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27.06.2012
US-Traum auf 4 Rädern
Chevrolet Camaro Coupé - Testbericht
Das neue Chevrolet Camaro Coupé (© autoguru.at)
Die Muscle-Car-Ära, aus der die erste Generation des Camaro entstammt, ist noch heute für US-Car-Fans die wohl beste Zeit für amerikanische Autos gewesen. Mit der Erdölkrise sind die Muscle-Cars ähnlich schnell von der Bildfläche verschwunden wie anno dazumal die Dinosaurier.
Als Chevrolet dann 2010 die fünfte Generation des Camaro zu den Händlern gebracht hat, war das die Wiedergeburt des Muscle Cars, ein Dinosaurier ist damit wieder zum Leben erweckt worden.
Optisch kann die neueste Generation als eines der perfektesten Retro-Design-Projekte der Autogeschichte bezeichnet werden, die 5. Camaro-Generation ist auf Anhieb als Camaro zu erkennen und hat viele Designelemente des Ur-Camaro in moderner Form in sich vereint.
Das Design mit typischen Stilelementen
Der aggressive Blick, der "Hüftknick" und die Heckleuchten, die zwar vom Design an die Ur-Version erinnern, jedoch mit modernster LED-Technologie ausgerüstet sind, fallen einem dabei sofort ins Auge.
Aber nicht nur beim Design hat sich Chevrolet nahe ans Original gehalten, auch die Motorisierung ist so, wie man sie sich von einem Muscle-Car erwartet. Unter der Fronthaube, die wie beim Original in der Mitte eine breite Hutze trägt, schlummert ein 6,2 Liter V8, der jedem Autofan das Herz höher schlagen lässt.
Für unseren Test haben wir das Coupé mit manuellem Getriebe gewählt, in klassischen Weiß mit schwarzen Dekorstreifen über Motorhaube und Kofferraumdeckel.
Durch die hohen Steuern recht teuer
Der Preis des schon sehr üppig ausgestatteten Camaro liegt in Österreich bei 58.900,-Euro, was wir hier der exorbitant hohen Steuerbelastung zu verdanken haben. Über 25.000,- Euro bekommt der Fiskus, in Deutschland kostet das gleiche Modell lediglich 38.900,- Euro und ist somit in Bezug auf Leistung und Ausstattung eine wahre Okkasion.
Mit an Bord sind unter anderem sechs Airbags, ESP, ABS, ein Head-up-Display, eine Radio/CD-Einheit, ein Boston Acoustics Soundsystem mit 9 Lautsprechern, eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, ein Keyless-Entry-System, ein Bordcomputer, elektrisch verstellbare Ledersitze, eine Einparkhilfe und eine Rückfahrkamera.
Der Innenraum ist dabei ebenso im Retro-Stil gehalten wie die Karosserie. Die Armaturen finden sich in tiefen Höhlen, und die Mittelkonsole konzentriert sich auf das Wesentliche. Hinter dem Schaltknüppel sind dann noch vier zusätzliche Anzeigen für Öltemperatur und Co.
Schöne Innenbeleuchtung und ordentlicher Kofferraum
Eine schöne blaue Nachtbeleuchtung und bequeme Sitze mit gutem Seitenhalt sind Eingeständnisse an die neue Zeit. Ebenso das Head-up-Display, welches die Passagiere mit dem Chevrolet-Logo willkommen heißt.
Das Platzangebot ist in der ersten Reihe vorzüglich, auch die Verstellbereiche von Lenkrad und Sitzen passen gut. Die zweite Reihe bietet zwar auch noch genug Platz, der Weg dorthin ist aber etwas beschwerlich.
Mit 384 Liter ist auch das Kofferraumvolumen ordentlich ausgeführt. Typisch für US-Autos ist auch die Vielzahl an Ablagemöglichkeiten und Becherhalter, welche der Camaro bietet.
Auf der nächsten Seite lesen Sie wie sich der Camaro fährt!
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