Rivalisierende Jugendbanden

05. März 2016 20:36; Akt: 26.03.2016 03:40 Print

Sieben Verletzte bei Messerstecherei am Handelskai

Am Samstagabend ist es am Handelskai in der Brigittenau zu einem Streit zwischen zwei Banden gekommen. Der Disput unter den Jugendlichen ist eskaliert, es wurde gegenseitig mit Messern aufeinander eingestochen und mit Metallrohren aufeinander eingeschlagen. Laut Polizei gab es sieben Verletzte, davon einer schwer. Sechs Personen konnten festgenommen werden.

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Am Samstagabend ist es am Handelskai in der Brigittenau zu einem Streit zwischen zwei Banden gekommen. Der Disput unter den Jugendlichen ist eskaliert, es wurde mit Messern aufeinander eingestochen und mit Metallrohren aufeinander eingeschlagen. Laut Polizei gab es sieben Verletzte, einer davon schwer. Sechs Personen konnten festgenommen werden.


Zwei rivalisierende Gruppen von rund je 20 afghanischen und tschetschenischen Jugendlichen sind bei der S- und U-Bahn-Station Handelskai an der Engerthstraße gegen 17.50 Uhr in Streit geraten.

Sechs Verdächtige verhaftet

Im Zuge einer Messerstecherei wurden schließlich sieben Personen verletzt, einer davon schwer. Rund 30 Polizeibeamte und fünf Rettungswagen waren rasch vor Ort. Die Gegend rund um den Tatort wurde für die Dauer des Einsatzes gesperrt, Verletzte in Krankenhäuser der Umgebung gebracht.

Mehrere Beteiligte flohen ins Jugendzentrum "Base20" in der Engerthstraße. Andere entfernten sich möglichst rasch vom Tatort. Sechs Verdächtige - alles Afghanen - wurden von der Polizei in der Denisgasse nahe der Brigittenauer Lände angehalten und verhaftet.

Streit auf Facebook als Auslöser

Auslöser für die Gewaltakte dürfte ein zuvor auf Facebook ausgetragener Streit bzw. eine dort getätigte Beleidigung gewesen sein, teilte die Polizei am Sonntag mit. Wie Zeugen aussagten, kamen aufgrund dieses Streits die afghanischen Jugendlichen zum Jugend-Treff, wo sich die rivalisierende Gruppe tschetschenischer Jugendlicher wegen einer Feier aufhielt.

Trotz Schlichtungsversuchen einer Sozialarbeiterin gingen die beiden Gruppen nicht nur mit Messern, sondern auch mit Holzlatten und Eisenstangen aufeinander los.

Das Landeskriminalamt Wien hat noch in der Nacht auf Sonntag die Ermittlungen aufgenommen. Ein Blutspürhund sowie ein Spezialfährtenhund suchten nach Spuren und Tatwerkzeugen. Bislang konnten aber noch keine Messer, jedoch Metallrohre als mutmaßliche Tatwerkzeuge sichergestellt werden. Eine genaue Zuordnung, welche Person für welche Verletzung verantwortlich ist, kann laut Polizei noch nicht erfolgen.
 

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