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23. August 2018 08:14; Akt: 23.08.2018 08:14 Print

Cyberpunk 2077: Shooter und Rollenspiel zugleich

von Lukas Urban - Die Entwickler von CD Projekt Red arbeiten an ihrem neuesten Streich: Einem Sci-Fi-Game voll mit Sex, Gewalt und Cyborgs.

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Die Rollenspiel-Experten des polnischen Studios CD Projekt Red widmen sich nach der fantasyorientierten Witcher-Serie einem Sci-Fi-Szenario. Und einmal mehr basiert ein Spiel des Edel-Entwicklers auf einem existierenden Franchise. Während der Hexer auf den Romanen von Andrzej Sapkowski fußte, spinnt Cyberpunk 2077 das Universum des Tabletop-Rollenspiels Cyberpunk 2020 weiter. Das Jahr 2077. Die kalifornische Stadt Night City ist ein Sündenpfuhl. Sex, Gewalt und Drogen stehen an der Tagesordnung, riesige Unternehmen kontrollieren jeden Aspekt des menschlichen Lebens. Inmitten dieses Brennpunks lebt der Spielcharakter V - je nach Spielerwunsch Mann oder Frau. V agiert außerhalb anderer Systeme, lebt nach ihren/seinen eigenen Regeln und nimmt auch zwielichtige Aufträge aus der Unterwelt an. In einer 50-minütigen Live-Demo gewährten die Entwickler auf der Gamescom hinter verschlossenen Türen einen Blick auf ihr neues Game. Ab der ersten Sekunde sieht der Ego-Shooter in dieser (auf Hochglanz polierten) Demo beeindruckend aus. Vs Mission: Eine Kampfdrohne für einen Unterweltboss beschaffen. Was schwer klingt, ist es auch. Denn die gibt es nicht einfach im Waffenladen um die Ecke. Stattdessen muss sich V in das Versteck einer Gang wagen und diese überzeugen, das gute Stück auszuhändigen - natürlich mit Geld als Motivator. Die Währung befindet sich allerdings auf einem futuristischen USB-Stick, der von einer Mega-Corporation mit Schadsoftware bestückt wurde. Im Missionsverlauf ergeben sich mehrere Wege - man kann sich der Gang anschließen, sie über den Virus informieren oder einfach alle Mitglieder ausradieren. Die Entwickler versprechen, dass die Entscheidungen Auswirkungen auf die weitere Handlung haben. Angesichts der weitreichenden Wahlmöglichkeiten in The Witcher 3 ist man geneigt, ihnen zu glauben. Doch der Spieler kann nicht nur die Story formen, sondern auch V. Denn neue Fähigkeiten werden nicht einfach mit einem Skilltree freigeschaltet - man muss dafür buchstäblich einen Teil des Körpers geben. Denn sogenannte "Ripperdocs" verbessern die Bewohner von Night City mit Technik, die Alltag und Kampf erleichtert. Neue Augäpfel zeigen etwa mehr Informationen über die Umgebung, tödliche Nahkampf-Klingen in Mantis-Form können im Arm versenkt werden. Night City ist ein faszinierender Ort voller Leben. Menschen hausen nicht mehr in schnöden Hochhäusern, sondern in Mega-Gebäuden, die eine eigene Gesellschaft innerhalb der Stadt bilden. Cyberpunk 2077 hat noch kein Erscheinungsfenster. Und das ist verständlich angesichts des enormen Detailgrades, mit dem CD Projekt Red Night City zum Leben erweckt. Hier scheint nicht nur eine Kulisse, sondern eine lebende, atmende Stadt geschaffen zu werden. Und das benötigt nun mal Zeit - von all den ambitionierten Rollenspiel- und Shooter-Mechaniken ganz abgesehen.

