Studie zu Google

22. August 2018 22:17; Akt: 22.08.2018 22:17 Print

Handy verschickt täglich 340-mal den Standort

Google sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt: Der Konzern sammle übermäßig Standortdaten von Handys, berichtet ein US-Forscher.

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Eine am Dienstag veröffentlichte Studie von der Vanderbilt University im US-Bundesstaat Tennessee ergab, dass selbst ein nicht bewegtes Android-Telefon mit im Hintergrund aktivem Chrome-Webbrowser innerhalb von 24 Stunden 340-mal Ortungsdaten an Google übermittelte.

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Auch habe die Analyse ergeben, dass Google anonymisiert erhobene Informationen mit persönlichen Daten von Nutzern verknüpfen könne, erklärte Professor Douglas Schmidt.

Studie sei nicht unabhängig

Ein Google-Sprecher kritisierte beim TV-Sender CNN, ohne konkrete Details zu nennen, die Studie enthalte stark irreführende Informationen. Sie sei von einer Lobbygruppe in Auftrag gegeben und von einem Wissenschaftler geschrieben worden, der im Gerichtsverfahren zwischen Google und Oracle als Zeuge des Geschäftssoftware-Spezialisten aufgetreten sei.

Google hatte bereits vergangene Woche seine eigenen Angaben zur Sammlung von Ortungsdaten präzisiert. Ursprünglich entstand der Eindruck, dass keine Ortungsdaten mehr gesammelt würden, wenn die Funktion "Standortverlauf" deaktiviert wird. Nun heißt es, dass durch andere Dienste wie Suche oder Karten auch dann noch weiterhin Ortungsdaten bei Google landen könnten.

Die Änderung fiel mit einem entsprechenden Bericht der US-Nachrichtenagentur AP zusammen. Die Datenschutz-Organisation EPIC wies die Aufsichtsbehörde FTC deshalb darauf hin, dass Google aus ihrer Sicht Datenschutz-Auflagen aus dem Jahr 2011 verletzt habe, und forderte Konsequenzen.

Die Frist läuft

Am Freitag wurde deswegen zudem eine potenzielle Sammelklage gegen Google am Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Darin wird dem Unternehmen Irreführung und Verletzung der Privatsphäre von Nutzern vorgeworfen, weil gegen deren Willen Standortdaten ermittelt und abgespeichert werden.

Google hat nun 21 Tage Zeit, auf die Anschuldigungen zu reagieren. Hinter der Klage steht die Kanzlei Lieff Cabraser Heimann & Bernstein, die bereits anderen Großkonzernen wie etwa Volkswagen im "Dieselgate"-Skandal zu schaffen machte.

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(swe/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz am 23.08.2018 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    NsA

    Cool 339 Mal davon bin ich daheim

  • Martin am 23.08.2018 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus der Praxis...

    ..... Standortverlauf deaktiviert, Apps funktionieren teilweise nicht zuverlässig. App Berechtigung zum Standort nehmen, Einschränkung zur Funktion. Übrigens, auch Apple Geräte haben eine Standortaufzeichnung. Kann man auch deaktivieren. Gibt aber anscheinend keine Studie?

  • Beo Bachter am 22.08.2018 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Rechenfehler?

    Wenn lt anderem Bericht spätestens alle 2 min der Standort lokalisiert wird komme ich auf eine andere Rechnung. Also 24h mal 30 - komme ich auf 720 Positionsfeststellungen... DEM Bericht glaub ich eher als der Angabe von G.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Knut Randauch am 23.08.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Google Standortverlauf

    geht zurück bis Mitte 2016, obwohl ich das Handy im März 2018 neu gekauft und eine neue SIM-Karte verwendet habe. Demnach wäre ich am 11. Oktober 2017 in 2 1/2 Stunden von Santa Fé nach Stockholm gefahren - mit dem Auto. Auch sonst zeigt er lauter Schwachsinn an, Orte, an denen ich nie im Leben war.

  • Nuklearfire am 23.08.2018 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dankt Google dafür

    mit diesen Daten von Milliarden Nutzern könnte Google Maps genauer machen, und jetzt kann Google Maps damit Staus in Echtzeit anzeigen weil er sieht wo viele Nutzer gerade stehen. Wer jetzt raunzt und alles abdreht soll sich nachher nicht Wundern warum die Stauwarnungen nicht mehr zuverlässig ist.

    • Pointer am 23.08.2018 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      Verzichtbar

      Die friss oder stirb Methode ist übertrieben. Zuverlässige Stauwarnungen gibt es auch ohne Google

    einklappen einklappen
  • Martin am 23.08.2018 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus der Praxis...

    ..... Standortverlauf deaktiviert, Apps funktionieren teilweise nicht zuverlässig. App Berechtigung zum Standort nehmen, Einschränkung zur Funktion. Übrigens, auch Apple Geräte haben eine Standortaufzeichnung. Kann man auch deaktivieren. Gibt aber anscheinend keine Studie?

  • Franz am 23.08.2018 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    NsA

    Cool 339 Mal davon bin ich daheim

  • Beo Bachter am 22.08.2018 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Rechenfehler?

    Wenn lt anderem Bericht spätestens alle 2 min der Standort lokalisiert wird komme ich auf eine andere Rechnung. Also 24h mal 30 - komme ich auf 720 Positionsfeststellungen... DEM Bericht glaub ich eher als der Angabe von G.