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03.10.2011

Spaß-Nobelpreise verliehen

Homosexuelle Nekrophilie bei Enten

Karl Halvor Teigen bekommt den IIg Nobel-Preis in Harvard

Bei der Verleihung haben die Wissenschaftler die Möglichkeit sich einmal NICHT ernst zu nehmen. Hier bekommt Karl Halvor Teigen (links) von der Universität Oslo den Ig Nobelpreis für den Versuch zu verstehen warum Leute seufzen (© Adam Hunger / Reuters)


Eine Woche vor den "ernsten" Nobelpreisen - ein Toter hat heuer den Medizinpreis erhalten - werden jedes Jahr in Harvard die Ig Nobelpreise verliehen. Dort beweisen hochkarätige Wissenschaftler und Ex-Nobelpreisträger, dass sie Spaß verstehen. Und werden für die skurrilsten Dinge ausgezeichnet.

Das Motto der Ig Nobelpreise ist "Zuerst lachen, dann denken". Wer nominiert wird, kann jeder entscheiden, indem er die lustigsten Forschungsprojekte an die Kommission der renomierten Harvard-Universität schickt und sich selbst, meist aber Kollegen nominiert. Das berühmte Wissenschaftsmagazin Nature bezeichnet die Ig Nobelpreise als "Highlight des wissenschaftlichen Kalenders". Der Biologie-Gewinner des Jahres 2009 bekam seinen Preis zum Beispiel für den Nachweis von "homosexueller Nekrophilie bei der Mallardente".
Auch dieses Jahr sind wieder einige Schmankerl dabei. In Psychologie gewannen eine Britin und 1 1/3 Österreicher. Anna Wilkinson (UK) und Natalie Sebanz (Holland, Ungarn, Österreich) und Ludwig Huber (Österreich)  haben nachgewiesen, dass Gähnen bei der Rotfussschildkröte nicht ansteckend ist.

Der Ig Nobelpreis

Der Ig Nobelpreis (© Adam Hunger / Reuters)

Huber nahm den Preis in Amerika dankend entgegen.
 
Den Preis für Medizin wurde für den Nachweis verliehen, dass Leute manchmal besser, manchmal schlechtere Entscheidungen als sonst treffen, wenn sie gerade dringend pinkeln müssen.

Den Literatur-Preis gewann John Perry von der Stanford Universität, für seine Theorie des strukturierten "Owezahns" (Theory of Structured Procrastination).

Darryl Gwynne und David Rentz gewannen in Biologie dafür, dass sie einen Käfer entdeckt haben, der mit Bierflaschen kopuliert, bis er stirbt.

Fast jeder der Gewinner taucht zur Verleihung auf, überreicht werden die Preise meist von ehemaligen Nobelpreisträgern. Kein Wunder, die Verleihung ist eine Party und obwohl die Gewinner im Gegensatz zu den "echten" Nobelpreisen kein Geld bekommen, geht es hier um die Ehre - und den Spaß.



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