Game Review

01. Januar 2018 15:57; Akt: 01.01.2018 15:57 Print

The Elder Scrolls V: Skyrim VR im Test

Noch kein VR-Titel bisher kommt auch nur in die Nähe der Spieldauer von The Elder Scrolls V: Skyrim VR. Wer es mag, braucht lange nichts anderes.

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Besonders ist bei Skyrim VR, dass es sich nicht um ein eigens für die PSVR entwickeltes Spiel handelt, sondern das gesamte Hauptspiel samt den Erweiterungen Dawnguard, Hearthstone und Dragonborn in VR spielbar macht. Grafisch wurden dabei viele Umgebungstexturen aufgefrischt. An eine Hochglanz-PC-Fassung kommt die VR-Version zwar nicht heran, trotz veralteter Grafik und VR-Einbußen passt das Ambiente aber noch immer wie das Schwert in den Drachen. Es nervt allerdings etwas, dass sich die verschiedenen Anzeige-Balken nicht neu anordnen lassen. So verdecken sie immer wieder mal wichtige Items oder Gegner und irritieren in der sonst so immersiven Erfahrung. Hier könnte ein Patch aushelfen. Pluspunkte gibt es für die Steuerung. Am normalen Dualshock-Controller lässt sich eine flüssige oder stufenweise Drehung, letztere noch einmal nachjustierbar, einstellen. Nutzt man dagegen die Move-Controller, bekommt man die Möglichkeit, sich per Teleport fortzubewegen - aber auch die herkömmliche Lauf-Fortbewegung ist hier nutzbar. Trotz grafischer Schwächen schafft es die VR-Version eindrucksvoll, ein viel tiefergehendes Spielgefühl zu vermitteln. Kämpfe wirken durch die neue Perspektive actiongeladener und bedrohlicher. Wir können nur die Move-Controller empfehlen, da sie als "Hände" im Spiel fungieren und es viel immersiver ist, mit ihnen Zauber zu bewirken oder Schwert und Schild zu schwingen. Besonders spektakulär: Das Anlegen und Spannen eines Bogens, um einen Pfeil abzufeuern. Ein gewaltiges Argument für den Griff zu Skyrim VR stellt die Spieldauer da. Vereinfacht gesagt: Wer den Titel mag, der braucht sich für Monate oder Jahre keinen anderen zulegen. Da es sich um das komplette Hauptspiel samt allen Erweiterungen handelt, verbringt man auch hier 500 Spielstunden und aufwärts beim Zocken. Grafik- und Steuer-Problemchen in allen Ehren, in beiden Punkten merkt man Bethesda auch die Liebe zu den kleinsten Details an. Im Großteil der Fälle hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Spielerfahrung für den VR-Gamer so intuitiv und zugänglich wie möglich machen kann. Erstmals schleudert man wirklich durch die Bewegungen der Move-Controller selbst Zauber auf die Gegner oder wehrt sich mit dem Schwert gegen Monster. Und alleine das ist für uns Grund genug, noch einmal Dutzende Stunden im Skyrim-Universum zu verbringen.

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Auch nach der Special Edition brennt das Feuer namens The Elder Scrolls V: Skyrim noch immer und derzeit wieder extrem heiß. Grund dafür ist Skyrim VR, für die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR erschienen, aber auch mit einer Version für die Nintendo Switch. Die Game-Details der Konsolen- und PC-Fassung haben wir bereits in einem eigenen Testbericht behandelt. Doch wie schlägt sich Skyrim in der virtuellen Realität?

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Besonders ist bei Skyrim VR, dass es sich nicht um ein eigens für die PSVR entwickeltes Spiel handelt, sondern das gesamte Hauptspiel samt den Erweiterungen Dawnguard, Hearthstone und Dragonborn in VR spielbar macht. Grafisch wurden dabei viele Umgebungstexturen aufgefrischt. An eine Hochglanz-PC-Fassung kommt die VR-Version zwar nicht heran, trotz veralteter Grafik und VR-Einbußen passt das Ambiente aber noch immer wie das Schwert in den Drachen.

