Willkommen in Suplex City

12. Oktober 2016 09:59; Akt: 28.10.2016 03:43 Print

WWE 2K17 im Test: Zwischen Genie und Wahnsinn

Mit WWE 2K17 bringt uns 2K den jährlichen Wrestling-Titel in die Wohnzimmer. Mit Brock Lesnar als Cover-Star und dem überall präsenten Suplex City-Branding bewegt sich der neue Titel stark zwischen Genie und Wahnsinn. Wir haben das neue WWE-Game auf Herz und Nieren getestet und klären euch über Stärken und Schwächen auf.

 (Bild: 2K)

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Mit WWE 2K17 bringt uns und dem überall präsenten Suplex City-Branding bewegt sich der neue Titel stark zwischen Genie und Wahnsinn. Wir haben das neue WWE-Game auf Herz und Nieren getestet und klären euch über Stärken und Schwächen auf.


Gleich einmal vorweg: Online-Zocker müssen sich ein wenig in Geduld üben, denn ohne den Day-One-Patch mit satten 12 Gigabyte geht da nichts. Auch die Server-Auslastung lässt nicht unbedingt einen schnellen Download zu. Daher beschränkt sich auch unser Test für den Moment einmal auf die Offline-Features. Auch im Spiel selbst ist oft Warten angesagt, denn die Ladezeiten zwischen einzelnen Sequenzen sind schon ziemlich lange.

Optisch hat sich im Gegensatz zum Vorgänger einiges getan. Die Abläufe im Ring wirken runder und besser abgestimmt. Auch die Charaktere und ihre Einmärsche sind den echten Wrestling-Stars schon sehr real nachempfunden. Das Publikum wirkt dynamischer und fiebert bei den Moves der Superstars besser mit.

Mit Goldberg wurde eine WCW-Legende mit ins Boot geholt, der ist allerdings nur für die Vorbesteller spielbar.

Große Auswahl an Superstars

Der Roster an Superstars wurde weiter aufgestockt und man kann sich mit mehr Charakteren als je zuvor in allen möglichen Matches prügeln. Im Gameplay hat sich allerdings leider nicht sehr viel getan. Die Bewegungs- und Kollisionsengine wirkt doch teilweise fehlerhaft. Wenn man über diese Schwächen hinweg sieht, dann darf man sich auch über das neue Feature des Backstage-Brawlings freuen. Mit gefinkelten Aktionen kann man seine Gegner mit Umgebungs-Finishern total außer Gefecht setzen. Ein tolles Zuckerl, aber auch nicht wirklich mehr.

Was uns ebenfalls nicht wirklich gefällt ist, dass WWE 2K17 zu sehr in der Vergangenheit lebt. Sehr viele aktuelle Geschehnisse, wie zum Beispiel der Brand Split, werden nicht berücksichtigt. Somit müssen wir uns mit den alten Designs rumschlagen. Das ist zwar für Gelegenheits-Zocker sicherlich nicht allzu wichtig, aber wirklichen WWE-Freaks fällt das schon unangenehm auf.

MyCareer statt Showcase

Einen Showcase-Modus, wo man ältere Storylines nachspielen kann, gibt es dieses Mal nicht, man hat sich dieses Jahr auf den MyCareer-Modus spezialisiert. Den haben wir uns natürlich gleich genauer angesehen.

Mit dem etwas unübersichtlichen Creator muss man sich anfänglich schon einmal ein wenig herumplagen, wenn man das System aber kapiert hat, sind eurem Wunsch-Charakter keinerlei Grenzen gesetzt.

Neu ist die Promo-Engine, mit der man durch seine Aussagen gegenüber anderen Wrestlern oder dem Publikum seinen Status als Face oder Heel bekräftigt. Das Feature wurde leider nicht zur Gänze ausgereizt, denn die Promos sind nur durch Textzeilen gestützt, zu denen der Charakter seine Lippen bewegt. Das ist ein ziemlicher Stimmungskiller und wirkt an manchen Stellen echt komisch.

Es bleiben gemischte Gefühle

Man arbeitet sich vom Performance-Center über NXT in die WWE und versucht um Gold zu kämpfen. Dabei verdient man sich auch virtuelle Kohle, mit der man neue Finisher oder Fähigkeiten freischalten kann. An den MyCareer-Modus von NBA 2K17 kommt das Spiel aber leider bei weitem nicht heran.

Wir bewerten WWE 2K17 mit gemischten Gefühlen. Als absolute Wrestling-Fans hätten wir uns ein wenig mehr Weiterentwicklung und Innovation vom neuen Titel erhofft. Teilweise erinnert das Game an ein optisch ein wenig überarbeitetes Vorgängermodell. Dennoch macht es unheimlichen Spaß wieder in den Ring zu steigen und besonders mit seinem eigens erstellten Wrestler die Gegner aufzumischen.