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21.11.2011
Stallone & Klitschko-Brüder
Boxer "Rocky" wird 2012 zum Musical-Star
Vitali und Wladimir Klitschko mit Sylvester Stallone und den Stage-Geschäftsführern Michael Hildebrandt und Johannes Mock-O'Hara in Hamburg (© AP)
Boxfreunde unter sich (© AP)
"Ich wollte immer ein Musical machen, aber ich habe nicht gedacht, dass es noch mal klappen würde", sagte US-Schauspieler Sylvester Stallone am Sonntag in Hamburg. Gemeinsam mit den Co-Produzenten Wladimir und Vitali Klitschko stellte der 65 Jahre alte Actionheld das Projekt vor.
"Die Story ist einfach unglaublich theatralisch: Es ist die Liebesgeschichte eines Mannes, der versucht, es nach oben zu schaffen", sagte Produzent und Stage-Geschäftsführer Johannes Mock-O'Hara. Trotz aller Euphorie, am Anfang gab es auch Zweifel: "Darf Rocky singen und wenn ja, wie?", habe man sich gefragt, erzählte Mock-O'Hara. Bei Rockys großer Liebe Adrian sei das leichter vorstellbar gewesen.
Der Durchbruch kam 1976 über Nacht: Von der eher schleppenden Schauspielkarriere gefrustet, schrieb Stallone das Drehbuch zu "Rocky". Nachdem er keinen passenden Hauptdarsteller fand, spielte er die Rolle des fiktiven Amateurboxers und Schuldeneintreibers Rocky Balboa kurzerhand selbst. Es folgten zehn Oscar-Nominierungen und drei Trophäen: Für Regie, Schnitt und als bester Film.
Entwarnung: Stallone singt nicht!
"Der Zuschauer wird Momente sehen, die er aus dem Film kennt", sagte Mack-O'Hara. "Nach so vielen Jahren ist es schwer, emotional zu werden - aber das hat mich berührt", sagte Stallone über die ersten Proben zum Musical. Selbst auf der Bühne stehen wird der 65-Jährige nicht: "Das erspare ich Ihnen", scherzte Stallone. Allerdings werde er den Darstellern Tipps geben und sie begleiten.
Die Boxweltmeister Vitali und Wladimir Klitschko brachten ihre Boxerfahrung in das Projekt ein. "Die Rocky-Filme haben wir schon als kleine Jungen gesehen. Sylvester Stallone war der Grund, dass wir uns überhaupt für das Boxen begeistert haben", so Wladimir Klitschko.
Hamburg ist "Rocky"-Stadt
Dass das Musical nicht am Broadway Premiere feiert, sondern in Hamburg, stört Stallone nicht: "Die Geschichte passt nach Hamburg. Hamburg ist eine 'Rocky'-Stadt", sagte der Schauspieler und Autor. Fertiggestellt wird das Projekt, für das ein Budget von 15 Millionen Dollar zur Verfügung steht, allerdings in New York - zunächst auf Englisch. Erst danach wird es in Deutsche übersetzt. Auch das Casting für die deutschsprachigen Aufführungen steht noch aus.
Nach der Premiere im TUI Operettenhaus auf der Reeperbahn soll das neue Musical weltweit gezeigt werden.
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