Anwalt mahnt ab

21. Januar 2018 12:47; Akt: 21.01.2018 13:18 Print

Nichts kaufen kostet bei dieser Tankstelle 290 Euro

Wer ohne Konsum durch die BP in der Erzherzog-Karl-Straße rollt, dem flattert wenige Tage später eine Klagsdrohung samt Erlagschein ins Haus.

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Andreas I. (Name geändert) biss vor Ärger fast ins Lenkrad! Anfang Jänner fuhr er mit seinem Auto durch eine BP-Tankstelle in Wien-Donaustadt, fünf Tage später lag die Hiobsbotschaft im Briefkasten. 290 Euro forderte ein Rechtsanwalt im Namen der Pächterin. Wer nicht pumpt, der blecht, hieß es sinngemäß, sonst setzt es eine Klage. Der "Heute"-Leser versteht die Welt nicht mehr. "Ich bin dort ständig Kunde, und jetzt soll ich draufzahlen?"

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Wird zu hart durchgegriffen?
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Er ist nicht der einzige, der sich über den Tisch gezogen fühlt. Im Internet häufen sich seit dem Jahreswechsel Beschwerden. "Ich wollte mein Auto waschen, da beide Waschboxen belegt waren habe ich mich entschieden weiterzufahren", schreibt ein Nutzer, "dies war eine kostspielige Entscheidung." "Reine Abzocke!", wütet ein anderer.

Stau-Ausweicher verstopfen die Zufahrt

Ein Anrainer hat die Situation schon länger beobachtet. Er klärt gegenüber "Heute" auf: "Die Tankstelle liegt kurz vor der Kreuzung zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Aspernstraße. Wenn es sich vor der Ampel staut, was häufig vorkommt, kürzen ständig Autofahrer durch die BP ab. Und die ist ohnehin schon stark frequentiert." Nun dürfte die Pächterin – sie wollte die Angelegenheit nicht kommentieren – die Notbremse gezogen haben. Ein Schild (s.o.) weist auf das Durchfahrverbot hin, bei Missachtung wird rigoros durchgegriffen.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Wiener Tankstelle ungewünschte Besucher anzeigt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Egon am 21.01.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat der Pächter!

    Ja, recht hat der Pächter, denn er muss auch für die Erhaltung des Platzes aufkommen. Und im Falle eines Unfalls macht ihn die Polizei verantwortlich. Privatgrund ist Privatgrund und keine Durchfahrtstraße.

  • Tony Stark am 21.01.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    BlaBlaBla

    Eine Tankstelle ist Privatgrund. Das lernt man auch in der Fahrschule. Wer dort nichts konsumiert, hat dort eben nichts verloren.Ich fahre auch nicht durch den Garten des Nachbarn um mir den Weg abzukürzen.

  • Tamara Brummer am 21.01.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    101 Ausreden

    101 Ausreden die nichts nützen :"Beide Waschboxen waren belegt und so habe ich mich zur Weiterfahrt entschieden."

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • BP Gegner am 10.02.2018 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    BP Gegner

    Rechtssatz Ein Hinweis "Privatgrund Parken und Halten verboten" kann nichts daran ändern, dass die so gekennzeichnete Fläche zumindest befahren werden darf (vgl. E 15. Februar 1991, 90/18/0182). Das Verkehrszeichen "HALTEN UND PARKEN VERBOTEN" mit der Zusatztafel "Ausgenommen Hausbewohner Zuwiderhandeln wird mit Besitzstörungsklage geahndet!" reicht nicht aus, um ein Befahren auszuschließen. Auch der Umstand, dass auf dieser Fläche nur Bewohner eines bestimmten Hauses halten und parken dürfen, kann die Möglichkeit des Begehens oder Befahrens durch jedermann weder einschränken noch hindern (vgl

  • BP Gegner am 10.02.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    BP Abzocker

    Ist es für diesen Durchschnittsbetrachter ex ante erkennbar, dass die Handlung des Besitzstörers einen Eingriff in das Besitzrecht des Parkplatzeigentümers darstellt, so ist die Erkennbarkeit und damit das Eingriffsbewusstsein zu bejahen. Diese Erkennbarkeit ist hingegen nicht gegeben, wenn ein KFZ zu einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Tankstelle zufährt und nach kurzer Zeit wieder abfährt.

  • Soso am 24.01.2018 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Klarstellung zum Bild

    Die Aufnahme zeigt d. Erzherzog-Karl-Straße /Tankstelleneinfahrt stadteinwärts kurz nach d.Ampelbereich E.K.-Str. / Hausfeldstr. /Aspernstr. --> in diese Richtung gibt es wohl keine "Durchfahrer", da d. Aspernstr. mit Einbahn befahrbar ist. Anders ist es beim stadtauswärts fahren - da gibt es eine extra vorhandene Abbiegespur f.d. Tankstelle (oder Umkehrer) --> wird für's Durchfahren/Abkürzen Richtung Hausfeldstraße verwendet, weil die danach beginnende Linksabbiegespur pro Ampelphase max. 5 Autos zulässt (weil auch die entgegenkommenden Lenker noch gerne bei Gelb/Rot fahren) - Kontrollen...

  • Joerg am 23.01.2018 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Versuch der Aufklärung - Teil 2

    Das Problem des reinen Durchzugsverkehrs bei der Tankstelle, steht im Zusammenhang mit der Besiedelung der Seestadt und hat erst vor ca. 2-3 Jahren begonnen und sich laufend potenziert. Im letzten Jahr haben täglich hunderte Lenker/innen die Tankstelle nur als Abkürzung verwendet, weil sie sich die Wartezeit an der Ampel zur Hausfeldstraße (ca. 5-1o Min je nach Verkehrslage) ersparen wollten u. dadurch Betriebsstörungen sowie in den Anrainergassen eine zusätzliche u. völlig unnötige Verkehrsbelastung verursacht haben. Ich ersuche höflichst die erforderliche "Notbremse" zur Kenntnis zu nehmen.

  • Joerg am 23.01.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Versuch der Aufklärung

    Die Lenker/innen, die sich jetzt über eine Strafzahlung beklagen, haben die schon seit einem Jahr vorhandenen Schilder Durchfahrt verboten schlicht und einfach ignoriert. Im Dezember 2017 wurden die vorhandenen auf neue Schilder (mit einem eindeutigen Hinweis auf eine Betriebsstörung mit Klagsandrohung) getauscht. Wer das nicht lest oder nicht beachtet, dem kann man leider auch nicht helfen. Die Eigentümer, die Pächterin (mit laufenden Betriebsstörungen) u. auch die Anrainer der umliegenden Gassen (zusätzliche Verkehrsbelastung) haben jedes Recht diesen reinen Durchfahrtsverkehr abzustellen.