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11.07.2012

Blue Hole

Todesfalle im Roten Meer

Taucher im Roten Meer

Auch für erfahrene Taucher ist das "Blue Hole" nicht ungefährlich. (© Reuters)

Der Steirer Karl Marx verstarb 2007 in Ägypten, als er am berüchtigten "Blue Hole" tauchte - sein Tod ist bis heute ein Rätsel. Allerdings ist dies kein Einzelfall. Unfälle kommen an diesem Tauchplatz an der Sinai-Halbinsel nicht selten vor und oft gehen sie tödlich aus. Das Naturphänomen gilt nicht umsonst als gefährlichster Tauchplatz der Welt.

Das "Blue Hole" an der ägyptischen Küste des Roten Meeres ist grundsätzlch nicht mehr als ein Loch im Küstenriffdach. Es fällt senkrecht in Tiefen von 70 bis 110 Meter ab und beinhaltet nur tote Riffe. Das Wasser ist aufgrund der mangelnden Zirkulation eher trüb. Trotzdem zieht es jedes Jahr Massen von Tauchern an. Der Grund dafür ist das sogenannte "Arch" oder "Kathedrale". Es ist ein 26 Meter langer Unterwassertunnel, der vom "Blue Hole" ins offene Meer führt.

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Im oberen Bereich ist er nur wenige Meter breit. Er befindet sich unter der üblichen Tiefengrenzen der Tauchsportverbände. Diese liegen zwischen dreißig und vierzig Metern. Der Tunnel verläuft aber unter dieser Grenze, was ihn vor allem für unerfahrene Taucher sehr gefährlich macht.

Tödliche Kombination von Zwischenfällen
Die Probleme in dieser Tiefe sind verhängnisvoll. Bei sechzig Metern Tiefe setzt meist der Tiefenrausch ein - das Urteilsvermögen wird stark beeinträchtigt. Oft wird auch der Durchbruch an der falschen Stelle gesucht. Da man in dieser Tiefe mehr Sauerstoff verbraucht, kann einem eine lange Suche schnell zum Verhängnis werden. Hinzu kommt, dass durch die Brechzahl des Wassers der Tunnel um ein Drittel kürzer zu sein scheint. Auch gefährliche Abwärtsströmungen sind keine Seltenheit. Ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren führt dann oft zum Tod.

Russe filmte eigenen Tod
Den ägyptischen Behören zufolge sind zwischen 1997 und 2011 insgesamt 130 Taucher im "Blue Hole" verunglückt. An einer Felswand an der Küste wurden für sie Gedenktafeln aufgestellt. Der bisher dramatischste Fall ereignete sich im Jahr 2000. Der 22-Jährige Yuri Lipski verünglückte in 90 Metern Tiefe. Seinen Tod  hielt der unerfahrene Taucher mit einer Videokamera fest.

Trainierte Apnoetaucher haben es bereits geschafft, die "Kathedrale" ohne Sauerstoff zu durchtauchen. Sie benötigten dafür nur drei Minuten. Unter ihnen ist auch der Österreicher Herbert Nitsch.

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