Alarm über den Wolken

12. Juli 2017 09:05; Akt: 12.07.2017 09:29 Print

Dieses iPad brannte im AUA-Flieger nach Kairo ab

Nun liegt der Bericht über den Brand an Bord eines AUA-Flugzeugs nach Kairo am 3. September 2014 vor. Ein iPad fing Feuer - und löste Alarm aus.

Das abgebrannte iPad Air. (Bild: SUB)

Das abgebrannte iPad Air. (Bild: SUB)

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Der Austrian Airlines Airbus A321-200 war im September 2014 von Wien nach Kairo mit 100 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern gestartet. Während des Sinkflugs bemerkte ein Fluggast plötzlich, dass dichter Rauch aufstieg. Das Flugzeug konnte damals sicher landen, wie dramatisch die Momente aber waren, zeigt der nun vorliegende Bericht dazu.

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Im Bericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes heißt es, dass der Rauch vom neu gekauften Tablet, konkret der Verpackung, des Passagiers aufgestiegen war. Die Crew musste drei Halonlöscher verwenden, um das Feuer gefangene Tablet zu löschen. Danach wurde das Tablet in weiter gekühlt und das Flugzeug konnte sicher landen.

Lithiumbatterie

"Basierend auf der äußerlichen visuellen Untersuchung wurde der schwerwiegende Unfall sehr wahrscheinlich durch die Überhitzung der Lithiumbatterie des Tablets verursacht. Die Ursache der chemischen Reaktionen im Inneren der Batterie konnte nicht eindeutig bestimmt werden, weil das Innere des Gerätes nicht einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden konnte", heißt es im Bericht.

Der Passagier habe wahrheitsgemäß ausgesagt, dass es sich um ein brandneu gekauftes iPad Air mit 128 GB Speicher gehandelt hatte, heißt es weiter. Es habe sich noch in der Originalverpackung von Apple befunden und war noch nicht benutzt, geladen oder entladen worden. Die chemische Reaktion, die zum Brand geführt hatte, war laut Bericht so stark, dass das Gerät teils geschmolzen war. "Der Einsatz der Halonlöscher war aufgrund der Schwere des Vorfalls angemessen", so das Fazit.

(rfi)

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