Disc Jam im Test

23. Februar 2018 13:40; Akt: 23.02.2018 13:40 Print

Wenn Frisbees auf Multiplayer-Action treffen

Sollte Tennis zu langweilig werden, kann man sich diesen Indie-Titel mit eSport-Ambitionen näher ansehen.

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Frisbee als hektisches Sportspiel? Das kann doch nicht funktionieren. Oder etwa doch? Das von zwei Ex-Activision-Mitarbeitern gegründete Indie-Studio High Horse Entertainment hat mit Disc Jam den Gegenbeweis angetreten. Das Game ist bereits seit März 2017 für PC und PlayStation 4 erhältlich, Anfang Februar 2018 folgte ein umfangreiches Update sowie eine Fassung für Nintendo Switch. Das Multiplayer-Game funktioniert im Kern wie Tennis, bietet aber Feinheiten und Tricks, mit denen die Partien spannend gehalten werden. So können die Discs gekrümmt und im Bogen geschossen oder aber aufgeladene Specials ausgelöst werden. Vor dem Spielstart ist ein Blick in das verständliche Tutorial sicher hilfreich. Vorbildlich: Disc Jam unterstützt Crossplay zwischen PC und Nintendo Switch sowie PC und PS4. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 4 und macht auf allen Plattformen eine beachtliche Figur - auch wenn natürlich klar ist, dass von einem zweiköpfigen Team nicht die Produktionswerte anderer eSport-Kracher zu erwarten sind. Sauer aufgestoßen hat uns, dass das Game zwar kostengünstig erhältlich ist, im Gegenzug aber auf Lootboxen und Mikrotransaktionen setzt. Bei einer Art "Einarmingen Banditen" können Preise gewonnen werden - gegen den Einsatz von Ingame-Währung. Streng genommen können die erforderlichen Münzen also auch im Spiel verdient werden, dieser Prozess läuft aber außerordentlich langsam ab. Um Zeit zu sparen, kann auch echtes Geld investiert werden. Disc Jam ist schnell, spaßig und zugänglich, ohne aber dabei den Anspruch zu vergessen. Noch ist das Game weit entfernt von einem Phänomen wie Rocket League, doch bei regelmäßigen Updates könnte mit Disc Jam aber eine neue eSport-Disziplin geschaffen werden.

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Frisbee als hektisches Sportspiel? Das kann doch nicht funktionieren. Oder etwa doch? Das von zwei Ex-Activision-Mitarbeitern gegründete Indie-Studio High Horse Entertainment hat mit Disc Jam den Gegenbeweis angetreten.

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Das Game ist bereits seit März 2017 für PC und PlayStation 4 erhältlich, Anfang Februar 2018 folgte ein umfangreiches Update sowie eine Fassung für Nintendo Switch. Die wohl auffälligste Neuerung: Lannie, ein neuer spielbarer Charakter. Jeder Sportler verfügt über Eigenheiten wie Laufgeschwindigkeit und Wurfstärke. Doch keine Angst: Die Balance wird nicht aus den Augen verloren, wenn man im Einzel oder Doppel über den Platz fegt.

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Tennis, nur abgedrehter

Das Multiplayer-Game funktioniert im Kern wie Tennis, bietet aber Feinheiten und Tricks, mit denen die Partien spannend gehalten werden. So können die Discs gekrümmt und im Bogen geschossen oder aber aufgeladene Specials ausgelöst werden. Vor dem Spielstart ist ein Blick in das verständliche Tutorial sicher hilfreich.

Vorbildlich: Disc Jam unterstützt Crossplay zwischen PC und Nintendo Switch sowie PC und PS4. Wie gewohnt in diesen Fällen lässt Sony Crossplay zwischen der eigenen Konsole und einer Konkurrenzplattform nicht zu. Wer nicht gegen "Disc-Jammer" spielen möchte, die eine andere Hardware nutzen, kann diese Funktion auch deaktivieren.

Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 4 und macht auf allen Plattformen eine beachtliche Figur – auch wenn natürlich klar ist, dass von einem zweiköpfigen Team nicht die Produktionswerte anderer eSport-Kracher zu erwarten sind.

Lootboxen

Sauer aufgestoßen hat uns, dass das Game zwar kostengünstig erhältlich ist, im Gegenzug aber auf Lootboxen und Mikrotransaktionen setzt. Bei einer Art "Einarmingen Banditen" können Preise gewonnen werden – gegen den Einsatz von Ingame-Währung. Streng genommen können die erforderlichen Münzen also auch im Spiel verdient werden, dieser Prozess läuft aber außerordentlich langsam ab. Um Zeit zu sparen, kann auch echtes Geld investiert werden.

Immerhin sind die Lootbox-Inhalte fast zur Gänze kosmetischer Natur – also Charakterskins und neue Frisbees. Einzig zwei Charaktere werden hinter die Paywall gesperrt und müssen entweder verdient oder mit echten Euro freigeschaltet werden.

Fazit: Potenzieller eSport-Spaß

Disc Jam ist schnell, spaßig und zugänglich, ohne aber dabei den Anspruch zu vergessen. Klar, die Lootboxen und Mikrotransaktionen können nerven, doch immerhin werden keine Power-Upgrades zum Kauf angeboten. Noch ist das Game weit entfernt von einem Phänomen wie Rocket League, doch bei regelmäßigen Updates könnte mit Disc Jam aber eine neue eSport-Disziplin geschaffen werden.

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(lu)

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