Game Review

21. Dezember 2017 20:06; Akt: 21.12.2017 20:15 Print

Mario Party: The Top 100 im Test

von Rene Findenig - 100 Minispiele, so viele gab es in der Geschichte der Reihe noch nie in einem Spiel! Doch wie ist die Auswahl im 2DS/3DS-Titel gelungen?

Bildstrecke im Grossformat »
Betrachtet man die Minispiele, kann man die Bewertung "Best of" nur bestätigen. Klassiker und Lieblinge wie "Fahnen-Wirrwarr", "Kugelchaos" oder "Pinguin-Plage" finden sich da wieder. Rund 50 der Spiele sind schon vom Start weg spielbar, die übrigen werden nach und nach freigeschaltet, indem man die "Spielinseln" besucht und sich (alleine) den einzelnen Minigames stellt. Gespielt werden können die einzelnen Games mit bis zu drei Mitspielern. Genial dabei: Nur ein Zocker braucht dank "Download-Spiel"-Funktion das Game, die bis zu drei Mitspieler loggen sich einfach in seine Partie ein. Stark! Fein hat Nintendo es zudem umgesetzt, dass man sich Favoriten bei den Minispielen wählen kann, die man so schnell wiederfindet. Bei 100 Titeln kann die Suche nämlich schnell etwas länger dauern. Gemeinsam haben die Games, dass sie jeweils nur wenige Sekunden dauern - über eine Minute kommt kaum ein Minispiel hinaus. Das auch deshalb, weil beim Großteil der Spiele ein Timer runterzählt. Ein Prunkstück ist, wie Nintendo es geschafft hat, Spiele mit gänzlich unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten ins Paket zu integrieren. Während viele Titel mit den Steuertasten absolviert werden, finden sich auch Games, die ganz anders funktionieren. Bei der "Kanonen-Krise" pustet man ins Mikro und damit Gegner vom Spielfeld, beim "Kugelwilli-Rennen" neigt man das Handheld nach links und rechts um auf der Strecke zu bleiben und bei "Bowsers Grimassen" knipst man mit der Kamera ein Bild von sich um Bowser nachzuahmen. Die Abwechslung durch Stimm-, Pust-, Bewegungs-, Touchpen- und Kamera-Steuerung macht richtig viel Spaß, vor allem in einer Runde mit Freunden. Das ist auch das Herzstück des Titels und hebt den Spielspaß, der schon als Singleplayer recht hoch ist, noch einmal ganz gewaltig. Übrigens ist Nintendo der Multiplayer-Modus richtig gut gelungen: es gibt kaum Wartezeiten, keine Ruckler und keine Verbindungsprobleme.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwar kein "echtes", neues "Mario Party" setzt uns Nintendo für den 2DS und 3DS vor, aber eine Sammlung der – nach eigenen Aussagen – besten 100 Minispiele, die die Reihe hervorgebracht hat. Betrachtet man die kleinen Games, kann man die Bewertung "Best of" nur bestätigen. Klassiker und Lieblinge wie "Fahnen-Wirrwarr", "Kugelchaos" oder "Pinguin-Plage" finden sich da wieder.

Umfrage
Auf welcher Plattform zocken Sie?

Rund 50 der Spiele sind schon vom Start weg spielbar, die übrigen werden nach und nach freigeschaltet, indem man die "Spielinseln" besucht und sich (alleine) den einzelnen Minigames stellt, mehr dazu etwas später im Test. Gespielt werden können die einzelnen Games mit bis zu drei Mitspielern. Genial dabei: Nur ein Zocker braucht dank "Download-Spiel"-Funktion das Game, die bis zu drei Mitspieler loggen sich einfach in seine Partie ein. Stark!

Fein hat Nintendo es zudem umgesetzt, dass man Favoriten bei den Minispielen wählen kann, die man so schnell wiederfindet. Bei 100 Titeln kann die Suche nämlich schnell etwas länger dauern. Gemeinsam haben die Games, dass sie jeweils nur wenige Sekunden dauern – über eine Minute kommt kaum ein Minispiel hinaus. Das auch deshalb, weil beim Großteil der Spiele ein Timer runterzählt. Gerade mal Spiele wie "Fahnen-Wirrwarr" oder "Kanonen-Krise", bei denen die Zocker entweder abwechselnd an der Reihe sind oder bei denen es gilt, am längsten durchzuhalten, können länger andauern.

