Triple-Kamera

05. April 2018 12:00; Akt: 05.04.2018 12:00 Print

Mit den Fotos des P20 Pro kann sich keiner messen

von Rene Findenig - In unabhängigen Vergleichstests hängt die Kamera des Huawei P20 Pro alle Konkurrenten ab. Unser Test zeigt, dass das kein Zufall ist.

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Huawei hat die neue Smartphone-Serie P20 in Paris samt Weltneuheit präsentiert. "Heute" konnte das Spitzenmodell P20 Pro mit Dreifach-Kamera testen. Schon im Standard-Modus sind Bilder beeindruckend. Die Bilder wirken natürlicher als jene anderer Smartphones, der Kontrastbereich ist extrem groß. So gut wie kein Bildrauschen ist erkennbar. Das Smartphone geht aber einen Schritt weiter. Hier eine Fünffach-Zoom-Aufnahme mit dem neuen Teleobjektiv-Sensor. Details sind noch immer klar erkennbar, das hat bisher noch kein Hersteller geschafft. Die Dualkamera und besonders der Monosensor sorgen für exzellente Ergebnisse im Bokeh-Modus. Schon mit automatischen Einstellungen ist die Tiefenschärfe gut getroffen und die Bilder wirken trotz des Effekts natürlich. Der Autofokus leistet generell hervorragende Arbeit. Er ist schnell, präzise und passt sich wechselnden Lichtverhältnissen sowie sogar Bewegungen anstandslos an. Besonder stark ist das P20 Pro, wenn es um Fotos bei schwachem Licht geht. Schwieriger als hier geht es kaum: Gegenlicht und rundherum noch dunkle Nacht. Während für das menschliche Auge rund um die Sonne fast nur Schwarz erkennbar war, lieferte das P20 Pro dieses Bild ab. Was das P20 Pro besonders macht, zeigen wir hier: Das Wiener Schloss Belvedere, aufgenommen in der Standard-Ansicht. Nein, wir sind nicht näher gerückt. Scharf und realistisch werden die Fotos auch mit dem Zoom. Hier haben wir vom selben Platz geknipst, an dem das vorige Foto entstanden ist. Allerdings mit Fünffach-Zoom. Und noch einmal das gleiche Spiel, dieses Mal mit Zehnfach-Zoom. Selbst mit der höchsten Zoom-Stufe entstehen noch brauchbare Fotos mit erkennbaren Details. Erschweren wir die Bedingungen: In diesem Tunnel am Hauptbahnhof sind die Lichtverhältnisse schwierig. Man beachte den Ausgang am anderen Ende des Tunnels. Hier haben wir ihn näher herangeholt, wieder mit Fünffach-Zoom. Wer glaubt, dass das schon das Ende der Fahnenstange ist, wird überrascht sein. Hier ist nämlich noch einmal ein Bild aus der gleichen Position geschossen. Uns kam bisher keine Smartphone-Kamera unter, bei der bei einer so hohen Zoomstufe noch so viele Details erkennbar sind. Das "Stop"-Schild ist etwa extrem scharf und lesbar. Noch eine Stärke entfaltet das P20 Pro in der Nacht. In dieser Situation war die Straße fast vollkommen in Dunkelheit gehüllt. Das macht das Huawei-Smartphone daraus. Härtetest: Sie erkennen am Kamerabildschirm des P20 Pro nichts? Wir auch nicht, denn hier herrschte fast absolute Dunkelheit. Auch wenn man... ... die Aufnahme etwas aufhellt, sieht man noch nicht wirklich was. Macht aber nichts. Denn drückt man auf den Auslöser, ... ... dann ist selbst in fast vollkommener Dunkelheit noch eine erkennbare Aufnahme möglich. Beeindruckend! Doch das P20 Pro ist nicht nur in schwierigen Situationen ein Kamera-Meister. Auch ganz normale Aufnahmen werden mehr als einen Tick besser als man es bisher kannte. Noch einmal ein Zoom-Stufen-Vergleich: Hier ein Bild ohne Zoom, ... Und hier das gleiche Bild mit Fünffach-Zoom geschossen. Überraschend stark: Die 24-MP-Frontkamera. Allerdings sollte man es mit dem "Beauty Filter", der Falten und Flecken wegretuschiert, nicht übertreiben. Praktisch: Die Kamera erkennt automatisch Motive und blendet bei Bedarf Hilfslinien ein. Etwa, um künstlerische Bildkompositionen zu erhalten oder aber wie hier ein Gebäude oder eine Fläche möglichst gerade am Bild zu haben. Natürlich lassen sich die Aufnahmen auch mit Unterstützung des Künstlichen-Intelligenz-Chips verbessern. Ist die Farbe hier natürlich, ... ... hebt die "Grün"-Motiverkennung Wiesen und Blumen deutlich hervor. Die Kameraqualitäten erreicht das P20 Pro durch einen neuen Ansatz. Statt der bisher bekannten Dualkamera ... ... kommt beim P20 Pro eine Triple-Kamera zum Einsatz. Zu RGB- (40 MP) und Monosensor (20 MP) gesellt sich ein Teleobjektiv (8 MP). Huawei hat mit dem P20 Pro nicht nur eine der größten Innovationen am Smartphone-Sektor seit Jahren geschaffen, sondern auch eine neue Ära der Smartphone-Fotografie eingeläutet. Gegenlicht oder andere Lichtprobleme? Kein Problem, die Kamera holt trotzdem das beste aus dem Motiv raus. Praktisch: Je länger man die Kamera auf ein Motiv hält, umso schärfer wird es, auch wenn man sich bewegt. So ist selbst im Gehen ein Knipsen von Text möglich, ohne dass dieser verschwimmt oder unleserlich wird. Die Kameraeinstellungen sind allerdings nicht nur für Profis gedacht. Durch die Künstliche Intelligenz erkennt das Smartphone, was der Nutzer knipsen will, und schlägt automatisch Einstellungen vor, wie hier eine Nahaufnahme.

