Nach "Heute"-Bericht Multimedia

Tierschützer forschen den Hundemörder aus

Ein Video von einer Tierquälerei schockt Facebook-Nutzer

Ein Video von einer Tierquälerei schockt Facebook-Nutzer

Ein Video von einer Tierquälerei schockt Facebook-Nutzer

Ein Video von einer Tierquälerei schockt Facebook-Nutzer

Empört zeigten sich zahlreiche User über ein Video, das derzeit auf Facebook kursiert. Das schockierende Bildmaterial zeigt, wie ein Hund  offensichtlich erst gequält und dann von einem Hausdach in den Tod geworfen wird. Trotz der Beschwerden weigert Facebook sich jedoch, das Video zu löschen. Die Proteste werden nach dem "Heute"-Bericht immer lauter. Erster Erfolg: Der Tiermörder konnte ausgeforscht werden, zeigt jedoch keine Reue.

Zuallererst: Die Echtheit des Videos beziehungsweise der Entstehungszeitpunkt können nicht zweifelsfrei bestimmt werden. Während behauptet wird, dass Tierquäler mit dem Video im Netz prahlen uns sich darüber amüsieren, wie der Mann den Hund am Schwanz zieht und vom Dach wirft, wonach das Tier verendet, setzen es offenbar ebenso Tierschützer ein, die damit zu Gewalt gegen Tierhasser aufrufen.

Viele österreichische Nutzer sind deswegen empört - nicht nur über den Inhalt des Videos, sondern dass das Video überhaupt auf Facebook kursiert. "Obwohl das Video hochgeladen wurde, um die Entrüstung über diese Tat kundzutun und nicht, um sich daran 'aufzugeilen', sind viele der Meinung, dass das Video - welches öffentlich jedermann zugänglich ist - nichts auf der Plattform bzw. im Internet zu suchen hat", schreibt eine Userin der "Heute"-Redaktion per Mail.

Video soll gemeldet werden
Zahlreiche User meldeten das Video bereits über den entsprechenden Button dem Netzwerk mit dem Hinweis, dass es "drastische Gewalt" beinhalte. Facebook selbst lässt der Protest jedoch kalt: User-Meldungen werden mit dem Hinweis beantwortet, dass das Video "sorgsam geprüft" wurde, aber nicht festgestellt wurde, dass es gegen die "Gemeinschaftsstandards" verstoße und deswegen nicht gelöscht werde.

Nutzer werden nun gebeten, sich nicht an der Weiterverbreitung des Videos durch Kommentare egal welcher Art oder der "Teilen"-Funktion zu beteiligen. Wer das Video im Netzwerk entdeckt, solle es über die "Video melden"-Funktion unter dem Film an Facebook melden. "Alle Proteste und Anschreiben wurden bis jetzt ignoriert. Wir sind empört! Man sollte solch einer Gewaltdarstellung keine Bühne schaffen!", schreibt die "Heute"-Leserin.

Hinweis: Um das der Redaktion vorliegende Video nicht weiterzuverbreiten, verzichten wir bewusst auf die Veröffentlichung des Videos. Wir bitten unsere Leser, es auch auf Facebook nicht weiterzuverbreiten.


Update 16. April: Nachdem zahlreiche Medien den "Heute"-Bericht über das Schockvideo aufgegriffen haben, schaltete sich nun auch der Wiener Tierschutzverein ein. Der Tierschutzverein fordert in einer Aussendung die gnadenlose Verfolgung und Sanktionierung der Gewalt an Tieren: "Jugendliche! Setzt ein Zeichen für den Tierschutz und löscht aus eurem Facebook-Bekanntenkreis jene, die solche brutalen Aufnahmen weiterverbreiten, posten oder like-en!" Auch die Tierrechtsorganisation "Peta" verurteilte das Vorgehen.


Update 17. April: Die Jagd war ein Krimi: Weltweit forschten Tierschützer, wer den unerträglichen Clip hochgeladen hatte. In Ägypten wurde man schließlich fündig: ein anonymer User in einem Vorort von Kairo. Eine Aktivistin begann daraufhin, mit dem Unbekannten online zu flirten – und er gab ihr Nummer und Namen. Der Täter war entlarvt!

Veterinär Ahmed H. zwang den jungen Mann zu einem Treffen. Dabei zeigte ihm der Arbeitslose das Dach, über das er den Hund gezerrt und dann in die Tiefe geschleudert hatte. "Er lebte noch mit gebrochenem Kiefer, starb aber später", so der kalte Kommentar.

Täter zeigt keine Reue
Die üble Rechtfertigung des Quälers: Der Vierbeiner habe einmal gebissen und war nicht reinrassig. Das Video habe ein Freund aus Spaß gemacht. Der Täter zeigte indes nicht die geringste Reue: "Ich habe das auch schon mit anderen Hunden gemacht – sie aber nur aus dem ersten Stock geworfen."

Jetzt zittert der Sadist: Aktivisten haben damit gedroht, seine Daten im Internet zu veröffentlichen (zudem gab es schon etliche Mordaufrufe). Dem Mann ist das Handwerk gelegt, doch die österreichische Internet-Gemeinde ist weiter entsetzt, dass Facebook das brutale Video noch immer nicht vom Netz genommen hat. Argument: "Keine Gewalt."


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