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Die Rollenspiel-Experten des polnischen Studios CD Projekt Red widmen sich nach der fantasyorientierten Witcher-Serie einem Sci-Fi-Szenario. Und einmal mehr basiert ein Spiel des Edel-Entwicklers auf einem existierenden Franchise. Während der Hexer auf den Romanen von Andrzej Sapkowski fußte, spinnt Cyberpunk 2077 das Universum des Tabletop-Rollenspiels Cyberpunk 2020 weiter.

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Krawall im Ballungszentrum

Das Jahr 2077. Die kalifornische Stadt Night City ist ein Sündenpfuhl. Sex, Gewalt und Drogen stehen an der Tagesordnung, riesige Unternehmen kontrollieren jeden Aspekt des menschlichen Lebens. Inmitten dieses Brennpunks lebt der Spielcharakter V – je nach Spielerwunsch Mann oder Frau.

V agiert außerhalb anderer Systeme, lebt nach ihren/seinen eigenen Regeln und nimmt auch zwielichtige Aufträge aus der Unterwelt an. In einer 50-minütigen Live-Demo gewährten die Entwickler auf der Gamescom hinter verschlossenen Türen einen Blick auf ihr neues Game. Abgesehen von einem Trailer und einigen Screenshots sind noch keine Bilder des Spiels an die Öffentlichkeit gelangt.

Dabei müsste es sich gar nicht verstecken. Denn ab der ersten Sekunde sieht der Ego-Shooter in dieser (auf Hochglanz polierten) Demo beeindruckend aus. Vs Mission: Eine Kampfdrohne für einen Unterweltboss beschaffen. Was schwer klingt, ist es auch. Denn die gibt es nicht einfach im Waffenladen um die Ecke.


Video: CD Projekt Red

Kein richtiger Weg

Stattdessen muss sich V in das Versteck einer Gang wagen und diese überzeugen, das gute Stück auszuhändigen – natürlich mit Geld als Motivator. Die Währung befindet sich allerdings auf einem futuristischen USB-Stick, der von einer Mega-Corporation mit Schadsoftware bestückt wurde.

Im Missionsverlauf ergeben sich mehrere Wege – man kann sich der Gang anschließen, sie über den Virus informieren oder einfach alle Mitglieder ausradieren. Die Entwickler versprechen, dass die Entscheidungen Auswirkungen auf die weitere Handlung haben. Angesichts der weitreichenden Wahlmöglichkeiten in The Witcher 3 ist man geneigt, ihnen zu glauben.

I, Cyborg

Doch der Spieler kann nicht nur die Story formen, sondern auch V. Denn neue Fähigkeiten werden nicht einfach mit einem Skilltree freigeschaltet – man muss dafür buchstäblich einen Teil des Körpers geben. Denn sogenannte "Ripperdocs" verbessern die Bewohner von Night City mit Technik, die Alltag und Kampf erleichtert. Neue Augäpfel zeigen etwa mehr Informationen über die Umgebung, tödliche Nahkampf-Klingen in Mantis-Form können im Arm versenkt werden. Ein Klassensystem gibt es nicht. Man wählt einfach jene Upgrades, die dem eigenen Spielstil entsprechen.

Night City ist ein faszinierender Ort voller Leben. Menschen hausen nicht mehr in schnöden Hochhäusern, sondern in Mega-Gebäuden, die eine eigene Gesellschaft innerhalb der Stadt bilden. Technologie durchzieht alle Lebensbereiche von den Modifikationen des menschlichen Körpers bis hin zu interaktiven Werbeplakaten. Gedruckte Zeitungen gibt es aber immer noch.


Video: CD Projekt Red

Ersteindruck

Cyberpunk 2077 hat noch kein Erscheinungsfenster. Und das ist verständlich angesichts des enormen Detailgrades, mit dem CD Projekt Red Night City zum Leben erweckt. Hier scheint nicht nur eine Kulisse, sondern eine lebende, atmende Stadt geschaffen zu werden. Und das benötigt nun mal Zeit – von all den ambitionierten Rollenspiel- und Shooter-Mechaniken ganz abgesehen.

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