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Lange Zeit galt der 90-Punkte-Bereich des Rankings vom unabhängigen Testteam "DxOMark Image Labs", das alle möglichen Kameras vergleicht, als unantastbar. Dann zwängten sich nach und nach die ersten Smartphones in diesen Bereich der Bestenliste.

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Der Kurzzeit-Spitzenreiter bei Foto- und Videoqualität, das Huawei Mate 10 Pro (97 Punkte), teilte sich den Platz mit dem Apple iPhone X. Das in Österreich nicht erhältliche Google Pixel 2 setzte sich mit einem Punkt mehr (98) nach vorne an die Spitze, wurde aber wiederum knapp vom Samsung Galaxy S9 Plus (99) abgelöst.

Nun hat Huawei die neue P20-Serie vorgestellt und die Bewertung lässt staunen. Schon das P20 hängt die Konkurrenz ab und schießt über die 100-Punkte-Marke: Foto- und Videoqualität werden mit 102 Punkten bewertet. Die Krone setzen sich die Chinesen aber mit dem P20 Pro mit Triple-Kamera auf. Ganze zehn Punkte Vorsprung erreicht das P20 Pro (109 Punkte) in der Wertung auf den ersten Konkurrenten, das Galaxy S9 Plus. Ein Quantensprung.

Neue Dimension

Bei der Technik ist Huawei seinem letzten Flaggschiff, dem Mate 10 Pro, treu. Auch im P20 sind das Kirin-970-KI-Chipset mit nochmals verbesserter automatischer Erkennung von Bildmotiven oder Lichtverhältnissen, 6 GB RAM, 128 GB interner Speicher sowie USB-C-Anschluss mit Supercharge-Funktion und starkem 4.000 mAh Akku zu finden. Auch kommt am Gehäuserücken Glas statt Aluminium zum Einsatz, die Größe wuchs von 5,5 auf 6,1 Zoll an.

Was sich aber grundlegend geändert hat, ist die Kameraausstattung. Schon die extrem starke 24-Megapixel-Selfiekamera zeigt, dass die Chinesen voll auf Fotografie setzen. Das wird auf der Rückseite mehr als bestätigt: statt den bekannten Duallinsen kommt hier eine Triple-Kamera zum Einsatz. Zu RGB- (40 MP) und Monosensor (20 MP) gesellt sich ein Teleobjektiv (8 MP). Logisch also, die Kameraqualitäten des P20 Pro auf die Probe zu stellen (siehe Fotoshow).

Fazit

Huawei hat mit dem P20 Pro nicht nur eine der größten Innovationen am Smartphone-Sektor seit Jahren geschaffen, sondern auch eine neue Ära der Smartphone-Fotografie eingeläutet. Besonders in der Nacht, bei fast vollkommener Dunkelheit, bei Bewegungsaufnahmen und beim Zoom-Bildern kommt kein Konkurrenzgerät auch nur in die Nähe der Leistung des P20 Pro. Aber auch ganz normale Fotos bei Tageslicht knipst die Dreifachkamera deutlich besser als man es bisher kannte.

Das P20 Pro ab 17. April 2018 ist um 849 Euro erhältlich. Das kleinere Modell P20 (5,8 Zoll / 128 GB Speicher / 4 GB RAM) gibt es ab 649 Euro, die Lite-Version bereits ab 369 Euro. Über die Triplekamera verfügt allerdings nur das Pro.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • thomas am 05.04.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    asus

    ich sag nur ASUS zenfone3 zoom , stärkerer akku (5000ma), TOP camera, usw, und kostet einen bruchteil von dem handy..einfach mal googeln

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • thomas am 05.04.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    asus

    ich sag nur ASUS zenfone3 zoom , stärkerer akku (5000ma), TOP camera, usw, und kostet einen bruchteil von dem handy..einfach mal googeln

    • mopsi am 06.04.2018 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @thomas

      na von Smartphones kannst du nicht viel verstehn...

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