Spiel-Störung

28. Dezember 2017 19:53; Akt: 28.12.2017 19:55 Print

Videospielsucht wird als Krankheit anerkannt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO klassifiziert Videospielsucht erstmals als Krankheit. 2018 soll die Einstufung offiziell werden.

Videogames sind ein schöner Zeitvertreib. Allerdings können sie auch krank machen (Bild: Reuters)

Videogames sind ein schöner Zeitvertreib. Allerdings können sie auch krank machen (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Du bist süchtig nach Videogames" - diese Äußerung dürften schon viele gehört haben, die sich gerne und ausgiebig mit Videospielen vergnügen. Was bislang lediglich eine persönliche Einschätzung war, kann künftig eine echte Diagnose sein: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Videospielsucht erstmals als Krankheit anerkannt.

Umfrage
Auf welcher Plattform zocken Sie?
50 %
11 %
6 %
23 %
3 %
7 %
Insgesamt 3984 Teilnehmer

In einem Entwurf der neuen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (IDC) führt die WHO Videospielsucht als Krankheit. Die jetzt als Entwurf vorliegende Version 11 des weltweit anerkannten Klassifikationssystems soll im Mai 2018 offiziell verabschiedet werden.

Das meint die Diagnose

Videospielsucht wird als ein Muster anhaltenden oder wiederkehrenden Spielverhaltens eingestuft, das über das Internet oder offline auftreten kann. Dabei wird die Kontrolle verloren (etwa Beginn, Häufigkeit, Intensität, Dauer, Beendigung, Kontext) und das Spielen nimmt eine Priorität ein, die einschränkend für andere Aspekte des Lebens wirkt. Selbst bei negativen Effekten wird das Spielen weiterhin betrieben.

Das Verhaltensmuster ist laut WHO so schwerwiegend, dass es in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen zu erheblichen Beeinträchtigungen kommt. Das Muster des Spielverhaltens kann kontinuierlich oder episodisch und wiederkehrend sein.

Als süchtig gilt man als Betroffener, wenn das Spielverhalten und andere Merkmale über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten sichtbar sind. Die erforderliche Dauer kann verkürzt werden, wenn alle diagnostischen Anforderungen erfüllt und die Symptome schwerwiegend sind.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Themen
Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 28.12.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Desaströs

    Ja, auch die WHO ist wohl spielsüchtig, statt wirklich auf ihre Aufgabe konzentriert....

  • Schukraid am 28.12.2017 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ija

    so ab jetz sind alle krank weil zocken tun ja sogut wie alle weil handy und so.... ich finde zocken immernoch pc oder konsole die minigames am handy wo man nur paar klötschen verschiebt ist kein zocken sonst wären nämlich 95% der menscheit mit smartphone plötzlich gamer

  • Dace am 29.12.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Dace

    Ich hab mehrere Stunden in wow investiert bin ich süchtig? Nö find ich nicht so lange alles im Griff habe und meine leben selber kontrollieren tue ist alles ok.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dace am 29.12.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Dace

    Ich hab mehrere Stunden in wow investiert bin ich süchtig? Nö find ich nicht so lange alles im Griff habe und meine leben selber kontrollieren tue ist alles ok.

  • Schukraid am 28.12.2017 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ija

    so ab jetz sind alle krank weil zocken tun ja sogut wie alle weil handy und so.... ich finde zocken immernoch pc oder konsole die minigames am handy wo man nur paar klötschen verschiebt ist kein zocken sonst wären nämlich 95% der menscheit mit smartphone plötzlich gamer

  • Hubert Huber am 28.12.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Desaströs

    Ja, auch die WHO ist wohl spielsüchtig, statt wirklich auf ihre Aufgabe konzentriert....