Game Review

10. November 2017 20:23; Akt: 10.11.2017 20:23 Print

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds im Test

von Rene Findenig - Die Erweiterung The Frozen Wilds bringt nicht nur eine neue Story für Horizon Zero Dawn, sondern zieht auch den Schwierigkeitsgrad an.

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Die erste und geplant einzige Erweiterung des Hauptspiels findet zeitlich während den Ereignissen von Horizon Zero Dawn statt. Unsere Heldin Aloy reist darin in die Grenzregionen des Stammes der Banuk, die als Überlebenskünstler gelten. In deren Regionen sollen neue und noch gefährlichere Maschinen aufgetaucht sein. Was die Banuk als "Daemon" bezeichnen, stellt sich schnell als Macht heraus, die Maschinen in wahre Killer verwandelt. Anders als die "normalen" Robo-Saurier-artigen Maschinen und ihre rot glühenden verdorbenen Gesellen sorgt die Macht dafür, dass die Kreaturen noch stärker, angriffslustiger und unberechenbarer werden. Wiederum ist das Spiel, wie schon der Hauptteil, in eine inhaltlich und gestalterisch äußerst ansprechende Handlung verpackt. Die Story kann sich sehen lassen, die Videosequenzen strotzen vor Emotionen und Effekten und die Charaktere wurden wieder auf den Punkt getroffen. Die Nebenmissionen reichen vom bekannten Säubern von Banditenlagern in der Region bis hin zum Sammeln von Pigmenten, wobei letzteres sowieso auch erforderlich ist, um in der Hauptquest weiterzukommen. Bedenken gab es, dass der viele Schnee grafisch die sonst so schöne Welt von Horizon Zero Dawn zerstören könnte. Die Angst ist allerdings unbegründet, denn zwischen dem Schnee und Eis wachsen Bäume, Felsen und Bauten hervor, der Himmel ist in ein magisches Grau-Weiß gehüllt, der Wind bläst sichtbar Schneeflocken über den Bildschirm und die dazu gewählte eisige Soundkulisse ist einmal mehr absolut perfekt gewählt. Nichts für Anfänger ist The Frozen Wilds vom Schwierigkeitsgrad her gesehen. Nicht nur, dass die neuen Monster überaus stark sind und trickreich besiegt werden müssen, spielt ihnen auch das Wetter in die Hände. Im Schneesturm läuft man schon einmal einem Versenger, einer Wolf-gleichen feuerspeienden Kreatur, direkt vor die Füße. Zur Gegenwehr gibt es immerhin auch neue Waffen: Elementar-Speere die Blitze oder Feuer verschießen, aber auch verbesserte Bögen. Gänzlich neu sind die Kontrolltürme, auf die man im Verlauf von Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds stößt. Sie haben gleich mehrere unangenehme Effekte, denn sie verstärken Maschinen in ihrer Umgebung und reparieren auch ihre Schäden. Wer Horizon Zero Dawn gespielt und gemocht hat, wird auch The Frozen Wilds lieben. Und wer Horizon Zero Dawn noch nicht kennt hat nun den besten Grund, es endlich kennenzulernen.

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Während es im realen leben kälter wird, wirft uns The Frozen Wilds so richtig in ein neues eisiges Vergnügen. Wir müssen gestehen, im Hauptspiel von Horizon Zero Dawn waren wir nicht unbedingt begeistert von jenen kleinen Gebieten, in denen Schneeflocken vom Himmel fielen. Deswegen, weil die übrigen Landschaften einfach um so vieles besser aussahen.

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Dass The Frozen Wilds dem Namen gerecht wird und hauptsächlich in einer Winterlandschaft spielt, ist aber kein grafischer Fehlgriff. Zu schön sind die neuen Gebiete umgesetzt, um sie nicht zu mögen. Das grundrezept bleibt allerdings gleich: Kriegerin Aloy muss sich wieder aufschwingen, denn ein neues Monstrum erhebt sich in der von Maschinen beherrschten postapokalyptischen Welt.

Die erste und geplant einzige Erweiterung des Hauptspiels findet zeitlich während den Ereignissen von Horizon Zero Dawn statt. Unsere Heldin Aloy reist darin in die Grenzregionen des Stammes der Banuk, die als Überlebenskünstler gelten. In deren Regionen sollen neue und noch gefährlichere Maschinen aufgetaucht sein. Neben dem Zurückschlagen der Bedrohung gibt es ein weiteres Geheimnis von Aloys Geschichte, das es zu enthüllen gilt.

