Pro und contra Reisen

Was derzeit für Urlaub in Griechenland spricht

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Griechenland-Urlaub liegt derzeit nicht im Trend, obwohl die Euro-Krise durchaus auch ihre Vorteile für Besucher hat

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Griechenland-Urlaub liegt derzeit nicht im Trend, obwohl die Euro-Krise durchaus auch ihre Vorteile für Besucher hat

Griechenland ist nicht nur ein finanziell schwer angeschlagener Staat, sondern auch ein beliebtes Urlaubsland. Jeder fünfte Arbeitsplatz hängt am Tourismus. Doch zuletzt sind die Buchungen drastisch eingebrochen. Ist Urlaub in Griechenland zu gefährlich? "Heute.at" zählt auf, welche Vor- und Nachteile derzeit auf Urlauber warten.

PRO:

Griechenland nicht überlaufen
Bei Reiseveranstaltern wie TUI oder Stafa Reisen sind Griechenland-Buchungen um 20 bzw. 40 Prozent eingebrochen. Beim Verkehrsbüro verzeichnet man bis dato ein Passagierminus von 20 Prozent. Daher ist das Land im Gegensatz zu früheren Zeiten weniger überlaufen. Auf Stränden gibt es mehr Platz und auch die Sauberkeit steigt.

Preisnachlässe und Sonderaktionen
Viele Veranstalter sind angesichts der Buchungslage dazu gezwungen, ihre Preise zu reduzieren, um Urlauber anzulocken. Es sei attraktiver denn je, Ferien in Griechenland zu verbringen, sagte beispielsweise TUI-Manager Markus Bruchmüller. Die Urlauber profitierten vor allem von einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. So habe TUI die Preise um bis zu zehn Prozent gesenkt. "Auch die Nebenkosten, beispielsweise für Restaurant-Besuche, sind im Vergleich zu 2011 gesunken - trotz höherer Mehrwertsteuer."

Lage vor allem auf griechischen Inseln ruhig
Auf beliebten griechischen Inseln wie Kreta, Rhodos oder Kos herrscht eine friedliche Stimmung. Proteste wie am Festland gab es bisher nicht.

+++ Griechischem Gas- und Stromnetz droht Kollaps +++
+++ Griechen dürfen Euro doch behalten +++

CONTRA:

Proteste: Mulmiges Gefühl bleibt
Zu schweren Ausschreitungen kam es nur vereinzelt. Eine Garantie, dass es am Festland nicht zu Protesten oder Streiks kommt, gibt es nicht. "Die Situation vor Ort ist zwar ruhig, aber das ist nicht entscheidend. Die Menschen lesen jeden Tag etwas Negatives über Griechenland", räumte Markus Einfinger, E-Commerce-Leiter bei TUI Austria, ein. Familien würden sich vor Streiks fürchten - in jedem Fall sei der Unsicherheitsfaktor groß, meinte Robert Chlebec, Geschäftsführer von Stafa Reisen.

Drohender Abschied vom Euro
Griechenland steht möglicherweise der Abschied vom Euro bevor. Einige Experten und Politiker rechnen in diesem Fall mit dem Schlimmsten. Dann könnten Sreiks und panische Hamsterkäufe die Folge sein. Ein Ökonom der britischen Bank Barclays warnte davor, Touristen müssten mit Engpässen bei Lebensmitteln und Sprit rechnen, sollte Griechenland den Euro aufgeben. Langfristig wäre die Rückkehr der schwächeren Drachme für Touristen aber ein Vorteil - die Preise würden dann sinken.

Verwechslung mit Deutschen
Deutschland ist für den geforderten Sparkus nicht überall in Griechenland beliebt. Vor allem in Athen könnte es passieren, dass Deutschsprachige und somit auch Österreicher "schief angeschaut" werden. In Gastronomie und Hotelerie ist das aber eher unwahrscheinlich, da wirtschaftlich viel vom Tourismus abhängt.


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