23-Jähriger vor Gericht

Gamer betäubte Freundin, um ungestört zocken zu können

Sony Playstation Controller

Symbolbild

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Weil ihm seine Freundin "auf die Nerven ging" und er in Ruhe Videospiele zocken wollte, flößte ein 23-Jähriger in Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) seiner Freundin (24) Schlafmittel ein. Diese zeigte ihren Partner an, der nun wegen Körperverletzung vor Gericht stand. Das Videospiel konnte er übrigens zu Ende zocken, die Beziehung gibt es aber nicht mehr.

Weil der junge Mann vor Gericht geständig war, fiel die Strafe nicht allzu hoch aus - er musste eine Geldstrafe über 500 Euro zahlen. Der Verurteilte schilderte, dass er Freunde zu einer Videospiel-Runde in die gemeinsame Wohnung eingeladen hatte, berichtet "WAZ.de". Als seine Freundin um 22 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, beschwerte sie sich darüber, das sie nach zehn Stunden im Job einen ruhigen Abend haben wollte.

Der Genervte griff zu einem Schlafmittel: "Ich habe aber nur vier bis fünf Tropfen in den Tee getan." Er selbst gab an, immer die zehnfache Menge zu nehmen. Weniger "geeicht" zeigte sich aber seine Freundin, die am nächsten Tag erst mittags aufwachte und dramatischwerweise am Steuer ihres Wagens am Weg zur Arbeit immer wieder einnickte. Als sie abends noch immer Schlaf-Aussetzer hatte, gestand der Freund die Betäubung.

Die 24-Jährige zeigte den Mann daraufhin an, eine Haaranalyse belegte die Betäubung. "Ihre Freundin hat zwar lange und tief geschlafen, was nicht weh tut, doch es handelt sich sehr wohl um eine vorsätzliche Körperverletzung", so der Richter. Von der Freundin wurde die junge Frau übrigens zur Ex-Freundin - der Verurteilte versprach nun, Betäubungsmitteln abzuschwören und eine Ausbildung zu beginnen.
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