Sex, Drogen, Gewalt Kultur

Rowling-Krimi verstört Potter-Fans!

JK ROWLING

Der Verkauf lief in den österreichsichen Buchhandlungen nur schleppend an

JK ROWLING

Der Verkauf lief in den österreichsichen Buchhandlungen nur schleppend an

Sagen wir mal so: Ein Harry-Potter-Wunder ist nicht geschehen. Donnerstag 9 Uhr debütierte Joanne K. Rowling mit ihrem ersten Erwachsenenroman "Plötzlicher Todesfall" weltweit in den Buchhandlungen. Ihr Krimi dreht sich um den plötzlichen Tod eines Gemeinderatsmitglieds in einer englischen Kleinstadt.

Sein Ableben zeigt die Abgründe hinter der Idylle. Trotz Medienhypes und strenger Geheimhaltung blieb der Ansturm aus: Es bildeten sich vor den Läden keine Menschenschlangen wie bei Potter-Neuerscheinungen. Wenig berauschend fielen auch die Kritiken aus: Die "NY Times" befand, das Buch "sei banal und bedrückend, nicht nur enttäuschend – es ist nieveaulos".

Dass Rowling wirklich ein Erwachsenen-Buch schreiben wollte, beweist sie: Auf den 567 Seiten finden sich etliche nicht jugendfreie Sex- und Drogenszenen. So denkt Protagonistan Samantha auf Seite 223 an Sex, aber nicht an ihren Mann, sondern an einen Kerl, den sie im Fernsehen gesehen hat.

"Sie stellte sich vor, an die Wand gedrückt zu werden, ein Bein angewinkelt, das Kleid bis zur Taille hochgeschoben, und ein kräftiger dunkelhaariger Junge mit den Jeans um die Knie würde in sie hineinstoßen."

Der Daily Mirror nennt das Werk "den Kelch des Schmutzes" und empörte sich über die vulgären Ausdrücke. Tatsächlich finden sich in dem Roman Ausdrücke wie "Kanaken", "Nutte", "Wichser", "blöder Arsch" und "dieser picklige kleine Scheißer". Dazu ausführliche Beschreibungen von Drogen-Konsum.

Harry wäre rot geworden.


PS: Haben Sie schon unseren Newsletter abonniert? Hier anmelden!
Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Heute.at!
Heute.at auf Pinterest finden Sie hier!
Heute.at auf Instagram gibt es hier!

Ihre Meinung

Fotoshows aus Kultur (10 Diaserien)