Leid, das "Heute"-Leser teilen.

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"Für mich ist klar, dass ich nur im wirklichen Notfall in eine Notaufnahme gehe", spielt Leserin Cornelia auf die Vorwürfe an, viele Patienten würden die Ambulanz dem Hausarzt vorziehen. Aber Leser S. weiß: Selbst, wenn man in überfüllten Spitälern zum Arzt vordringt, "heißt es nicht, dass einem sofort geholfen wird." Er sei mit extremen Schmerzen eingeliefert worden und ohne Diagnose aber mit "unzureichendem Schmerzmittel" nach Hause geschickt worden. "Erst am nächsten Tag wurde dann aus 'akut' gleich ein Notfall."

"Dann bezahlt der Simulant eben"
Was tun, mit Österreichs überfüllten Ambulanzen? Meidi schlägt vor: "Die einfachste Lösung wäre, der Arzt stellt fest, ob es wirklich ein Notfall ist. Und wenn nicht, bezahlt der Simulant eben dafür." Weniger radikale Schritte stellt sich Kuma vor: "Es ist klar, dass Menschen, die große Schmerzen haben, zuerst drankommen. Aber es darf nicht sein, dass man mehrere Stunden wartet. Wenn die Ärzte überfordert sind, sollen sie von anderen Stationen Kollegen um Hilfe bitten oder andere Ärzte von außerhalb anfordern."

Auch mit Kritik am Wilhelminenspital sparten "Heute"-Leser nicht: "Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es da seit 2010 so geht. Meine im Sterben liegende Mutter wurde kaum beachtet", schreibt eine anonyme Nutzerin. Ralf wohnt "direkt beim Wilhelminenspital" und schreibt: "Die Wartezeiten sind dort eine Katastrophe. Während sich die Rezeptionistin die Fingernägel lackiert und Selfies mit ihrem Handy macht müssen die Patienten auf unwürdige Weise stundenlang auf eine Behandlung warten. Mein Sohn ist im Kindergarten auf den Kopf gestürzt und der Pädagoge und ich hatten vier Stunden gewartet."

Spital-Desaster, oder alles übertrieben - was sind Ihre Erfahrungen mit Österreichs Gesundheitssystem? Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eveline Hantinger am 20.04.2017 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheitssystem

    Sicherlich gibt's schwarze Schafe unter den Ärzten, aber das hauptübel liegt in der Politik. Da sind Politiker am Ruder die von dem Gesundheitswesen absolut keine Ahnung haben. Die Politik gehört raus aus dem Bereich. Man sieht ja was unter Vesely alles schief gelaufen ist und wir können es ausbaden. Spitäler wurden geschlossen uns der Patient bleibt auf der Strecke.

  • nix geht am 20.04.2017 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    warten auf dr. godot

    Warten gehört ja schon zum guten ton im krankenhaus unter drei stunden geht garnix

  • Lalalalala am 20.04.2017 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meine Meinung

    Personen die sich den Mund zerreissen sollten mal in dieser Sparte arbeiten mit der Vorschrift Personalmangel es ist auch für das Gesundheitspersonal nicht einfach alles sehr schnell zu bewältigen und klar es sollten keine fehler passieren oder jeder die gleich Zeit beansprucht bekommen aber dazu fehlt leider Personal und ZEIT

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Richard Wagner am 02.05.2017 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Notaufnahme Wilhelminensp.-zum Verrecken

    Anfang April-Notaufnahme Wilhelminenspital, Innerhalb 4 Stunden wurde nur Blutdruck gemessen, was sehr aussagekräftig ist, nach 4,5 Stunden Spital verlassen, nach Hause im Burgenland wurde innerhalb 15 Minuten diagnostiziert, dass es aufgrund erhöhter ZRP Werte etwas Ernstes ist und ich wurde stat. aufgenommen. Es stellte sich heraus, dass es eine Lungenembolie war!!

  • Isabella am 22.04.2017 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Es war wirklich unmöglich und da gibt es nichts schönzureden

  • Isabella am 22.04.2017 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    ei allem Respekt und jeder weiß das keiner in der Notaufnahme zum Spaß ist - so sich Gebärden und aufführen das hab ich noch nicht im Film 'Durchgeknallt' mit Angelina Jolie gesehen in der Rolle. Nicht alle haben sich aufgeführt - eigentlich waren es nur 2 Angestellte (noch eine andere Dame aber weniger markant). Die zwei Ärzte mit denen wir Kontakt hatten und die vermutliche Pflegerin (Philippinin!?) waren trotz der Überlastung stets einfühlsam, freundlich und kompetent. Aber ich muss zugeben wir haben selbst überlegt auf Revers das Gebäude zu verlassen. Es war wirklich unmöglich und da gibt

  • Isabella am 22.04.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    'wer, wer will sich über mich beschweren?! Der soll sich verdammt nochmal trauen rauszukommen!' Zitat auch geschrien natürlich 'immer nur ein Angehöriger pro Patient - ich wiederhole mich nur ungern!!' - ein Arzt mit lockigem Kopf versuchte zu beschwichtigen und merkte sichtlich das hier alle durchdrehen. Gerade die Dame mit markanten Stirnfransen und den extrem schwarzen Haaren im Kleopatrahaarschnitt war besonders krass drauf. Wenn ich respektlos mit Menschen umgehe habe ich in diesem Job nichts verloren. Bei allem Respekt und jeder weiß das keiner in der Notaufnahme zum Spaß ist - so sich

  • Isabella am 22.04.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ich weiß zwar nicht was am Karfreitag war - aber ich bin am Dienstag (ja der letzte) - auch da gewesen! Die Zustände sind katastrophal! Herumschreiendes Personal - leidende Patienten die ignoriert werden und wenn sie überhaupt nur irgendeine Frage haben wurden sie angeschrieen! Das gleiche passierte Angehörigen! Wenn eine Krankenschwester Patienten anschreit - infolge dessen duzt - sie respektlos maßregelt sollte man dringend den Job wechseln! Das hätte man im Kino nicht übertriebener darstellen können. Und dann herumläuft und herumschreit 'wer, wer will sich über mich beschweren?! FF