Game Review

21. Dezember 2017 16:44; Akt: 21.12.2017 16:44 Print

Landwirtschafts-Simulator 17 mit Add Ons im Test

Erst kürzlich hat Aerosoft das Add On "Strohbergung" zum Landwirtschafts-Simulator 17 veröffentlicht. Zeit, wieder den Traktor anzuwerfen.

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Schnell einen Kredit bei der Bank aufgenommen, dann können wir uns über drei Felder zum Pflügen freuen. Heißt: Rein in den Traktor, den Acker umgraben, rein in die Sähmaschine und die Saat einbringen. Ein Infofeld zeigt dabei, wo der maximale Gewinn möglich ist und wie lange es dauert, bis wir ernten können. Der Kreislauf aus Verkaufen, Sähen und Ernten spült nach und nach Geld in die Kassa, das wir in neuen Fahrzeuge, Felder und Pflanzen investieren können. Ohne wirklichen Schwierigkeitsgrad schauen digitale Bauern bald auf Dutzende Felder, über hundert Maschinen und einen Batzen Geld. Realismus kommt zumindest auf: Die Pflanzen orientieren sich an der Wirklichkeit und der Spieler kann sogar entscheiden, ob natürlich oder chemisch gedüngt wird. Wie schon die Vorgänger bekommt der virtuelle Landwirt leider wieder keine Kampagne vorgesetzt. Dafür wäre es aber langsam an der Zeit. Gerade Neulinge wären dadurch motiviert, sich ins Landleben einzuarbeiten - so werden allerdings viel Anfänger Maus oder Controller aus der Hand fallen lassen. Verständlich, dass nicht jeder Lust hat, sich Dutzende Tastenbefehle selbst anzulernen. Auch, dass auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad einige Befehle automatisch ausgeführt werden, hilft da nur bedingt. Hier zeigt sich ganz klar, dass sich der Landwirtschafts-Simulator 17 vor allem an Spieler richtet, die schon einen Vorgänger gezockt haben. Wir geben es zu: Auch nach dem intensiven Test des Landwirtschafts-Simulator 17 erschließt sich uns die Faszination des Games noch immer nicht. Gerade als Einsteiger wird man schnell vom Traktor geworfen, weil man sich die Befehle und Vorgangsweise selbst anlernen muss. Zudem hat sich über die Jahre wenig getan: die Grafik wirkt veraltet, die Animationen sind nach wie vor hölzern und wenig ansehnlich und die Fahrphysik ist fernab jeglicher Realität.

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Der Landwirtschafts-Simulator ist ein spielerisches Phänomen. Mit jeder Edition setzt sich das virtuelle Traktor-Fahren und Felder-Beackern auf Platz 1 der deutschen Verkaufs-Charts. Nachdem auch die 17er-Ausgabe, die schon Ende 2016 für PC und fast alle aktuellen und vorhergegangenen Konsolen-Genrationen erschien, von dort wieder verdrängt wurde, hievt sie das neue Add On "Strohbergung" wieder dahin.

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Was macht die Faszination aus, der ländlichen Idylle zu föhnen und Dutzende Traktoren durch die Gegend zu lenken? Wir wagen uns mit dem neuen Add On einmal mehr ins Bauernleben. Der Landwirtschafts-Simulator 17 bringt mit Schweinezucht, auch weiblichen Landwirten, über 200 Fahrzeugen und sogar Zügen weit mehr als alle bisher erschienen Simulatoren. Das Gameplay blieb aber gleich, direkt beim Einstieg ins Spiel wird schon losgeackert. Getestet wurde übrigens auf PC.

Schnell einen Kredit bei der Bank aufgenommen, dann können wir uns über drei Felder zum Pflügen freuen. Heißt: Rein in den Traktor, den Acker umgraben, rein in die Sähmaschine und die Saat einbringen. Ein Infofeld zeigt dabei, wo der maximale Gewinn möglich ist und wie lange es dauert, bis wir ernten können. Was wiederum bedeutet: anwerfen und ernten. Langeweilig? Eigentlich nicht, obwohl sich die Faszination noch nicht ganz erschließt. Zumindest kann man das erste Mal in den virtuellen Fahrzeugen Radio hören.

Der eigene Fuhrpark wächst

Der Kreislauf aus Verkaufen, Sähen und Ernten spült nach und nach Geld in die Kassa, das wir in neuen Fahrzeuge, Felder und Pflanzen investieren können. Ohne wirklichen Schwierigkeitsgrad schauen digitale Bauern bald auf Dutzende Felder, über hundert Maschinen und einen Batzen Geld. Realismus kommt zumindest auf: Die Pflanzen orientieren sich an der Wirklichkeit und der Spieler kann sogar entscheiden, ob natürlich oder chemisch gedüngt wird.

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Damit man nicht jedes Mal minutenlang auf die eigene Ernte warten muss, kann man auch bei den Nachbarn aushelfen und umgekehrt. Einen Nebenverdienst schaffen wir uns mit Aufträgen anderer Landwirte, dafür springen auf unserem eigenen Hof Computergesteuerte Helfer ein. Wer gänzlich neu beim Landwirtschafts-Simulator ist, wird nicht an der Hand genommen. Das Tutorial fällt leider knapp aus, der Rest ist eine Frage des Ausprobierens und Lernens.

Manko Kampagne

Wie schon die Vorgänger bekommt der virtuelle Landwirt leider wieder keine Kampagne vorgesetzt. Dafür wäre es aber langsam an der Zeit. Gerade Neulinge wären dadurch motiviert, sich ins Landleben einzuarbeiten - so werden allerdings viel Anfänger Maus oder Controller aus der Hand fallen lassen. Verständlich, dass nicht jeder Lust hat, sich Dutzende Tastenbefehle selbst anzulernen.

Auch, dass auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad einige Befehle automatisch ausgeführt werden, hilft da nur bedingt. Hier zeigt sich ganz klar, dass sich der Landwirtschafts-Simulator 17 vor allem an Spieler richtet, die schon einen Vorgänger gezockt haben. Spaß machen dafür aber die Zusatzinhalte und neuen Funktionen: Mit Zügen über die Gleise fahren, vertiefende Warenlieferungen oder die Pellets-Produktion mit dem Add On "Strohbergung". Sämtliche Zusatzinhalte bringen neue Fahrzeuge und Funktionen ins Spiel, können aber auch schnell ins Geld gehen, wenn man sie alle haben will. Gutschreiben kann man, dass die Karte nun frei zoombar ist und es eine Schnellreisefunktion gibt.

Fazit: Auf der Suche nach der Faszination

Wir geben es zu: Auch nach dem intensiven Test des Landwirtschafts-Simulator 17 erschließt sich uns die Faszination des Games noch immer nicht. Gerade als Einsteiger wird man schnell vom Traktor geworfen, weil man sich die Befehle und Vorgangsweise selbst anlernen muss. Zudem hat sich über die Jahre wenig getan: die Grafik wirkt veraltet, die Animationen sind nach wie vor hölzern und wenig ansehnlich und die Fahrphysik ist fernab jeglicher Realität.

Fans der Serie werden vermutlich trotzdem ihre Freude mit der 17er-Version haben. Die Auswahl an Fahrzeugen und Feldern ist größer als je zuvor, daneben kann man sich in der Tierzucht oder im Multiplayer-Modus mit bis zu 16 Landwirten pro Hof verlieren. Anfänger müssen aber darauf hoffen, dass der Landwirtschafts-Simulator 18 dann mit Story und Kampagne sowie einer besseren Einführung aufwartet.

(rfi)

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