EU gegen Google

18. Juli 2018 09:43; Akt: 18.07.2018 09:45 Print

Kommt heute die höchste Strafe aller Zeiten?

Google wird von der EU-Wettbewerbskommission nochmals massiv zur Kasse gebeten. Der Grund diesmal: Das Smartphone-Betriebssystem Android.

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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lässt nicht locker: Nach einer ersten Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro soll der Internet-Konzern Google im Verfahren um das Android-System laut Medienberichten noch einmal deutlich mehr bezahlen.

Die EU-Kommission will Google am Mittwoch mit der nächsten Rekord-Wettbewerbsstrafe überziehen. Diesmal geht es um das Smartphone-Betriebssystem Android. Nach Informationen der "Financial Times" wird die Geldstrafe die gut 2,4 Milliarden Euro aus dem Verfahren um die Shopping-Suche im vergangenen Jahr "erheblich übersteigen". Das war die bisher höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen.

Neben der Milliarden-Strafe wolle die Kommission auch Änderungen an Googles Geschäftsmodell bei Android durchsetzen, berichtete die Website Politico.eu in der Nacht zum Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen.

Die Kommission hatte das Android-Verfahren im April 2015 aufgenommen und dem Internet-Riesen ein Jahr später den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vorgeworfen. Google und der Mutterkonzern Alphabet weisen die Vorwürfe zurück. Android wird bei Google entwickelt, ist kostenlos für Geräte-Hersteller und kann von ihnen auch abgewandelt werden. Aber es gibt Einschränkungen, wenn sie Google-Apps wie Gmail oder Maps auf die Geräte bringen.

Unfair gegen Marktteilnehmer?

Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen. So kämen zum Beispiel auch Googles Browser Chrome und die Google-Suche auf die Geräte, selbst wenn ein Hersteller zum Beispiel nur die App-Plattform Play Store installieren wollen würde. Google kontert, ein Mindestangebot an Apps sei nötig, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten.

Alles in allem sieht die Kommission in dem Vorgehen des Konzerns einen Versuch, die Marktposition seiner Online-Angebote auf Mobil-Geräten auf unfaire Weise gegen andere Dienste-Anbieter abzusichern. Android hat beim Smartphone-Absatz einen weltweiten Marktanteil von über 80 Prozent. Das einzige relevante andere Mobil-Betriebssystem ist die iOS-Plattform von Apples iPhones. Konkurrenz-Systeme wie Microsofts Windows Phone oder die Blackberry-Software hatten den Wettbewerb verloren.

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(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spirit am 18.07.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fragen um fragen

    sagt schon alles. Brüssel braucht wieder Kohle für was? und apple wieder Fett Stärken! man kann die apps deaktivieren. bzw mit root deinstallieren! wie sie,sie für Brüssel zahlen sollten! Apple ist viel schlimmer... aba ne cia nsa bügeln das schon! oda braucht die Türkei wieda kohle?

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  • Erich am 18.07.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Google

    wird das nicht interessieren.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Erich am 18.07.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Google

    wird das nicht interessieren.

  • Spirit am 18.07.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fragen um fragen

    sagt schon alles. Brüssel braucht wieder Kohle für was? und apple wieder Fett Stärken! man kann die apps deaktivieren. bzw mit root deinstallieren! wie sie,sie für Brüssel zahlen sollten! Apple ist viel schlimmer... aba ne cia nsa bügeln das schon! oda braucht die Türkei wieda kohle?

    • Sapeste am 18.07.2018 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spirit

      90% der Handyuser wissen mit dem Wort "root" nichts anzufangen. Es wäre schon gut wenn jeder für sich selbst entscheiden könnte ob er Google-Apps haben und nutzen will oder nicht!

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