Einbußen muss man nicht nur bei der Darstellung von Pflanzen, Tieren und Gegnern hinnehmen, auch die Sichtweite ist begrenzt. Toll gemacht wurde dagegen die Kameraperspektive, die flüssig und einwandfrei rüberkommt und sogar mehr Spaß macht, als wenn man sich am PC oder auf der Konsole in der Welt von Skyrim umsieht. Modifikationen lassen sich allerdings in der VR-Version keine verwenden.

Tiefergehendes Spielgefühl

Trotz grafischer Schwächen schafft es die VR-Version eindrucksvoll, ein viel tiefergehendes Spielgefühl zu vermitteln. Kämpfe wirken durch die neue Perspektive actiongeladener und bedrohlicher und beim Durchstreifen von Höhlen fühlt man sich zeitweise wirklich in die Fantasy-Welt versetzt. Und dabei wird, wie der Test zeigte, kaum einem Spieler schwindelig, dem sonst die VR-Spielweise nicht allzu gut bekommt.

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Weitere Pluspunkte gibt es für die Steuerung. Am normalen Dualshock-Controller lässt sich eine flüssige oder stufenweise Drehung, letztere noch einmal nachjustierbar, einstellen. Nutzt man dagegen die Move-Controller, bekommt man die Möglichkeit, sich per Teleport fortzubewegen – aber auch die herkömmliche Lauf-Fortbewegung ist hier nutzbar. Wir können nur die Move-Controller empfehlen, da sie als "Hände" im Spiel fungieren und es viel immersiver ist, mit ihnen Zauber zu bewirken oder Schwert und Schild zu schwingen.

Steuerung will gelernt werden

Besonders spektakulär: Das Anlegen und Spannen eines Bogens, um einen Pfeil abzufeuern. Einen Nachteil hat man aber, nämlich jenen, dass die Steuerung nur schwer ins Blut übergeht und Ausweichmanöver anfangs eine Qual sein können. Bei beiden Steuerungsvarianten nervt allerdings etwas, dass sich die verschiedenen Anzeige-Balken nicht neu anordnen lassen. So verdecken sie immer wieder mal wichtige Items oder Gegner und irritieren in der sonst so immersiven Erfahrung. Hier könnte ein Patch aushelfen.

Ein gewaltiges Argument für den Griff zu Skyrim VR stellt die Spieldauer da. Vereinfacht gesagt: Wer den Titel mag, der braucht sich für Monate oder Jahre keinen anderen zulegen. Da es sich um das komplette Hauptspiel samt allen Erweiterungen handelt, verbringt man auch hier 500 Spielstunden und aufwärts beim Zocken, ohne dass die Faszination Skyrim langweilig werden würde. Damit kann bisher kein einziges anderes VR-Spiel mithalten.

Fazit: Funktioniert auch in VR

Grafik- und Steuer-Problemchen in allen Ehren, in beiden Punkten merkt man Bethesda auch die Liebe zu den kleinsten Details an. Im Großteil der Fälle hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Spielerfahrung für den VR-Gamer so intuitiv und zugänglich wie möglich machen kann. Zudem ist kein Fehler dabei, der sich nicht mit einem Patch ausbügeln lassen könnte. Und bleibt Bethesda der Philosophie treu, das Ohr am Spieler zu haben, wird sich wohl auch in der VR-Version noch einiges tun.

Doch nicht nur Skyrim-Neulinge mit VR-Ambitionen können bedenkenlos zugreifen, auch für Veteranen lockt Skyrim VR mit einer gänzlich neuen Spielerfahrung. Erstmals schleudert man wirklich durch die Bewegungen der Move-Controller selbst Zauber auf die Gegner oder wehrt sich mit dem Schwert gegen Monster. Und alleine das ist für uns Grund genug, noch einmal Dutzende Stunden im Skyrim-Universum zu verbringen.

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(rfi)

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