Schlecht geschützt

05. Januar 2018 20:31; Akt: 05.01.2018 20:42 Print

Ernste Sicherheitslücken bei Dating-Apps

IT-Experten haben sich die Sicherheit von Tinder & Co. genauer angeschaut. Das Resultat: Vertrauliche Daten sind nicht immer geschützt.

Statt der großen Liebe können Dating-Apps auch zu Sicherheitslücken führen. (Bild: keine Quellenangabe)

Statt der großen Liebe können Dating-Apps auch zu Sicherheitslücken führen. (Bild: keine Quellenangabe)

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Bei der Nutzung von Dating-Apps geht es nicht nur darum, sich im besten Licht zu präsentieren. Zwangsläufig gibt man auch einiges von sich selber preis. Ob sexuelle Vorlieben, private Informationen oder gar Nacktfotos – die Firma Kaspersky Lab wollte herausfinden, wie sicher die Anbieter mit diesen Daten umgehen.

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Insgesamt wurden neun Dating-Apps auf Schwachstellen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz überprüft. Zu den untersuchten Apps gehören unter anderem Tinder, OK Cupid und Zoosk. Das Fazit: Bei den Apps gebe es ernste Sicherheitslücken.

Tracking der Nutzer

"Unsere Analyse zeigt, dass sich Nutzer von Dating-Apps um Cybersicherheit kümmern sollten, da viele dieser Dienste nicht gegen verschiedene Arten von Angriffen geschützt sind", sagt Roman Unuchek, Sicherheitsexperte von Kaspersky Lab. Bei den Apps gebe es verschiedenste Schwachstellen.

Unter anderem sei es bei über der Hälfte der Nutzer möglich, ihren vollständigen Namen und die Adresse ihrer Social-Media-Profile herauszufinden. Bei sechs von neun Apps sei es Dritten möglich, den Standort der Nutzer zu bestimmen. Außerdem könnten bei fünf von neun getesteten Apps Daten innerhalb der verschlüsselten Verbindung abgefangen werden.

Wie kann man sich schützen?

Nicht nur die Technik selber stellt dabei ein Risiko dar. "Die Nutzer bringen sich auch selbst in Gefahr, indem sie sensible persönliche Informationen in ihren Profilen, wie zum Beispiel ihren Ausbildungs- oder Arbeitsort, weitergeben", so Unuchek. Dies ermögliche es, Nutzer der Dating-Apps zu stalken.

Um sich bei der Nutzung von Dating-Apps besser zu schützen, rät Kaspersky Lab dazu, einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Unter anderem sollten öffentliche WLAN-Netze gemieden werden. Zudem wird empfohlen, per VPN eine sichere Verbindung zum Internet herzustellen. Und es sollten nur wenige private Informationen geteilt werden.

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(lu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 06.01.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FATZEBOOK

    Die schlimmste App punkto Dating und Sicherheitslücken war, ist und bleibt Facebook!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 06.01.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FATZEBOOK

    Die schlimmste App punkto Dating und Sicherheitslücken war, ist und bleibt Facebook!