Diablo III Multimedia

Das Online-Spiel mit der Offline-Experience

Diablo III Server Error

Diablo III Server Error

So sieht der Launch des Jahrzehnts für Millionen Spieler weltweit aus...

Wer 13 Jahre wartet, kann es schon noch ein bisschen länger aushalten. Das dachte sich wohl der Spätdienst des europäischen Blizzard-Departements als er seine spät-abendliche Checkliste durchging: "Licht abschalten, Türe zusperren, Diablo III Server hochfahren..." Nun, ganz so wird es sich wohl nicht zugetragen haben, als am Abend des 14. auf 15. Mai um Mitternacht der Startschuss zum heißersehnten Hack&Slay-Spiel Diablo III fiel, doch es fällt eingefleischten Blizzard-Fans schon schwer die Contenance zu bewahren, wenn um 00:30 immer noch keine Charakterauswahl in Sicht ist, sondern eine unbeeindruckte "Error 37"-Meldung den Bildschirm ziert.

Überlastet
Seitens Blizzard kommentiert man diesen Umstand mit einem trockenen "Die Server sind überlastet" - "...und NIEMAND hat damit gerechnet" wäre noch hinzuzufügen gewesen, angesichts der 2 Millionen Annual-Pass Besitzer, Vorbestellungs-Rekorden bei Onlinehändlern, und dem wahrscheinlich gewichtigsten Produktstart der jungen Unterhaltungselektronik-Geschichte. Man könnte nun argumentieren, dass es doch ganz normal sei, wenn Server unter einer derartigen Last zusammenbrechen. Einem Unternehmen wie Blizzard, das Erfolge im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert, und das auf eine mehr als 10-jährige Erfahrung im Betrieb von Spieleservern auf der ganzen Welt zurückblicken kann, hätte man aber doch ein wenig mehr zugetraut.

Onlinezwang für Offlinespiel
Erschwerend kommt noch hinzu, dass Diablo III wie seine Vorgänger ja eigentlich als Einzelspieler-Erfahrung mit Online-Kooperationsmöglichkeit konzipiert wurde. Wenn man möchte, kann man alle Diablo Spiele allein, ohne die Hilfe anderer, komplett durchspielen. "Aber wer möchte das schon?" dachten sich die Kalifornier, und führten den Online-Zwang, dem schon StarCraft II unterlag auch gleich für dieses Spiel ein. Damit schuf man nicht nur eine unüberwindbare Hürde für Raubkopierer, sondern auch eine Kontrollinstanz gegen Cheater und andere Störenfriede. Auf der anderen Seite jedoch auch eine Einstiegshürde für Offline- und Alleinspieler, die sonst nicht auf die Dienste des Battle.NET zurückgreifen würden.

Kommerzieller Erfolg sicher
Trotz all dieser offensichtlichen selbstauferlegten Stolpersteine steht außer Zweifel, dass Diablo III einen Start hinlegen wird, den sich die Konkurrenz nicht einmal in ihren kühnsten Träumen herbei zu sinnen vermag. Schon Tage vor dem Launch war das hauseigene Konkurrenzprodukt WoW:Cataclysm von der Spitze der ewigen Bestenliste der Amazon-Vorbestellungen verdrängt, am Erscheinungstag das Spiel bereits weltweit restlos vergriffen. Inoffizielle Hochrechnungen gehen von 4-5 Millionen verkauften Einheiten am ersten Tag aus. Mit den Einnahmen schafft es Blizzard vielleicht beim nächsten Produktstart eine Infrastruktur bereitzustellen, die den Anforderungen der Fans gerecht wird. Sonst heißt es mal wieder: Warten und weiter versuchen...


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