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10.09.2012
"Gewinner" erhält 100.000 Euro
Stefan Raab startet mit neuer Polit-Talkshow
Ob der Entertainer auch bei ernsten Themen blödeln wird? (© DPA)
Die Show wird sonntags nach dem Spielfilm auf den Sender gehen - also in Konkurrenz zu Günther Jauch in der ARD. "Herr Jauch hat in unseren Zielgruppen einen recht überschaubaren Marktanteil. Wir wollen ihn da natürlich schlagen", sagte Raab dem "Spiegel". Bei Raab sollen fünf Talkgäste - "zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger" - mit dem Ziel diskutieren, die absolute Mehrheit der Zuschauer hinter sich zu versammeln.
Wer mehr als die Hälfte der Zuschauer hinter seine Meinung schart, wird mit 100.000 Euro belohnt. "Während die anderen Talks alles völlig ergebnislos vor sich hin diskutieren, wissen Sie bei uns am Ende künftig wenigstens, welche Meinung die Masse der Zuschauer hat", sagte Raab. "Ehrlich gesagt wundere ich mich, dass das bisher noch niemand gemacht hat." Die Themen seiner Sendung sollen nach Angaben des Senders "gesellschaftsrelevant" sein.
Riskant, weil neu
"Wir werden es am Anfang nicht einfach haben. Aber nicht, weil unser Konzept absurd wäre, sondern weil es so neu und deshalb riskant ist", meinte der 45-jährige Fernsehmacher. Er hofft, dass die Berliner Politik schnell mitspielt: "Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett."
Diskutiert wird über vier Themen. ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg soll am Ende jeder Gesprächsrunde das Geschehen zusammenfassen und analysieren. Die Zuschauer können dann über Telefon und SMS für ihren Favoriten stimmen. In einer Finalrunde debattieren noch drei Gäste. Sollte keiner die absolute Mehrheit der Zuschauer überzeugen, wandern die 100.000 Euro in den Jackpot.
Produziert wird die Show, die mehrmals im Jahr laufen soll, von der Firma Raab TV, an der Raab und das Kölner Unternehmen Brainpool TV beteiligt sind. Raabs Ziel: "Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen" und "die jungen Zielgruppen mit solchen Formaten wieder für Politik interessieren".
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