Geniale Steuerung

Ein Prunkstück ist, wie Nintendo es geschafft hat, Spiele mit gänzlich unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten ins Paket zu integrieren. Während viele Titel mit den Steuertasten absolviert werden, finden sich auch Games, die ganz anders funktionieren. Bei der "Kanonen-Krise" pustet man ins Mikro und damit Gegner vom Spielfeld, beim "Kugelwilli-Rennen" neigt man das Handheld nach links und rechts um auf der Strecke zu bleiben und bei "Bowsers Grimassen" knipst man mit der Kamera ein Bild von sich um Bowser nachzuahmen.

Alle Game Reviews in der Übersicht!

Die Abwechslung durch Stimm-, Pust-, Bewegungs-, Touchpen- und Kamera-Steuerung macht richtig viel Spaß, vor allem in einer Runde mit Freunden. Das ist auch das Herzstück des Titels und hebt den Spielspaß, der schon als Singleplayer recht hoch ist, noch einmal ganz gewaltig. Übrigens ist Nintendo der Multiplayer-Modus richtig gut gelungen: es gibt kaum Wartezeiten, keine Ruckler und keine Verbindungsprobleme.

Vier Zusatzmodi

Wer vom Hauptteil genug hat (wird man nicht so schnell haben), dem stehen noch vier zusätzliche Modi zur Verfügung. Bei den "Turnieren" wählen die Mitspieler ihre Minispiel-Lieblingspakete aus und ringen dann darum, drei der fünf Runden zu gewinnen. Beim "Dekathlon" zählt die höchste Punktzahl und die Spieler können sich entweder in fünf oder zehn Minispielen wie Weitsprung oder dem Blasrohr-Pfeilschießen "Pustebude" messen.

Die "Minispiel-Inseln" bestreitet man alleine. Hier tritt man gegen Computer-Gegner an, es ist quasi der "Einzelspielermodus" des Titels. Lustig ist es zwar, sich durch die vier Welten zu schlagen, um so die übrigen Minispiele freizuschalten. Das Spiel mit menschlichen Kollegen bevorzugen wir dann aber doch um Welten.

Unser Favorit ist letztlich das "Minispiel-Match". Hier startet man mit bis zu drei Mitspielern in einem Brettspielmodus in einer festgelegten Anzahl von Runden. Jeder Spieler würfelt und kann sich mit der Augenzahl Felder fortbewegen. Punkte sammelt man durch das Sammeln von Münzen und Sternen, wahnwitzig wird es aber mit Sonderfunktionen wie dem Platztausch oder fiesen kleinen Helfern, die Gegnern die Punkte stehlen.

Zwischendrin werden immer wieder auch Minispiele eingestreut, um Zusatzpunkte zu sammeln. Es ist fast so wie eine verschärfte Version von "Mensch ärgere dich nicht", nur weitaus verrückter, schneller und abwechslungsreicher sowie mit einer gehörigen Portion Zufall versehen. Auch, weil es einfach nicht so ernst zugeht und das Glück eine große Rolle spielt. Ins "Minispiel-Match" haben wir uns persönlich verliebt und könnten stundenlang Partie um Partie zocken.

Fazit: fast perfekte Party

Nach so viel Jubel müssen wir aber auch ein paar kritische Punkte zu der "Mario Party"-Sammlung anmerken. Zum einen ist das die schmale Charakterauswahl, bei der wir nur in die Rolle von einem aus acht Nintendo-Figuren (Mario, Luigi, Peach, Yoshi, Waluigi, Daisy, Wario und Rosalina) schlüpfen dürfen. Warum nicht eine Auswahl, wie sie das neue Mario Kart bietet? Und: mehr als ein Spielbrett beim "Minispiel-Match" sowie eine Story oder eine komplexere Verbandelung der Minigames in den übrigen Modi hätte dem Titel die Krone aufgesetzt.

Glänzen können dafür die zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten vom wilden Pusten ins bis zum Drehen des Handhelds. Dass es neben den neuen Steuerungsmöglichkeiten nicht auch jede Menge neue Spiele gibt, sehen wir aber neutral, "The Top 100" ist schließlich eine Sammlung der besten Minigames. Und die machen ganz besonders Spaß, wenn man menschliche Mitspieler hat. Einen Wunsch hätten wir am Ende aber noch: dass Nintendo sehr bald eine Switch-Version nachreicht.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.