Heute im Brennpunkt: Pfingstverkehr | Pfingstwetter
Lade Login-Box.
|
11.07.2012
Blue Hole
Todesfalle im Roten Meer
Auch für erfahrene Taucher ist das "Blue Hole" nicht ungefährlich. (© Reuters)
Das "Blue Hole" an der ägyptischen Küste des Roten Meeres ist grundsätzlch nicht mehr als ein Loch im Küstenriffdach. Es fällt senkrecht in Tiefen von 70 bis 110 Meter ab und beinhaltet nur tote Riffe. Das Wasser ist aufgrund der mangelnden Zirkulation eher trüb. Trotzdem zieht es jedes Jahr Massen von Tauchern an. Der Grund dafür ist das sogenannte "Arch" oder "Kathedrale". Es ist ein 26 Meter langer Unterwassertunnel, der vom "Blue Hole" ins offene Meer führt.
+++ Die acht schönsten Tauchspots der Welt +++
Im oberen Bereich ist er nur wenige Meter breit. Er befindet sich unter der üblichen Tiefengrenzen der Tauchsportverbände. Diese liegen zwischen dreißig und vierzig Metern. Der Tunnel verläuft aber unter dieser Grenze, was ihn vor allem für unerfahrene Taucher sehr gefährlich macht.
Tödliche Kombination von Zwischenfällen
Die Probleme in dieser Tiefe sind verhängnisvoll. Bei sechzig Metern Tiefe setzt meist der Tiefenrausch ein - das Urteilsvermögen wird stark beeinträchtigt. Oft wird auch der Durchbruch an der falschen Stelle gesucht. Da man in dieser Tiefe mehr Sauerstoff verbraucht, kann einem eine lange Suche schnell zum Verhängnis werden. Hinzu kommt, dass durch die Brechzahl des Wassers der Tunnel um ein Drittel kürzer zu sein scheint. Auch gefährliche Abwärtsströmungen sind keine Seltenheit. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren führt dann oft zum Tod.
Russe filmte eigenen Tod
Den ägyptischen Behören zufolge sind zwischen 1997 und 2011 insgesamt 130 Taucher im "Blue Hole" verunglückt. An einer Felswand an der Küste wurden für sie Gedenktafeln aufgestellt. Der bisher dramatischste Fall ereignete sich im Jahr 2000. Der 22-Jährige Yuri Lipski verünglückte in 90 Metern Tiefe. Seinen Tod hielt der unerfahrene Taucher mit einer Videokamera fest.
Trainierte Apnoetaucher haben es bereits geschafft, die "Kathedrale" ohne Sauerstoff zu durchtauchen. Sie benötigten dafür nur drei Minuten. Unter ihnen ist auch der Österreicher Herbert Nitsch.
Verwandte Artikel
Mähboot im Trockendeck
Beauty-Geheimnis
Rekordtaucher Nitsch
Karlsplatz
Brand-Drama in den USA
Haus der GESIBA
Kann so nicht krabbeln
Tops und Flops am Strand
Totale Verschmutzung
Keine Chance für Tourengeher
Regen schnitt weg ab
Herbert Eichenseder
Familie von Pech verfolgt
Aus Hafenbecken gefischt
Dramatischer Unfall
Drama im Urlaubsparadies
Nach Schweinekadavern im Fluss
Tiroler in Venedig
260 % Preissteigerung
Tragödie in Luxor
Absturz in Ägypten
Beim Ausparken
5 Tote, 12 Verletzte
Nach Diät im TV
Wasser-Verkauf
ÖVP gesprächsbereit
Bevölkerung informiert
23-Jähriger in Haft
Hitzige Wasser-Debatte
EU-Privatisierungspläne
EU-Richtlinie
Um Kinder zu schützen
S-Bahn-Crash in Penzing
49 Verletzte
Costa Concordia-Unglück
Trauerfeier
300 Mio Euro Kosten
Kapitän auf Drogen?
In Australien
Kein Fangnetz
Beinahe-Katastrophe
Von Polizei aus Wasser gezogen
Steirer gestorben
Astrologie in China
Aus Kinderwagen geschleudert
Kein Sicherheitsproblem
Mit Jaguar ins Meer gestürzt
Fragwürdige Flüssigkeit
ReisenHeute
Lesenswert
VideosHeute
Wingsuit-Springer Alexander Polli flog mit 250 km/h durch die "Batman-Höhle", ein schmales Felstor im spanischen Montserrat
QuizHeute
Impressum | AGB | Presse | Mediadaten | Kontakt