Langstreckenrennen

11. Juli 2018 08:20; Akt: 11.07.2018 08:20 Print

24 Stunden mit dem Smartphone in Le Mans

Um zu testen, was das P20 Pro drauf hat, hat Huawei einige Journalisten nach Frankreich eingeladen. Das Handy schlägt sich in extremis besser als gedacht.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Zuschauer sind bereit für das Rennen in der Stadt Le Mans im Südwesten von Paris, das einen ganzen Tag und eine ganze Nacht dauert. Entlang der Rennstrecke sorgen verschiedene Tribünen dafür, dass alle angereisten Zuschauer einen guten Blick auf das Geschehen haben. Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist eines der bekanntesten im Motorsport und wurde 1923 zum ersten Mal ausgetragen. Die teilnehmenden Fahrzeuge werden in vier verschiedene Klassen eingeteilt. Zwei davon sind für Rennsport-Prototypen und zwei für Gran-Turismo-Fahrzeuge, also für gut motorisierte und für Langstrecken-Rennen optimierte Sportwagen gedacht. Bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 340 km/h wird den Fahrern alles abverlangt. Die Regeln für das Rennen sind relativ einfach. Die Fahrer dürfen sich abwechseln und das Auto darf repariert werden. Wenn das Auto hingegen so demoliert wird, dass es nicht mehr auf die Strasse kann, scheidet das Team aus. Das Renngeschehen mit dem Handy zu dokumentieren, gestaltet sich als anspruchsvoll. Denn kaum hat man auf den Auslöser gedrückt, sind die Autos schon wieder weg. So muss man bereits, wenn man erahnt, dass der Wagen gleich durch den Bildausschnitt flitzen wird, abdrücken, um ihn zu erwischen. Aus Sicherheitsgründen ist die gesamte Rennstrecke von Betonmauern und Zäunen umgeben. An vielen Stellen müssen die Zuschauer das Rennen also durch ein Gitter hindurch mitverfolgen. Hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor die Rennstrecke wieder in eine Gerade biegt. Für den Notfall stehen Feuerlöscher bereit. Kommuniziert wird mithilfe von Flaggenzeichen. Überall an der Strecke gibt es Zuschauer. Ob auf dieser kleinen Tribüne ... ... oder auf der riesigen Haupttribüne beim Start/Ziel. In der Boxengasse gibt es die Möglichkeit, den Fahrer zu wechseln. Oder Reparaturen durchzuführen. Vor dem Rennen zeigen die verschiedenen Teams ihre Autos, während sich die Fahrer auf die kommenden 24 Stunden vorbereiten. Beim sogenannten Grid Walk kommen die Zuschauer ganz nah an die Wagen und die Stars heran. Das Startfeld füllt sich in kurzer Zeit mit Tausenden begeisterten Motorsport-Fans. Auch für ein wenig Unterhaltung ist gesorgt. Die Zuschauer erhalten auch einen Einblick in die Garagen der verschiedenen Teams. Die Tribüne im Hintergrund ist ebenfalls gut gefüllt. Damit das Rennen beginnen kann, kommt der Grid Walk nach einiger Zeit zu einem Ende. Für Aufregung sorgt ein Helikopter, der die Rennstrecke entlangfliegt. Von diesem seilen sich Soldaten des französischen Heers ab, um die französische Flagge, die beim Start verwendet wird, zu übergeben. Auch die Schweiz ist mit von der Partie. Etwa der frühere Formel-1-Fahrer Sébastien Buemi, der bei Toyota Gazoo Racing mitfährt. Das Rennen wird vom Automobile Club de l'Ouest organisiert. Weil das Rennen 24 Stunden lang dauert, bleibt auch Zeit, das Riesenrad zu besuchen. Von unten sieht man nicht allzu viel. Oben bietet sich jedoch die Chance, ein paar gute Fotos zu schießen. So kann man nicht nur das Rennen aus einer speziellen Perspektive betrachten, man sieht auch gut auf das Gelände und die Zelte und Wohnwagen der Zuschauer. Gegen Abend ist das Licht schwächer und es wird immer schwieriger, gute Fotos zu machen. Gerade auf schnellen Streckenabschnitten verschwimmt das Motiv manchmal. Denn in der Nacht ist es noch einmal schwieriger, scharfe und gute Fotos zu machen. Um die Autos ohne Bewegungsunschärfe abzubilden, darf das Bild nur sehr kurz belichtet werden. Auf diesem Bild sind zwar die Strecke und der Himmel scharf, das Auto jedoch leicht verschwommen. Wenn man das Auto hingegen komplett scharf haben möchte, verschwindet die Umgebung in der Dunkelheit. Stillstehende Motive sehen hingegen fast so aus, als wären sie bei Tag aufgenommen worden. Mit einem Spezial-Modus können die sich bewegenden Lichter auch kunstvoll festgehalten werden. In der Nacht kommt das P20 Pro jedoch definitiv an seine Grenzen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wenn Flugzeuge der Patrouille de France über Le Mans fliegen und Kondensstreifen in den Farben der Trikolore hinterlassen, ist es Zeit für eines der legendärsten Rennen der Welt. Zusammen mit dem Grand Prix von Monaco und Indianapolis 500 gehört das 24-Stunden-Rennen zu den großen drei im Motorsport.

