Hardware-Test

24. August 2018 16:51; Akt: 24.08.2018 16:51 Print

Mit dem Note 9 auf Foto-Safari durch New York

Das neue Samsung-Handy wurde für anspruchsvolle Nutzer entwickelt. Ob es diese Leistung auch bringt und wie gut die Kamera ist, zeigt dieser Test.

Bildstrecke im Grossformat »
Das neue Galaxy Note 9 von Samsung ist ein Kraftprotz. Neben einem riesigen Bildschirm bietet das Modell (je nach Version) bis zu einem Terabyte Speicherplatz. Wie sich die im Note 9 verbaute Kamera schlägt, sehen Sie auf den folgenden Bildern. Die Fotos entstanden alle bei einem Spaziergang durch den Stadtteil Williamsburg in New York. Durch das Gegenlicht der Sonne taucht die Skyline von Manhattan in diesem Bild in die Dunkelheit. Beim Fotografieren des Himmels werden die Wolken gut dargestellt. Nur dort, wo sich die Sonne hinter der Wolke versteckt, ist das Foto etwas überbelichtet. Als Anhaltspunkt sehen Sie nachfolgend einige Vergleichsbilder des Note 9 mit dem P20 Pro von Huawei. Hier zu sehen: Die natürliche Farbwiedergabe des Note 9. Beim P20 Pro ist die künstliche Sättigung der Farben offensichtlich. Die Details sind bei beiden Aufnahmen relativ gut. Als nächster Vergleich eine Straßenszene: Auch hier wirken die Farben des Note 9 sehr natürlich. Beim Huawei-Handy ist hingegen ein Blaustich zu erkennen. Beide Fotos sind jedoch ausgewogen und detailreich. Ein direkter Vergleich. Links ist die Aufnahme des Note 9 zu sehen, rechts jene des P20 Pro. Wieder wirken die Farben beim Galaxy-Smartphone natürlicher und weniger übertrieben. Die Wolke oberhalb des Hotels ist allerdings bei beiden nicht perfekt, links ist es stark überbelichtet, rechts nur ein wenig. Als letztes Vergleichsbild noch dieser Innenhof. Dabei ist da selbe Phänomen zu beobachten. Das Bild des Huawei P20 Pro ist ebenfalls sehr gut, von den Farben her jedoch übertrieben. Und das Graffiti auf der Mauer ist etwas schlechter erkennbar als beim Note-9-Foto. Auch bei weniger Licht, wie in diesem Plattenladen, sieht das Foto noch okay aus. Bei diesem Beispiel hat der Bokeh-Effekt des Handys etwas versagt. Die Äste und Blätter unten links sowie oben rechts sind aus unerklärlichen Gründen unscharf. Auch im Innern dieser Brauerei macht das Note 9 das Beste aus der Situation. Das Dachfenster, durch welches das Tageslicht hineinscheint, ist nur am Rand etwas überbelichtet. Bei diesem Foto wird der Hintergrund schön scharf dargestellt, während die Elemente im Vordergrund verschwimmen. Auch dieses Wandgemälde wird ohne Probleme und mit allen Details aufgenommen. Bei sich bewegenden Objekten schafft es das Smartphone ebenfalls, scharfe Fotos zu schießen. Auch diese Zitronen eines Lebensmittelgeschäfts werden scharf und akkurat dargestellt. Die Retro-Gegenstände dieses Ladens sind allesamt scharf. Die Schräge bei diesem Strommast ist nicht wegen eines optisch schlechten Objektivs, dieser ist wirklich so krumm. Auch dieses Motiv mit Sonne und Schatten auf einem Bild wird gut dargestellt. Es ist nichts über- und auch nichts unterbelichtet. Bei weiter entfernten Objekten ist der optische 2-fach-Zoom immer wieder nützlich. In diesem Fall würde man sich sogar einen noch größeren Zoom wünschen. Hier eine der schwierigsten Aufnahmesituationen, da direkt in die pralle Sonne fotografiert wurde. Die Blendenflecke sind klar sichtbar, sehen jedoch vernünftig aus. Der Kreis der Sonne ist, wie nicht anders zu erwarten, überbelichtet. Auch beim Eindunkeln sind die Bilder noch okay, ein übermäßiges Rauschen ist nicht erkennbar.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Samsung hat mit der Note-Serie schon früh auf große Screens gesetzt. Dafür musste der Hersteller zu Beginn Kritik einstecken. Die Zeit hat den Südkoreanern jedoch Recht gegeben. Heute sind große Handy-Bildschirme Standard.

