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31.07.2012

Renovierung startet im Dez.

Kolosseum wird von Schuh-Verkäufer gerettet

Diego Della Valle, Chef der Nobelschuhmarke Tod's stellt 25 Millionen zur Verfügung, damit das Kolosseum restauriert werden kann

Diego Della Valle, Chef der Nobelschuhmarke Tod's stellt 25 Millionen zur Verfügung, damit das Kolosseum restauriert werden kann (© Reuters)

Die dringend notwendige Restaurierung des Kolosseums in Rom startet im Dezember. Die umfangreichen Bauarbeiten in drei Phasen sollen bis Mitte 2015 abgeschlossen sein.

Noch nie wurde eine Renovierung in Angriff genommen, bei der das gesamte Wahrzeichen auf einmal auf Vordermann gebracht werden soll. Tod's-Chef Diego Della Valle stellt als Sponsor 25 Millionen Euro für die Restaurierung zur Verfügung.

Roms Bürgermeister Gianni Alemanno kündigte an, bis 2015 den Autoverkehr am Kolosseum einzuschränken. Repariert werden sollen unter anderem die Fassaden, die Wandelgänge und unterirdische Gebäudeteile.

Besichtigungen weiter möglich
Auf mehreren Baustellen am Kolosseum soll gleichzeitig gearbeitet werden. Das Bauwerk wird aber nicht komplett für die Millionen Besucher geschlossen. Ein Viertel der Fläche kann besichtigt werden.

Geld für Werbung
"Wir erleben eine Phase, in der wir in Italien bleiben und das Land unterstützen müssen", betonte der edle Spender. Allerdings gibt er seine Millionen nicht ganz umsonst her. Im Gegenzug für die Investition darf der Unternehmer an dem fast 2000 Jahre alten Amphitheater für seine Schuhe werben. Kein übler Deal, besuchen doch jährlich mehr als fünf Millionen Besucher das berühmte Bauwerk und Wahrzeichen Roms.

Bürgermeister ging zu Reichen schnorren
Roms Bürgermeister hatte sich angesichts leerer öffentlicher Kassen 2009 an private Geldgeber für die dringende erforderliche Restaurierung des Kolosseums gewandt.

 Die Restaurierung des stark verschmutzten und verwitterten Bauwerks hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr beginnen sollen. Eine Verbraucherschutzorganisation und die Gewerkschaft der Museumsaufseher hatten wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten im Vergabeverfahren gegen den Sponsoringvertrag geklagt.

APA/red.


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