Nokia 7 Plus im Test

24. Mai 2018 10:20; Akt: 24.05.2018 13:43 Print

Für 399 Euro alles, was ein Spitzenhandy braucht

von Rene Findenig - Mit dem Nokia 7 Plus gibt es ein aktuelles Smartphone, das zum Teil Flaggschiff-Technik bietet, den Preis aber im soliden Mittelfeld ansiedelt.

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Das Nokia 7 Plus kommt mit einem riesigen 6-Zoll-Full HD+-Display daher, knipst halbwegs anspruchsvolle Fotos und kommt ohne Software-Schnickschnack aus. Insgesamt sind die technischen Daten hohe Mittelklasse: 6 Zoll IPS Full-HD+ (1.080 x 2.160 Pixel bei 402 ppi) Display, Qualcomm Snapdragon 660 Chip mit bis zu 2,2 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB interner, erweiterbarer Speicher, 3.800 mAh Akku, Dualkamera (12 + 13 MP) mit f/1.75- und f/2.6-Blende, 16 MP Frontkamera mit f/2.0-Blende, Android 8.1 Oreo, Fingerabdruckscanner und Bluetooth 5.0. Einzig: Zwar wird das Gerät über einen USB-C-Stecker geladen, zum Einsatz kommt aber die ältere Technik USB 2.0. Dafür gibt es aber eine herkömmliche Kopfhörerbuchse. Das Gehäuse des Nokia 7 Plus ist dezent, aber ansehnlich und gut verarbeitet. Neben der getesteten Farbkombination Schwarz-Kupfer gibt es noch eine Variante in Weiß-Kupfer. Für einen matten Look sorgt eine Keramikbeschichtung, die gleichzeitig nicht so anfällig für Fingerabdrücke ist. Was Nutzer mit kleinen Händen allerdings beachten sollten: mit rund 158 x 76 x 9,55 Millimetern ist das Gerät sehr groß. Zwar lassen sich der Fingerabdrucksensor hinten und die Power-Taste sowie die Lautstärke-Regler an der Seite gut erreichen, ... .. mit der einhändigen Display-Bedienung könnte es trotz der schlanken Bauweise aber Probleme geben. Die technische Ausstattung des Nokia 7 Plus ist sowieso über jede Kritik erhaben. Besonders der große 3.800 mAh Akku sticht hervor und bringt das Gerät bei intensiver Leistung trotzdem locker über zwei Tage. Das Display kratzt an Spitzengeräten. Es liefert zwar keine Extremwerte, die 1.080 x 2.160 Pixel bei 402 ppi reichen aber vollkommen für das Display. Dafür bekommt man sehr gute Blickwinkelstabilität mit wenig Reflexionen, starke Helligkeitswerte und tolle Farben und Kontraste, die man kaum aus der Mittelklasse kennt. Gute Leistung liefert die Zeiss-Kamera ab. In Alltagssituationen entstehen tolle Bilder, mit denen man durchaus zufrieden sein kann. Der Zoom funktioniert zuverlässig, ... ... bei zu großer Entfernung wird das Bildrauschen aber sehr stark. Wird die Umgebung zu dunkel, stößt die Dualkamera allerdings an ihre Grenzen. Dennoch: hier bekommt man bessere Qualität, als man es in der Mittelklassen gewohnt ist.

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Für vergleichbar günstige 399 Euro liefert HMD Global ein neues Nokia-Phone ab, das nicht nur den Mittelklasse-Markt übernimmt, sondern die Highend-Klasse preislich unter Druck setzt. Das Nokia 7 Plus kommt mit einem riesigen 6-Zoll-Full HD+-Display daher, knipst halbwegs anspruchsvolle Fotos und kommt ohne Software-Schnickschnack aus. Wir haben das Gerät getestet.

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Der Nachfolger des nie in Österreich erschienenen und im Oktober 2017 vorgestellten Nokia 7 machte bereits bei der Präsentation im März am Mobile World Congress in Barcelona auf sich aufmerksam. Es zeigte eine sinnvolle Weiterentwicklung des Originals, etwa durch ein modernes 18:9-Display, einen besseren Snapdragon 660 Chip und eine Dualkamera von Zeiss.

Insgesamt sind die technischen Daten hohe Mittelklasse: 6 Zoll IPS Full-HD+ (1.080 x 2.160 Pixel bei 402 ppi) Display, Qualcomm Snapdragon 660 Chip mit bis zu 2,2 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB interner, erweiterbarer Speicher, 3.800 mAh Akku, Dualkamera (12 + 13 MP) mit f/1.75- und f/2.6-Blende, 16 MP Frontkamera mit f/2.0-Blende, Android 8.1 Oreo, Fingerabdruckscanner und Bluetooth 5.0. Einzig: Zwar wird das Gerät über einen USB-C-Stecker geladen, zum Einsatz kommt aber die ältere Technik USB 2.0. Dafür gibt es aber eine herkömmliche Kopfhörerbuchse.

