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18.08.2012

Monster-Konzert in Wien

Lady Gaga ließ Fans warten, gab dann alles

Lady Gaga

Lady Gaga spielte ein fulminantes Wien-Konzert. (© APA)

Lady Gaga hat die Wiener Stadthalle so richtig auf Tourten gebracht. Im Rahmen ihrer Welttournee machte ihre Elektro-Metal-Pop-Oper "Born This Way Ball" Samstagabend Station in Wien. Als Support hatte die fünffache Grammy-Preisträgerin die britische Rockband "The Darkness" im Gepäck. Doch es dauerte ein wenig, bis die Show begann.

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Das Konzert in der Stadthalle war erwartungsgemäß knallvoll. Die Lady hatte sich davor aber etwas länger als geplant in ihrem eigenen Tourbus ausgerastet. Erst um 21:12 Uhr betrat sie unter dem Jubel der Fans, die zuvor schon ungeduldig wurden, die Mega-Bühne, die keine Wünsche offen ließ. Nach "The Darkness" war 45 Minuten klassische Musik über die Soundanlage zu hören gewesen.

Lady Gaga startete auf einem Pferd und kam gemeinsam mit ihren Tänzern auf die Bühne geritten. Es folgte schrille Alien-Kostümierung. Dazu ließ sich der Popstar von ihrem Keyborder oral "befriedigen". Dabei ist die Tournee als Märchen konzipiert, als "Märchen des Anfangs, die Entstehung des Königreichs des Ruhms. Wie wir geboren wurden und wie wir feiernd sterben werden," sagte die exzentrische Sängerin vorab.

"Born this way" und Lob für Österreich
Nach dem Intro grölte die Gaga um 21:22 Uhr ein "Hello Vienna!" heraus und brachte mit "Born this way" die Halle erstmals so richtig zum Kochen.

Um 21:43 Uhr verspricht die New Yorkerin zwei Fans aus der ersten Reihe, dass sie nachher Backstage kommen dürfen und lobt Österreich: "I'm not a creature of your government. I am you. We share the same dreams. Your Country created so much art."

"Die Stimmung ist ein Wahnsinn, tolle Bühnenoutfits wie Mugler und Versace. Genauso wie ihre Bühnenpräsenz. Ein insgesamt tolles Erlebnis. Wer nicht hier war, hat etwas verpasst", berichten unsere heute.at-Leserreporter.

Nicht so abgehoben wie Madonna
Im Gegensatz zu Madonna wirkte Gaga nicht wie eine komplett eitle und abgehobene Diva. Regelmäßig suchte sie die Interaktion mit den Fans, die ihr immerhin ein schmuckes Leben ermöglichen. "Thank you so much for paying a ticket to see my show", bedankte sich LG mehrmals bei den Besuchern.

Die Show hatte aber noch weitere Highlights zu bieten. Einmal trat sie in Anlehnung auf das Cover von "Born this way" als Motorrad auf, zückte wie Madonna das Maschinengewehr oder lief mit wehender Österreich-Fahne über die Bühne.

Auch eine Imitation ihres berühmten Fleischkleides war zu bewundern. Mehr noch: Am Ende von "Pokerface", als es keinen mehr auf den Sitzen hält, wird sie in einen Fleischwolf gesteckt. Fleischig war es auch bei "Alejandro", als sie sich auf einem Fleischsofa räkelte.

Ein gelungener Abend
Um 23.01 Uhr verschwand Gaga mit einem "Vielen Dank!" hinter der Bühne. Sechs Minuten später folgte als Zugabe noch eine A-Capella-Version von "Edge of Glory". Den Abschluss markierte "Marry the night", dazu holte sie noch ein Mädchen auf die Bühne, das mit ihr sang. Ihr letztes Statement des Abends: "There's no dream that's too big. Everyone can stand here."

Lady Gaga brachte die ganze Stadthalle zum Tanzen, da machte auch die schlechte Akustik nichts. Sie wirkte nie abgehoben und sehr Fan-nahe.

+++Wien-Konzert: So brutal sind Gagas Bodyguards zu Fans+++
+++Lady Gaga bringt ihr Ball-Spektakel nach Wien+++

Kampf um die "Monster Pit"
Besitzer von Stehplatztickets stellten sich zum Teil bereits am frühen Vormittag vor der Halle an, um Zutritt zum sogenannten "Monster Pit" zu bekommen, einem abgesperrten Bereich, dessen Begrenzungen Teil der Bühne waren. Wer "dressed to Ball" war, erhöhte seine Chancen ein Zutrittsarmband zu erhaschen.

Beobachtet wurden weibliche Fans mit Bierdosen in den Haaren - extravagante Outfits im Stil der Lady Gaga selbst - zahlreiche Wienerinnen und Begeisterte aus den Bundesländern ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

Die Bühne haben übrigens 35 Riesen-Trucks nach Wien geschafft. Nächster Stopp mit der Wien-Stage wird Schweden sein.

Für heute.at in der Wiener Stadthalle Live vor Ort: Leserreporter Michael Berger und Lisa-Maria Eder


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