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21.07.2012
Wegen Hakenkreuz-Tattoo
Starsänger sagt Bayreuther Festspiele ab
Stein des Anstoßes: das mittlerweile verdeckte Hakenkreuz auf Nikitins Brust. (© ZDF)
Die Festspiele müssen sich nun binnen weniger Tage einen anderen Sänger für die Neuinszenierung suchen.
Die Festspielleitung und der Regisseur seien durch Filmaufnahmen der ZDF-Kultursendung "Aspekte" am Freitagabend auf eine Hakenkreuz-Tätowierung am Oberkörper aufmerksam geworden. Darüber sei zwar ein anderes Motiv gestochen worden. Aktuelle Bilder des Sängers, die in den vergangenen Tagen in den Medien veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich an jener Stelle am Oberkörper inzwischen ein sehr farbintensives Tattoo befindet.
Emmerich betonte, die Festspielleitung habe bei der Besetzung der "Holländer"-Partie zunächst nicht auf die Tätowierungen geachtet. Denn: "Es wird eine Stimme engagiert, ein Sänger." Hautfarbe oder Nationalität spielten ja auch keine Rolle. Und genauso werde normalerweise auch nicht überprüft, "was jemand auf der Haut trägt". Hier aber liege eine andere Situation vor, betonte Emmerich.
Drittes Reich als dunkler Schatten
Die Verzahnung der Festspiele mit den Größen der Nazi-Diktatur in Deutschland markiert eines der dunkelsten Kapitel der Musikgeschichte in Deutschland: Adolf Hitler war regelmäßiger Festspielgast und ließ sich in Bayreuth feiern. Nur mühevoll gelang in den 1950er Jahren ein Neustart der Festspiele. Richard Wagners Musik ist bis heute in Israel unerwünscht. Der Komponist (1813-1883) äußerte sich bei vielen Gelegenheiten judenfeindlich.
Am Samstagvormittag hatte sich die Festspielleitung mit Nikitin getroffen. Danach veröffentlichte der Sänger seine Erklärung. Am Nachmittag war er nach Emmerichs Worten bereits aus Bayreuth abgereist.
Mehrere "eindeutige" Tatowierungen
Die Burzum-Tätowierung an Nikitins Unterarm ist ein weiters Indiz für seine frühere Gesinnung. (© DPA/Heute-Bildmontage)
Unerwähnt blieb jedoch eine Tätowierung an Nikitins Unterarm. Sie zeigt eine Darstellung des nordischen Gottes Odin, was an sich nicht weiter verwerflich ist. Nur, dass sich genau dieses Bild im Artwork der CD "Det Som Engang Var" der norwegischen Black-Metal-Band Burzum findet.
Der Mastermind von Burzum, Varg Vikernes, saß für einige Jahre wegen Mordes, Brandstiftung und anderer Delikte im Gefängnis. Er sorgte durch Kirchenverbrennungen und den Mord an einem ehemaligen Bandkollegen Anfang der Neunziger für Aufsehen und wurde daraufhin, auch durch die multimediale Verbreitung seiner tief rechtsradikalen Ansichten, zu einer Art Leitfigur für Neonazis .
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1 Kommentar von unseren Lesern
unbekannt (1)
20.10.2012 18:45
sehr schlecht recherchiert.
erstens mal :die band Burzum besteht nur aus einem mitglied und das ist varg viternes...andere mitglieder gab es nicht.
burzum ist ein einzelprojekt.
zweitens den mord begang er nicht gegen einen bandkollegen...wie auch wem burzum ein, ein mannprojekt ist...sondern gegen Øystein Aarseth von der band Mayhem.
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