Dem "Daemon" auf der Spur

Was die Banuk als "Daemon" bezeichnen, stellt sich schnell als Macht heraus, die Maschinen in wahre Killer verwandelt. Anders als die "normalen" Robo-Saurier-artigen Maschinen und ihre rot glühenden verdorbenen Gesellen sorgt die Macht dafür, dass die Kreaturen noch stärker, angriffslustiger und unberechenbarer werden. Neben den bekannten Maschinenarten kommen noch riesige Neulinge dazu, bei denen sogar der aus dem Hauptspiel gefürchtete Todbringer Reißaus nehmen würde.

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Wiederum ist das Spiel, wie schon der Hauptteil, in eine inhaltlich und gestalterisch äußerst ansprechende Handlung verpackt. Die Story kann sich sehen lassen, die Videosequenzen strotzen vor Emotionen und Effekten und die Charaktere wurden wieder auf den Punkt getroffen. Und wieder gibt es Dutzende Aufgaben neben den Hauptmissionen zu erledigen, die abwechslungsreicher nicht sein könnten.

Grafisch beeindruckend

Die Nebenmissionen reichen vom bekannten Säubern von Banditenlagern in der Region bis hin zum Sammeln von Pigmenten, wobei letzteres sowieso auch erforderlich ist, um in der Hauptquest weiterzukommen. Mit den Aufgaben erarbeitet man sich das Wohlwollen der Banuk und stellt sich schließlich dem Häuptling Aratak im Kampf.

Bedenken gab es, dass der viele Schnee grafisch die sonst so schöne Welt von Horizon Zero Dawn zerstören könnte. Die Angst ist allerdings unbegründet, denn zwischen dem Schnee und Eis wachsen Bäume, Felsen und Bauten hervor, der Himmel ist in ein magisches Grau-Weiß gehüllt, der Wind bläst sichtbar Schneeflocken über den Bildschirm und die dazu gewählte eisige Soundkulisse ist einmal mehr absolut perfekt gewählt.

Schwierigkeitsgrad zieht an

Nichts für Anfänger ist The Frozen Wilds vom Schwierigkeitsgrad her gesehen. Nicht nur, dass die neuen Monster überaus stark sind und trickreich besiegt werden müssen, spielt ihnen auch das Wetter in die Hände. Im Schneesturm läuft man schon einmal einem Versenger, einer Wolf-gleichen feuerspeienden Kreatur, direkt vor die Füße. Zur Gegenwehr gibt es immerhin auch neue Waffen: Elementar-Speere die Blitze oder Feuer verschießen, aber auch verbesserte Bögen.

Gänzlich neu sind die Kontrolltürme, auf die man im Verlauf von Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds stößt. Sie haben gleich mehrere unangenehme Effekte, denn sie verstärken Maschinen in ihrer Umgebung und reparieren auch ihre Schäden. Wer eine Gruppe Gegner in deren Nähe angreift, ohne den Turm zuvor auszuschalten, ist oft hoffnungslos unterlegen. Anders als im hauptspiel ist es dieses Mal absolut notwendig, bestimmte Waffen zu bestimmten Zeitpunkten einzusetzen, statt etwa nur stur mit dem Bogen anzugreifen. Eine willkommene Herausforderung.

Auffällige Begleiterscheinungen

Ein kleiner Kritikpunkt offenbart sich in jenen Missionen, in denen man mit Begleitern unterwegs sind. Ignorieren Maschinen Aratak und Konsorten fast gleichgültig, reicht bei Aloy oft ein kleines Wackeln im Gras aus, um die Maschinen zum Angriff übergehen zu lassen. Andererseits kann man Kämpfe der begleiter mit den Kreaturen ungewollt abbrechen, indem man einfach ins nächste Gebiet weiterläuft und dort die Begleiter wieder erscheinen, als wäre nie etwas passiert. Hier wäre eine etwas bessere Balance wünschenswert gewesen. Dennoch: The Frozen Wilds bietet wieder die außergewöhnliche Qualität, durch die sich schon das Hauptspiel hervorheben könnte.

Inhaltlich gibt es mehr Waffen, neue Gegner, eine große neue Story, interessante Charaktere und erweiterte Fähigkeiten, die sich vor allem darum drehen, leichter reisen und handeln zu können. Daneben steht jede Menge Kleinkram an, der aber nicht zu unterschätzen ist. Auf Reittieren kann man nun angreifen und sammeln, Gegenstände zu Scherben zerlegen und grafisch wurde auch noch eine kleine Schippe draufgelegt. Besonders die Gesichter der Figuren wirken nicht mehr so künstlich, wie es im Hauptspiel der Fall war. Wer Horizon Zero Dawn gespielt und gemocht hat, wird auch The Frozen Wilds lieben. Und wer Horizon Zero Dawn noch nicht kennt hat nun den besten Grund, es endlich kennenzulernen.