Das "Flaggschiff für alle"

Ein schönes Schmankerl sind die von HMD Global neben dem Ladekabel und dem Stromstecker mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer, die brauchbaren Klang liefern, sowie eine durchsichtige Schutzhülle, die das Gerät zumindest bis zur Anschaffung einer schöneren Hülle beherbergt. Das Gehäuse des Nokia 7 Plus ist dezent, aber ansehnlich und gut verarbeitet. Neben der getesteten Farbkombination Schwarz-Kupfer gibt es noch eine Variante in Weiß-Kupfer. Für einen matten Look sorgt eine Keramikbeschichtung, die gleichzeitig nicht so anfällig für Fingerabdrücke ist.

Auffällig ist das aus dem Rücken ragende Doppelkameramodul, was aber auch bei immer mehr Highend-Geräten der Fall ist. Die Kupfertöne sorgen für Hingucker, das Gerät wirkt extrem hochwertig. Nicht umsonst spricht HMD Global von einem "Flaggschiff für alle". Was Nutzer mit kleinen Händen allerdings beachten sollten: mit rund 158 x 76 x 9,55 Millimetern ist das Gerät sehr groß. Zwar lassen sich der Fingerabdrucksensor hinten und die Power-Taste sowie die Lautstärke-Regler an der Seite gut erreichen, mit der einhändigen Display-Bedienung könnte es trotz der schlanken Bauweise aber Probleme geben.

Spitzenklasse-Display überzeugt

Auf Wasserdichtheit muss man beim Nokia 7 Plus leider verzichten. Dafür kratzt das Display an Spitzengeräten. Es liefert zwar keine Extremwerte, die 1.080 x 2.160 Pixel bei 402 ppi reichen aber vollkommen für das Display aus. Dafür bekommt man sehr gute Blickwinkelstabilität mit wenig Reflexionen, starke Helligkeitswerte und tolle Farben und Kontraste, die man kaum aus der Mittelklasse kennt. Auch die automatische Helligkeitsanpassung funktioniert gut, springt jedoch manchmal etwas zu sehr umher.

Die technische Ausstattung des Nokia 7 Plus ist sowieso über jede Kritik erhaben. Besonders der große 3.800 mAh Akku sticht hervor und bringt das Gerät bei intensiver Leistung trotzdem locker über zwei Tage. Das Laden dauert dafür trotz Schnellladung etwas mehr als 90 Minuten. Bei größter Last wird das Gerät kaum richtig warm. Rein und klar zeigte sich die Gesprächsqualität. Betrieben wird das Nokia über das pure Betriebssystem Android One, auf darübergelegte Oberflächen hat man zum Glück verzichtet. Damit ist das Smartphone nicht nur mit der neuesten Android-Version, sondern auch mit allen Google-Apps und den schnellsten Updates versorgt.

Wohl die bisher beste Mittelklasse 2018

Kleinere Abzüge müssen die Lautsprecher einstecken, die etwas stumpf klingen, wenn die Lautstärke nach oben geht. Gute Leistung liefert die Zeiss-Kamera ab. In Alltagssituationen entstehen tolle Bilder, mit denen man durchaus zufrieden sein kann. Der Zoom funktioniert zuverlässig, bei zu großer Entfernung wird das Bildrauschen aber sehr stark. Wird die Umgebung zu dunkel, stößt die Dualkamera allerdings an ihre Grenzen. Dennoch: hier bekommt man bessere Qualität, als man es in der Mittelklasse gewohnt ist. Kreativ ist dafür das "Bothie": hier knipsen Front- und Hauptkamera gleichzeitig ein gemeinsames Bild.

Zuverlässig zeigt sich auch die Videoaufnahme, bewegt sich aber etwas schnell, kommen Unschärfen vor. Starke Boni sind dafür Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen. Im Gesamtpaket muss der Nutzer leichte Abzüge bei Kamera und Lautsprecher hinnehmen. Abseits davon birgt das 7 Plus aber viel Ausstattung der Oberklasse, eine starke technische Leistung und bietet mit 399 Euro das bisher deutlich beste Preis-Leistungsverhältnis des Jahres an der Spitze der Mittelklasse-Smartphones. Lange Freude versprechen auch die von HMD Global zugesagten, schnellen Sicherheits- und Betriebssystem-Updates. Lobenswert, denn die sind in der Mittelklasse noch nicht der Standard.

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