55-Jährige beschuldigte Flüchtling

Vergewaltigung auf Facebook erfunden: 8 Jahre Haft drohen

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Vor wenigen Tagen machte auf Facebook tausendfach eine Meldung die Runde, dass eine 17-Jährige durch einen Asylwerber in Mühldorf am Inn (Bayern) brutal vergewaltigt worden sein soll. Die Frau musste notoperiert werden, die Polizei schweige zu dem Vorfall, so der Text. Als Verfasserin wurde eine 55-Jährige ausgeforscht, sie soll die Tat frei erfunden haben, um gegen Flüchtlinge zu hetzen.

Gegen die 55-jährige Verfasserin der Meldung ermitteln die Strafverfolgungsbehörden jetzt wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat (bis zu drei Jahre Haft) und der Volksverhetzung (bis zu 5 Jahre Haft). Auf Facebook kursierte ihre Meldung, wonach eine 17-Jährige in Mühldorf auf äußerst brutale Art vergewaltigt worden wäre und deshalb notoperiert werden musste. Bei dem Täter handle es sich um einen Asylbewerber, die Behörden würden den Fall verschleiern.

Die Polizei-Überprüfungen ergaben schnell, dass dieser Fall niemals passiert ist. Noch am selben Tag wurden Ermittlungen zur Identifizierung der Person eingeleitet, welche diese Falschmeldung verfasste. Inzwischen steht fest, dass eine 55 Jahre alte Frau aus dem niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn dafür verantwortlich ist, so die Polizei.

BILDER DES TAGES

24.02.2017: Ein Berg Garnelen
24.02.2017: Wieviele Garnelen schon durch die Hände von Benedito gegangen sind, weiß niemand. Unzählige sicherlich, betreibt der 66-Jährige doch eine Rösterei in Corumbau (Brasilien).

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