Spenden für den guten Zweck Kultur

Seltene politische Einigkeit bei "Licht ins Dunkel"

Seltene politische Einigkeit bei "Licht ins Dunkel"

Heinz Fischer und Werner Faymann (© HBF/DRAGAN TATIC (APA))

Licht ins Dunkel

Heinz Fischer
Heinz Fischer
Wie fast jedes Jahr setzen sich Politiker aller Parteien am Heiligen Abend an die Spendentelefone, um für den guten Zweck Geld zu gewinnen. Die Anwesenheit bei der 39. ORF-Sendung "Licht ins Dunkel" wird allerdings auch für politische Botschaften genutzt.

Die Sorge bzw. das Bemühen um soziale Ausgewogenheit hat angesichts eines erwartbaren Sparpakets die Politiker-Statements am Heiligen Abend geprägt. Bundespräsident Heinz Fischer wünschte sich von der Regierung "gerechte Verteilung von Lasten" und Bedachtnahme auf sozial Schwache.

Das Bemühen um die Reduzierung des Budgetdefizits sei "richtig", unterstrich der Bundespräsident. Wichtig sei aber, darauf zu achten, beim Sparpaket nicht "jene, die am unteren Bereich der Einkommensskala sind" womöglich stärker zu belasten. Damit stieß Fischer ins gleiche Horn, wie zuvor Kardinal Christoph Schönborn.

"Schwächsten möglichst verschonen"
Bundeskanzler Werner Faymann versicherte, die Regierung werde "alle Anstrengungen unternehmen, dass wir so sparen, dass die Schwächsten möglichst verschont werden". Vizekanzler Michael Spindelegger erklärte, es gelte die "Mischung" an Maßnahmen "sorgfältig" auszuarbeiten.

Ende Jänner werde die Regierung das entsprechende "Projekt" vorlegen können, hoffte der Außenminister. Nicht zur Debatte stehe die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden. "Das muss aus meiner Sicht leistbar bleiben", sagte Spindelegger. Diese werde nämlich immer stärker in Anspruch genommen und sei ein "guter Anreiz".

Auch Opposition macht sich für Arme stark
Auch die Oppositionsparteien haben sich am Heiligen Abend für Armutsbekämpfung trotz Sparpaket stark gemacht. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache plädierte in "Licht ins Dunkel" dafür, zuallererst "bei den Ausgaben und der Verwaltung" zu sparen und einen solidarischen Beitrag von den "Superreichen" einzufordern.

Grünen-Chefin Eva Glawischnig warnte vor einem "Auseinanderklaffen der österreichischen Gesellschaft". Manche hätten "trotz der Krise ihr Vermögen noch vergrößert", gerade sie sollten ihren Teil zur Konsolidierung beitragen.

BZÖ-Obmann Josef Bucher betonte, es sei Aufgabe der Politik, die "Balance arm-reich sehr gut im Auge zu behalten. Die Politik darf es sich nicht leisten, dass man ihr hier das Zepter aus der Hand reißt".

Viele Promis an den Spendentelefonen
Neben Kardinal Schönborn setzen sich am Samstag weitere Prominente für den guten Zweck an die "Licht ins Dunkel"-Spendentelefone: Hannes Nedbal (Juror bei "Dancing Stars"), Schauspielerin Nicole Beutler, Dompfarrer Toni Faber, "Dancing Stars" Dieter Chmeler und Roswitha Wieland, Adi Hischal, Musical-Star Alexander Goebel, Musiker Andy Lee Lang, Ex-Miss Christine Reiler, Günther Mokesch, Edi Finger, Künstleragentur-Chefin Marika Lichter, Barbara Rett, Papermoon-Mastermind Christoph Straub, Peter Resitarits, Baumeister Richard Lugner und Charity-Lady Janine Schiller.

Spendentelefon-Nummer 0800 24 12 11
Wenn Sie etwas Gutes tun und vielleicht dabei mit jemandem Berühmten plaudern wollen, dann haben Sie am Samstag die Möglichkeit dazu.

Unter 0800 24 12 11 (Datum von Weihnachten) erreichen Sie die Spendenhotline.

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