Herbert Brandl Kultur

"Spontan und dreckig" im BA Kunstforum

"Spontan und dreckig" im BA Kunstforum

Herbert Brandl vor seinem Gemälde Ohne Titel, 2008 (© Loys Egg/Montage/Fotografie:Rahs2011)

Herbert Brandl, 2012
Herbert Brandl vor seinem Gemälde Ohne Titel, 2008
Herbert Brandl ist einer der am teuersten gehandelten, noch lebenden Künstler Österreichs. Vom 26. Jänner bis 15. April 2012 zeigt das Bank Austria Kunstforum eine Werk-Schau der letzten 30 Jahre. Die Maltechnik des Kunststars ist "spontan und dreckig", sagt Brandl selbst.

http://www.youtube.com/v/CeqHZETixEM?version=3&hl=de_DE

Kultur video

"Wir schreiben das Jahr 2000 und freuen uns über 40.000 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Auge, Hand und Höhlenwand." (Herbert Brandl)

Auf der Wiener Freyung sind ab Donnerstag etwa 60 Arbeiten Herbert Brandls seit den frühen 1980er­-Jahren zu sehen. Eigens für die Ausstellung hat der Künstler zusätzlich aktuelle Gemälde geschaffen.

"Mit dem menschlichen Porträt tu ich mich sehr schwer, in Öl gemalt ist es immer hässlich, ist immer zu viel Materie von der Farbe. Als Zeichnung funktioniert der Mensch wesentlich besser. Aber sobald die Figuren genauer gemalt werden, wird es bei mir schon kritisch. Am besten, man malt hässliche Menschen mit viel Falten und Fett." (Herbert Brandl)

Herbert Brandl

Herbert Brandl, 2012
Ohne Titel, 1988 Öl auf Leinwand, 220x170 cm Sammlung des Stiftes Admont
Herbert Brandl wurde 1959 in Graz geboren und lebt und arbeitet in Wien. 1992 nahm er an der "documenta IX" in Kassel teil, 2007 präsentierte er seine Werke auf der Biennale di Venezia und 2009 hatte er eine Einzelausstellung in den Hamburger Deichtorhallen. Für Künstler kommt das einem internationalen Ritterschlag gleich.

"Ich befinde mich auf einer Wanderung, bleibe mal stehen, sehe Details oder Geschichten, Licht, Farbe und Formen. Meine Themen sind Tod, Unfall, problematische Situationen des Lebens. Das sieht nicht jeder in meinen Bildern. Natürlich zeigen sie auch Natur, Blumen, Landschaften und Berge, aber sie sind gleichzeitig auch eine Auseinandersetzung mit bestehenden und negativen Ereignissen." (Herbert Brandl)

Da sich Normalsterbliche seine Gemälde höchstwahrscheinlich nicht leisten können, sollte man die Möglichkeit nutzen und seine teils sehr großen Bilder genießen, wo sie sich auch wirklich hinpassen, an die Wand des Bank Austria Kunstforums - und vorab auf Heute.at.

Herbert Brandl
Bank Austria Kunstforum
26. Jänner 2012 – 15. April 2012
Täglich 10 – 19 Uhr,
Freitag 10 – 21 Uhr
1010 Wien, Freyung 8

Eintrittspreise:
Erwachsene 9,– Euro
Ermäßigt 7,50 Euro
Kinder bis 16 Jahre 4,– Euro
Kinder bis 6 Jahre frei

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