Bilanz des Festivals Musik

Metallica beendete das stürmische Nova Rock

Sänger James Hetfield und Gitarrist Kirk Hammett von der Band "Metallica" auf der "Blue Stage"

Sänger James Hetfield und Gitarrist Kirk Hammett von der Band "Metallica" auf der "Blue Stage" (© HERBERT P. OCZERET (APA))

Nova Rock 2012

Sänger James Hetfield und Gitarrist Kirk Hammett von der Band "Metallica" auf der "Blue Stage"
Sänger James Hetfield und Gitarrist Kirk Hammett von der Band "Metallica" auf der "Blue Stage"
Mit einem Kraftakt ist in der Nacht auf Montag das achte Nova Rock Festival im burgenländischen Nickelsdorf zu Ende gegangen. Eine Festival-Bilanz.

Metallica hatte mitreißendste Show
Metallica mögen kein besonders origineller Headliner gewesen sein, sie erwiesen sich aber rasch als ein würdiger. Die US-Band ließ es dank eines speziellen Soundsystems besonders laut und klar krachen. Im Mittelpunkt der Darbietung stand das legendäre "Black Album", mit dem sich die Musiker 1991 zu Superstars gemacht haben. Das gab es in voller Länge zu hören - und zwar von hinten nach vorne. Es war die mitreißendste Show des dreitägigen Spektakels.

+++ Nova Rock geht mit aller Härte ins Finale +++

2400 Verletzte, 80 im Spital
Bereits bei den Auftritten von Slayer und Nightwish wurde Bilanz gezogen. "Wir hatten vermehrt Patienten, die sich beim Hantieren mit dem Camping- oder Wohnwagen verletzt haben", erklärte Rotes-Kreuz-Sprecher Thomas Horvath. Rund 2400 Personen wurden seit Donnerstag behandelt, 80 ins Spital gebracht. Die meisten von ihnen konnten aber rasch wieder auf die Pannonia Fields zurückkehren.

+++ Furiose Hosen machen das Wetter vergessen +++

Auto am Parkplatz "verloren"
Den Autofahrern stand auch heuer wieder der ÖAMTC helfend zur Seite. Ein Mann sei bei der Ankunft offenbar derart gestresst gewesen, dass er nicht auf den Abstellort seines Wagens achtete. Der Mittfünfziger stand nach den Konzerten am Freitag orientierungs- und planlos da und konnte sein Auto nicht mehr finden. Nach seiner "Verlustanzeige" aufgegeben hatte, tauchte der Pkw Samstagnacht wieder auf. Mit Tränen in den Augen und Umarmungen bedankte sich der Mann bei den "Suchkräften".

+++ Ein Toter, Verletzte und Unwetter am Nova Rock +++

Fan am Festival gestorben
 Im heurigen Jahr wurde das Festival gleich am ersten Tag von einem tragischen Unglück überschattet. Ein Besucher brach auf dem Weg von einer zur anderen Bühne - vermutlich aufgrund eines bestehenden Herzfehlers zusammen - und starb später auf dem Weg ins Spital. Veranstalter Ewald Tatar selbst stand daneben, als der 24-Jährige reanimiert wurde. "Das ist wirklich sehr tragisch, aber so etwas passiert. Wir hatten in acht Jahren rund 400.000 Leute hier und noch nie war so etwas."

+++ 24-Jähriger am Nova Rock gestorben +++

Barkeeper nach Prügelei festgenommen
Zu einer Schlägerei zwischen einem Festivalbesucher und einem Barkeeper ist es Freitagabend gekommen. Der 22-jährige Oberösterreicher hatte an der Cocktailbar mehrere Getränke bestellt und war mit dem 33-jährigen Deutschen hinter der Theke in Streit über die Bezahlung geraten. Zu Handgreiflichkeiten kam es, als der Gast versuchte über die Theke zu springen. Der Barkeeper schlug mit einem Sektkühler zu und wurde festgenommen, der Besucher wurde bewusstlos ins Krankenhaus gebracht.

+++ Gewitter-Warnung: Blue Stage geräumt +++

Cabriodiebstahl beschäftigt Polizei
Eine positive Bilanz zog die Polizei. "Es ist alles im grünen Bereich, alles läuft, bis auf ein paar kleinere Diebstähle, tadellos", sagte Chefinspektor Franz Kampf. Das Festival sei bisher relativ ruhig über die Bühne gegangen. Ein "größerer" Diebstahl beschäftigt die Beamten jedoch trotzdem: ein BMW Coupe mit slowakischen Kennzeichen wurde von einem eingezäunten Parklplatz beim Nova Rock-Gelände gestohlen - Wert: 34.000 Euro.

+++ So heiß wird der Festival-Sommer +++

Unwetter über Festivalgelände
Auch das Wetter wollte heuer nicht so recht. Headliner Marilyn Manson und Co-Headliner Within Temptation konnten aufgrund eines Sturms, der allerdings nur die Red Stage lahmlegte, nicht auftreten. Außerdem wurde entschieden, wegen der Unwetterwarnung den Bühnenbereich zu räumen. So mussten sich die Festivalbesucher gegen Sturmböen und starken Regen zur Wehr setzen.

+++ Und wieder säuft das Nova Rock ab +++


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