Generalschlüssel gefordert

13. November 2017 15:14; Akt: 13.11.2017 16:13 Print

Wiens Polizeichef will Whatsapp überwachen

Nachdem VP-Innenminister Wolfgang Sobotka bereits seit Monaten auf ein Sicherheitspaket pocht, zieht nun Wiens Polizeichef Gerhard Pürstl nach.

Pürstl fordert Zugang zu Messengerdiensten. (Video: Video3)
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Der Wiener Polizeichef Pürstl sieht Defizite im Bereich der Überwachung der Telekommunikation. Besonders Messenger-Dienste wie Facebook und Whatsapp seien ihm ein Dorn im Auge.

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Anlass der neu entfachten Debatte ist die Sprengung eines internationalen Drogenrings in Österreich - "heute.at berichtete". Laut Pürstl ist eine Überwachung in bestimmten Fällen wichtig, um effizient gegen solche Organisationen vorzugehen.

Seiner Meinung nach wäre die Lösung einfach: Durch eine richterliche Anordnung sollte man die Telekommunikation verdächtiger Personen überwachen können. Damit würde Pürstl auch die moderne Kommunikation miteinschließen.

Big Brother?

Laut Experten ist ein solches Vorgehen jedoch nicht möglich. Der Grund: Whatsapp und Co. entstanden aus Studentenprojekten und haben somit keine Überwachungsschnittstellen. Nur Mithilfe eines "Generalschlüssels" könnte man die Verschlüsselung entziffern. Dabei wäre aber auch ein weltweiter Zugang zu allen Nutzern und deren Daten möglich.

Pürstl entgegnet dem, dass es sich dabei um ein "Totschlag-Argument" handelt. Man müsse sich einfach eine technische Lösung einfallen lassen.

(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Österreicher am 13.11.2017 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsverteidung der Täter zahlt wer?

    Wozu das Ganze? Weil sich Nicht-Österreicher in unserem Land aufhalten, sich von uns durchfüttern lassen und eine Regierung von SPÖ, Grüne und NEOS - und die von ihnen geförderten NGOs - verhindern, dass diese Personen abgeschoben werden. Wir zahlen mit unserem Steuergeld auch noch deren Rechtsverteidung durch Staranwälte, so dass die Täter bis zu ihrem Tod nichts zu befürchten haben. Schafft das endlich ab!

  • Anonymous am 13.11.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Der Staat wird zum Hacker

    Da die Anbieter der Messenger-Dienste nicht verpflichtet werden können, in ihre Apps Hintertüren zum Schnüffeln einzubauen, fordert Sobotka, dass der Staat mittels Hacker-Methoden Schadsoftware auf Endgeräte spielen - sie also infizieren - darf, um persönliche Daten abzugreifen. Die Lücke kann nachträglich nicht geschlossen werden. Auch ist die Relation zwischen Kosten und Nutzen zweifelhaft. Die Software ist teuer, kostet mehrere Millionen. Und funktioniert nur bei bestimmten Kombinationen auf dem PC. iPhones kann man zB nicht abhören, weil das Betriebssystem getrennt ist von der App.

  • Phan Thomas am 13.11.2017 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Technisch nur bei Android möglich

    So einfach, wie ein Mobilfunk abzuhören, ist es nicht. Die Polizei müsste das Android-Phone hacken, einen Trojaner aufspielen und kann dann ALLES absaugen. Das ist gesetzlich nicht gedeckt und funktioniert auch nur in bestimmten Fällen. Bei iPhones gar nicht, weil die App vom iOS getrennt ist und die persönlichen Daten verschlüsselt abgelegt werden. Dazu müsste Apple das Betriebssystem ändern. Bekanntlich hat das FBI das schon versucht und sich daran die Zähne ausgebissen. Millionenaufwand, nur um ein paar Abnehmer zu fischen. Die Dealer gehen damit nicht ins Netz.

Die neusten Leser-Kommentare

  • IMHO am 16.11.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    meine meinung wäre, ..

    wenn dadurch auch nur ein einziger terrorüberfall vereitelt wird, hat die wozep-überwachung mein vollstes verständnis. weil 1. ohnehin ein antrag von einem richter bewilligt werden müsste (so wie bereits eine telefonüberwachung) und 2. samma uns ehrlich, die paar bussis oder bildchen die wir durch den äther jagen, kann meinetwegen jeder mitlesen.

  • Cara am 15.11.2017 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als erstes keine Tel.- Wertkarten ohne Registrieru

    Zunächst wäre es wichtiger Telefonwertkarten nur mit Ausweispapieren auszugeben. Österreich ist eines der wenigen Länder, wo es noch unkontrollierte Wertkarten gibt. Das ist ein großes Potential für Kriminelle, Illegale und Co.

  • Mr. Spock am 14.11.2017 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    256er end zu end Schlüssel

    Ach jetzt ist es klar. Der Wiener Polizei Chef ist nicht ganz gscheit im Kopf. Eine 256er end to end Verschlüsselung zu Knacken ist selbst für ausgefuxte Profis nahezu unmöglich. Die sollen endlich mal ihre jetzige Arbeit richtig machen. Aber selbst dafür sind sie ungeeignet. Und dann eine Watsapp verschlüsselung Knacken zu wollen ist richtig hirnrissig. Selbst wenn watsapp ihr o.k. geben würde, - unmöglich zu knacken.

  • Gunther am 14.11.2017 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mit der Angst Geschäfte machen

    Unter dem Deckmantel der Kriminalitätsbekämpfung soll die Bevölkerung ausgeschnüffelt werden, um wirtschaftliche Interesssen zu befriedigen. Es gibt dazu eine spannende Doku.

  • Gerald Hausner am 14.11.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wer böses im Sinn. . .

    Wer böses im Sinn hat oder anderen schaden will, tut dies sowieso. Wenn nicht über WA dann über andere Wege, denn d. Möglichkeiten sind groß. Es ist blauäugig zu glauben, man könnte damit Terror & Verbrechen verhindern, denn böse Menschen gibt es überall. Sicher wird man ein paar schnappen durch deren Dummheit. Von den Falschmeldungen um Behörden auf falsche Fährten zu locken und den Eseln die damit scherzen ganz abgesehen. mfg