Umfrage
Wollen Sie sich demnächst ein neues Smartphone zulegen?

Das Note 9 bildet keine Ausnahme. Und es gehört zudem zu den wenigen Handys, die man per Stift bedienen kann. Dieser kann nicht mehr nur für Notizen und Zeichnungen genutzt werden, sondern hat viele zusätzliche Funktionen erhalten. So ist er nun zum Beispiel auch Fernauslöser für die Kamera.

In einer eigenen Kategorie

Das Handy ist gut ausgestattet. Es verfügt über 6 oder 8 GB RAM und hat maximal 1 Terabyte Speicherplatz, wenn dieser per Karte erweitert wird. Damit macht das Note 9 sogar manchem Laptop Konkurrenz.

Es kann diesen sogar ersetzen, da es per HDMI-Adapter an einen externen Bildschirm oder TV angeschlossen werden kann. Mit der sogenannten DeX-Technologie wird das Smartphone zum PC, inklusive Anschlussmöglichkeiten für Tastatur und Maus. Beim Test klappte dies einwandfrei und nach einigen Minuten hat man sich an die Benutzeroberfläche des DeX-Systems gewöhnt.

Das Gerät bietet deutlich mehr Leistung, als die meisten Nutzer wohl von einem Handy jemals erwarten. Kurz: Das Note 9 ist ein leistungsstarkes Arbeitstier.

Die Vorteile

Bei verschiedenen Punkten beugt sich Samsung nicht dem Trend, sondern zieht die eigene Linie durch. Das zeigt sich daran, dass neben dem USB-C-Anschluss nach wie vor ein Kopfhörer-Anschluss verbaut wird.

Beim Display setzt man schon länger auf die OLED-Technologie, die zwar etwas teurer ist, aber eine deutlich bessere Darstellung bietet. So ist die Qualität beim Note 9 so gut, dass die Tester von Displaymate.com es als "innovativstes und leistungsfähigstes Handy-Display" bezeichnen, das man je getestet habe.

Der Akku ist im Vergleich zum Vorgänger um etwa einen Viertel größer geworden. Während dem Test reichte eine volle Ladung bei einer durchschnittlichen Nutzung ohne Games und längeren Videoinhalten so ganze zwei Tage lang. Auch bei intensiver Nutzung musste das Handy nicht während des Tages nachgeladen werden.

Die Nachteile

Das Handy gehört technisch zum Besten auf dem Markt und überzeugt als ausgewogenes Gesamtpaket. Allerdings hat dies auch einen hohen Preis zur Folge.

Ein weiterer Punkt ist die Ähnlichkeit zum Vorgängermodell. Optisch hat sich vergleichsweise wenig getan und schon das Note 8 überzeugte mit einem guten Display und leistungsfähiger Hardware. Neue Funktionen, die einen Kauf zwingend aufdrängen würden, sind nicht mit dabei.

Weitere Funktionen

Ausführlich getestet wurde auch die Kamera des Note 9. Dabei zeigte sich, dass diese ganz vorne mitspielen kann. Die Fotos sind für ein Smartphone qualitativ durchwegs gut und die Farben wirken natürlich. Auch bei schwierigen Lichtsituationen enttäuscht das Resultat nicht. Ein netter Bonus ist zudem die Super-Zeitlupenfunktion, die vom S9 übernommen wurde. Wie sich das Note 9 im Vergleich mit der Spitzenkamera des Huawei P20 Pro schlägt, sehen Sie in der obigen Bildstrecke.

Das Galaxy Note 9 ist seit dem 24. August im Handel erhältlich. Verkauft werden die Farben Schwarz, Violett und Blau. Der Preis für die 128-GB-Version beträgt 999 Euro, jener für die 512-GB-Version 1.249 Euro. Ein HDMI-Adapter, um das Handy an einem Bildschirm zu nutzen, ist ab rund 45 Euro zu haben.


Die ersten Eindrücke des Galaxy Note 9 von Samsung sehen Sie hier. (Video: 20M)

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(swe)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.