US-Türkei-Streit

17. August 2018 08:19; Akt: 17.08.2018 12:38 Print

Türken zerstören iPhones nach Erdogans Boykott

Skurrile Ausmaße nimmt der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verhängte iPhone-Boykott an. Türken zerstören öffentlich ihre iPhones.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf Sanktionen aus Washington einen "Boykott" elektronischer Geräte aus den USA angekündigt. Die USA hätten iPhones, doch "auf der anderen Seite" gebe es Samsung, sagte Erdogan im türkischen Fernsehen. iPhones sollen demnach boykottiert werden.

Umfrage
Falls Sie sich ein neues iPhone kaufen – für welches entscheiden Sie sich?

Im Netz gehen zahlreiche Türken noch einen Schritt weiter: sie posten Videos, in denen sie ihre iPhones zerstören. Sie schießen (!) auf die Apple-Smartphones, zertrümmern sie mit Vorschlaghämmern, schlagen sie mit Steinen in Stücke oder werfen sie ins Feuer (siehe Videos). Offenbar alles, um den von Erdogan verhängten Boykott zu unterstützen.

Tiefer Konflikt

Die Türkei und die USA stecken derzeit in einem tiefen Konflikt, der die türkische Währung massiv belastet. US-Präsident Donald Trump hat eine Verdopplung der Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei angeordnet. Die Zölle auf Aluminium würden nun auf 20 Prozent und die für Stahl auf 50 Prozent angehoben. Trump verwies ausdrücklich darauf, dass die Lira "schnell gegenüber unserem sehr starken Dollar abrutscht!".

Auch Coca Cola bekommt den Aufruf ab:

Die Auseinandersetzungen zwischen der Türkei und den USA drehen sich unter anderem um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson. Die USA fordern die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen Brunson und weiterer amerikanischer Staatsbürger. Die USA hatten deswegen Sanktionen gegen den türkischen Innenminister Süleyman Soylu und gegen Justizminister Abdülhamit Gül verhängt. Damit werden mögliche Vermögen der Minister in den USA eingefroren, außerdem dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit ihnen machen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erließ daraufhin ebenfalls Sanktionen gegen US-Minister.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(rfi)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wahrsager am 17.08.2018 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr intelligent

    Das macht natürlich Sinn sein eigenes Handy wegen D. Trump zu zerstören, bravo. Wie dämlich muß man da sein ? Denn daß das Trump nicht einmal irgendwo kratzt kann sich wohl jeder Hilfsschüler ausmalen

  • LukasT am 17.08.2018 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kein tiefer Konflikt

    sondern einfach nur tief. Steinzeit. Primitiv. Das ist das was mir dazu einfällt.

  • Leo Blei am 17.08.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Da sieh man es genau

    Dieses türkisches Volk kann nicht normal sein zerstört Handys welche noch einen Wert haben, aber sie wollen ja ihre ganze Wirtschaft zerstören! Macht nur so weiter, bis alles hin ist !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kopfschütteln am 28.08.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe nicht

    Ihr Führer Erdogan benutzt eigene iPhones weiter ...

  • myopinion am 21.08.2018 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlos

    Anstatt zu zerstören, könnten die iPhones verkauft werden. Wäre sinnvoller. Einige würden sich wohl auch wie Lemminge verhalten, wenn ihr Führer das befiehlt...

  • Erdogwan am 18.08.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nur billige Kopien

    Waren bestimmt keine echten iPhones, wie bei den Dollar Abfackelungen.

  • Herr Bosen am 18.08.2018 02:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nachvollziehbar

    Von Zusammenhalt verstehen wir Deutschen halt wenig. So schaut es aus, wenn ein Volk zusammenhält.

  • Viktor am 17.08.2018 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war das mit Schafen?

    Eines geht vor, und alle hinterher.