Steredenn: Binary Stars im Test

11. März 2018 16:41; Akt: 11.03.2018 16:43 Print

Das Kind von Roguelike und Shoot 'em Up

von Lukas Urban - Dieses Indie-Game kombiniert hektische Shoot ’em Up-Action mit knallharten Bossen und vielen Upgrades.

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Das Prinzip von Steredenn: Binary Stars ist eigentlich sehr einfach: Auf alles was sich bewegt ballern und dabei nicht von den gegnerischen Projektilen getroffen werden. Shoot em Up eben. Das ist alles andere als einfach, denn die gegnerischen Raumschiffe ballern unaufhörlich auf das eigene Vehikel ein. Das Besondere an Steredenn: Binary Stars ist, dass die insgesamt sieben Level bei jedem Anlauf neu prozedural generiert werden. Dazu gehören Hindernisse, Gegner, Power-Ups und sämtliche anderen Aspekte. Es ist also nicht möglich, die Umgebungen auswendig zu lernen und lediglich ein abgespeichertes Programm abzuspulen. Wenigstens gibt es einen Anhaltspunkt: Die Gegner folgen immer ihren eigenen charakteristischen Mustern. Das gilt zum Teil auch für die Bossgegner, die jedes Level abschließen. Zum Teil, weil sie mehrere Verhalten haben, die durchrotiert werden. Das heißt, dass sich Kämpfe gegen Bosse in jedem Fall drastisch unterscheiden - auch wenn es sich eigentlich um denselben Gegner handelt. Komplett ohne Hilfe steht man nicht da. Nach jedem erfolgreich besiegten Boss wird die Lebensenergie aufgefüllt und man darf ein Upgrade wählen, mit dem die Waffe des kleinen Raumschiffs (fünf verschiedene sind spielbar) verändert oder etwa ein Schild aufgebaut wird. Auch die Streuung dieser Hilfen ist zufällig - also nicht berechenbar. Neben dem normalen Modus bietet Steredenn: Binary Stars einen Arcade-Modus für die gepflegte Punktejagd und einen lokalen Koop-Modus, in dem sich zwei Schiffe mit vier Waffen eine Lebensleiste teilen. Gute Koordination ist hier Pflicht. Darüber hinaus liegt der Fokus beim Boss Rush-Modus ganz auf den namensgebenden Bossen und bei den täglichen Runs ziehen alle mit den gleichen Waffen gegen die gleichen Gegner und Bosse ins Gefecht. Dabei ist die Zahl der täglichen Versuche aber auf einen beschränkt. Zusätzlich können Spieler in der Arena auch noch Eins-gegen-Eins-Duellen gegeneinander antreten. Der Pixel-Look von Steredenn: Binary Stars ist grob, aber liebevoll umgesetzt. Die Raumschiffe sind nett animiert und statt der Leere des Weltalls zeigen die Hintergründe subtil animierte Space-Nebel, Planeten und Asteroidenfelder. Es spricht für Steredenn: Binary Stars, dass man selbst nach einer bitteren Niederlage, bei der man gemäß dem Permadeath-Prinzip alle Errungenschaften verliert, sofort den nächsten Versuch starten will.

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Das Prinzip von Steredenn: Binary Stars ist eigentlich sehr einfach: Auf alles was sich bewegt ballern und dabei nicht von den gegnerischen Projektilen getroffen werden. Shoot ’em Up eben. Das ist alles andere als einfach, denn die gegnerischen Raumschiffe ballern unaufhörlich auf das eigene Vehikel ein. Steredenn erschien ursprünglich für PlayStation 4, Xbox One, Windows, Linux, Mac und Smartphones. Jetzt ist eine erweiterte Fassung für Nintendo Switch erhältlich.

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Das Besondere an Steredenn: Binary Stars ist, dass die insgesamt sieben Level bei jedem Anlauf neu prozedural generiert werden. Dazu gehören Hindernisse, Gegner, Power-Ups und sämtliche anderen Aspekte. Es ist also nicht möglich, die Umgebungen auswendig zu lernen und lediglich ein abgespeichertes Programm abzuspulen. Wenigstens gibt es einen Anhaltspunkt: Die Gegner folgen immer ihren eigenen charakteristischen Mustern.

Das gilt zum Teil auch für die Bossgegner, die jedes Level abschließen. Zum Teil, weil sie mehrere Verhalten haben, die durchrotiert werden. Das heißt, dass sich Kämpfe gegen Bosse in jedem Fall drastisch unterscheiden – auch wenn es sich eigentlich um denselben Gegner handelt. Ganz in der Tradition von Roguelike-Games gehört der Tod aber zum Spielprinzip. Von Versuch zu Versuch arbeitet man am eigenen Können, um irgendwann das Ziel zu erreichen.

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Unberechenbare Upgrades

Komplett ohne Hilfe steht man aber nicht da. Nach jedem erfolgreich besiegten Boss wird die Lebensenergie aufgefüllt und man darf ein Upgrade wählen, mit dem die Waffe des kleinen Raumschiffs (fünf verschiedene sind spielbar) verändert oder etwa ein Schild aufgebaut wird. Auch die Streuung dieser Hilfen ist zufällig – also nicht berechenbar.

Aus diesem Grund können verschiedene Runs auch komplett vom persönlichen Können unterschiedlich ausgehen. Einmal hat man Glück mit besonders starken Upgrades und günstig platzierten Feinden, dann wieder Pech mit schwächeren Pickups und "unfairen" Gegnern. Insgesamt sorgen 42 Waffen und 30 Upgrades für Abwechslung.

Arcade, Koop und Boss-Rush

Neben dem normalen Modus bietet Steredenn: Binary Stars einen Arcade-Modus für die gepflegte Punktejagd und einen lokalen Koop-Modus, in dem sich zwei Schiffe mit vier Waffen eine Lebensleiste teilen. Gute Koordination ist hier Pflicht.

Darüber hinaus liegt der Fokus beim Boss Rush-Modus ganz auf den namensgebenden Bossen und bei den täglichen Runs ziehen alle mit den gleichen Waffen gegen die gleichen Gegner und Bosse ins Gefecht. Dabei ist die Zahl der täglichen Versuche aber auf einen beschränkt. Zusätzlich können Spieler in der Arena auch noch Eins-gegen-Eins-Duellen gegeneinander antreten.

Grobe Pixel, fette Tunes

Der Pixel-Look von Steredenn: Binary Stars ist grob, aber liebevoll umgesetzt. Die Raumschiffe sind nett animiert und statt der Leere des Weltalls zeigen die Hintergründe subtil animierte Space-Nebel, Planeten und Asteroidenfelder.

Hinzu kommt der rockige und energetische Soundtrack, der für diese Version noch einmal ausgebaut wurde. Die treibenden Melodien passen perfekt zu hektischen Missionen, bei denen man Schiffe in der Form von fliegenden Kettensägen in schönen Pixel-Explosionen aufgehen lässt.

Fazit: Nur noch eine Runde

Es spricht für Steredenn: Binary Stars, dass man selbst nach einer bitteren Niederlage, bei der man gemäß dem Permadeath-Prinzip alle Errungenschaften verliert, sofort den nächsten Versuch starten will. Das Game erfordert eine gewisse Frustresistenz, belohnt aber mit extrem befriedigenden Erfolgserlebnissen, wenn man sich auf das knifflige Bullethell-Gameplay einlässt.

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