Umfrage
Welches Gerät nutzen Sie hauptsächlich um zu fotografieren?
9 %
21 %
59 %
7 %
2 %
2 %
Insgesamt 1329 Teilnehmer

Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang fahren Teams in verschiedenen Kategorien um den Sieg. Die Regeln sind einfach: Das Auto darf bei Schäden repariert werden, und die Fahrer können sich abwechseln. Ist der Rennwagen aber so stark kaputt, dass er nicht mehr zurück auf die Strecke kann, scheidet das Team aus.

Reaktionsgeschwindigkeit

Ein idealer Ausgangspunkt also, um die Kamera des P20 Pro von Huawei auf Herz und Nieren zu testen. Denn mit Spitzengeschwindigkeiten der Rennautos von bis zu 340 km/h und wechselnden Lichtverhältnissen entsteht ein Szenario, das für Smartphones schwer einzufangen ist.

Das Renngeschehen mit dem Handy zu dokumentieren, gestaltet sich tatsächlich als ziemlich anspruchsvoll. Denn kaum hat man auf den Auslöser gedrückt, sind die Autos schon wieder weg. So muss man bereits, wenn man ahnt, dass ein Wagen gleich durch den gewählten Bildausschnitt flitzt, abdrücken, um ihn noch zu erwischen.

KI-Nachbearbeitung

Trifft man den richtigen Moment und drückt dann den Auslöser, nimmt die Kamera das Bild auch umgehend auf. Manchmal wird allerdings ein Hinweis eingeblendet, dass man das Handy noch

einige Sekunden länger auf das Motiv richten solle. Die Kamera versucht in dieser Zeit, im Hintergrund – mithilfe von künstlicher Intelligenz – das Foto zu verbessern.

Verwackelte Fotos entstehen so fast keine. Und auch die Farben und die Schärfe werden ziemlich gut dargestellt. In einigen Fällen ist es jedoch sichtbar, wenn der Fotograf bei der Aufnahme gepatzt hat. Dies ist vor allem daran zu erkennen, dass ein Bild zu scharf und zu kontrastreich aussieht, das Foto also zu stark optimiert wurde.

Echter Zoom

Was sich beim Fotografieren des Rennens als ääußerst wertvoll erweist, ist der dreifache optische Zoom. Zwar kommt man damit nicht so nah heran wie mit einer Profikamera mit Teleobjektiv. Dennoch reicht die Vergrößernung aus, um die interessantesten Szenen festzuhalten.

Da auch die ganze Nacht hindurch gefahren wird, bietet sich die Chance, das Smartphone unter den schwierigsten Bedingungen überhaupt zu testen. Während des Tages ist zwar genug Licht da, um die Autos trotz ihrer hohen Geschwindigkeit mit einer kurzen Verschlusszeit fotografieren zu können. In der Nacht ist dies hingegen nicht möglich.Wenn man das Auto in der Nacht komplett scharf haben möchte, verschwindet die Umgebung wegen des fehlenden Lichts in der Dunkelheit.

Mit zahlreichen Versuchen gelingen dann noch ein paar gute Schnappschüsse. Hier kommt das P20 Pro definitiv an seine Grenzen. Trotzdem ist die Qualität der während 24 Stunden aufgenommenen Fotos erstaunlich gut. Was sich die Profifotografen beim Anblick der Handy-Knipser an der Rennstrecke gedacht haben, bleibt aber deren Geheimnis.

Die Fotos in der Bildstrecke wurden nicht nachträglich bearbeitet und ohne zusätzliche Hilfsmittel aufgenommen.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(swe)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.