Abstimmung

13. Oktober 2018 08:32; Akt: 13.10.2018 08:33 Print

Namensschild-Verbot für "Heute"-Leser übertrieben

Künftig dürfen Nachnamen nicht mehr auf Gegensprechanlagen von Mietwohnungen angebracht werden. Jetzt muss Wiener Wohnen 220.000 Wohnungen auf Nummern umrüsten.

Symbolfoto (Bild: iStock)

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Wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dürfen in Zukunft keine Namensschilder mehr an den Türen und Gegensprechanlagen angebracht werden. Erst, wenn ein Mieter sich ausdrücklich wünscht, dass sein Name sichtbar ist, darf dieser auch gezeigt werden. Nun müssen rund 220.000 Namensschilder mit neutralen Nummer ausgetauscht werden, wie Wiener-Wohnen-Sprecher Markus Leitgeb einen Bericht von ORF Wien bestätigt.

Umfrage
Wollen Sie, dass Ihr Name nicht mehr an der Gegensprechanlage steht?

"Heute" fragte seine Leser, was sie von der Neuerung halten. Über 2.000 Personen machten in nur wenigen Stunden bei der Umfrage mit. 60 Prozent empfanden die Entfernung der Schilder für übertrieben. 27 Prozent finden, dass es niemanden angehen sollte, wer an einer Haustüre wohnt und nur 13 Prozent der Befragten war das egal (Stand: 12.10.2018, 12.50 Uhr, 1949 Teilnehmer).

Was der Anlass dieser Neuerung war, lesen Sie hier!

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(mz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Como am 12.10.2018 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz?!

    Namensschilder sind verboten - ganz super. Totaler Datenschutz. Wo bleibt der Datenschutz in Spitäler. Kaum liegt man im Spital kriegt man Zusendungen von den Roten Nasen etc. Bettelbriefe von allen möglichen Institutionen. Der Datenschutz wird auf der einen Seite maßlos übertrieben auf der anderen Seite sträflich vernachlässigt.

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  • Hackler am 12.10.2018 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Verdrängung

    Der wahre Grund: der Bevölkerung soll nicht vor Augen geführt werden, was sich seit 2015 entwickelt. Nämlich systematische Verdrängung der "Ureinwohner"!! Zu "Volkszählumgszeiten" und kontrollierter Meldepflicht war vieles besser.

  • ferdl am 12.10.2018 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Istanbul hautnah

    in Wien ist es eh egal die Namen kann eh keiner mehr lasen außer er kommt von weit her, und es ist besser wenn Urlauber nach Wien kommen sollten , es besser ist sie glauben sie sind in Wien , wenn die Namen stehen glaubt man eh man ist in Istanbul

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 14.10.2018 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Steht das wirklich in der DSGVO?

    Warum ist Österreich das einzige Land der EU, das das so durchführt? Ich schätze mal, dass es sich da um eine typisch österreichische Überreaktion handelt!

    • Knut Randauch am 14.10.2018 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Vorauseilender Gehorsam:

      Wenn die in Brüssel aus dem Fenster springen, springen unsere schon vorher.

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  • weissnicht am 14.10.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Alles hat seinen Preis

    Wir zahlen für Datenschutz, political Correctness, Genderismus, Meetoo etc. einen Preis: in gewissem Sinn geht Freiheit und Unbeschwertheit verloren. Wie schön war es 1968, da konnte ich noch Hoffnung haben, dass alles besser wird. :-)

  • Andreas am 14.10.2018 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz einhalten

    Hab schon ausgewechselt. Nun steht das Top dort. Und am Postkasten Name und Top. Gefällt mir.

  • S.Oliver am 14.10.2018 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gewohnheit und etwas

    umlernen. Werden eben die Top/Tür Nummern unsere neuen Namen. Die meisten Zungenbrecher Namen kann eh kein Mensch mehr lesen. Leider werden durch die Möglichkeit sich bei Wunsch seinen Namen selbst an der Gegensprechanlage anzubringen, die meisten einfach das Sichtfenster einfach überkleben und umlernen. Sind eben die Top/Türnummern unsere neuen Namen. Die meisten Zungenbrecher Namen kann man eh kaum lesen. Leider werden durch die Möglichkeit, bei Wunsch seinen Namen selbst anzubringen die Meisten ihr Schildchen einfach überkleben und so wird es auch aussehen.

  • Karin am 14.10.2018 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fr.

    Also ich finde es absolut überzogen. Die armen Briefträger bzw. Rettungsfahrer und Polizei wahrscheinlich müssen erst mal 1000e Menschen sterben weil man sie an ihrer Adresse nicht gefunden hat und es sich um einen Notfall handelte. Oder gibt es dann bald keine Strassennamen auch mehr. Das ist ein Rückschritt. Muß das wirklich sein? So wird es für Verbrecher noch leichter unterzutauchen.