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17.05.2013
Malaria, Meningitis & Co.
Diese Krankheiten lauern im Urlaub auf Sie
Einige der unangenehmsten Reisekrankheiten werden durch Stechmücken übertragen (© Fotolia.com)
Bilharziose
Diese Darmerkrankung kommt vor allem in Afrika vor. Da sie von einer Egelart im Süßwasser übetragen wird, sind vor allem Badegäste betroffen. Larven dringen durch Wunden ein. Fieber, Blut-Durchfall und sogar Nierenversagen sind nur einige von möglichen Folgen. Wurmmittel verschafft Abhilfe.
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Der Genuss von Fisch kann in bestimmten Regionen zu einer unangenehmen Fischvergiftung führen (© Fotolia.com)
Eine Fischvergiftung ist immer lästig, verläuft in Österreich aber noch vergleichsweise harmlos. Die in Meeresgebieten vorkommende Ciguatera ist weitaus gefährlicher und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Grund dafür ist das Nervengift Ciguatoxin, das hitze- und kälteresistent ist. Regionen in der Karibik, im Indischen Ozean und im Pazifik zwischen dem 35. nördlichen und 35. südlichen Breitengrad sind betroffen. Über einen Algenbewohner gelangt das Gift in ansonsten ungiftige Speisefische. Meist schon wenige Stunden nach dem Verzehr kommt es zu Schweißausbrüchen, Taubheit und Brennen im Mundbereich. Später kommen Schwindel, Erbrechen, Durchfall und Muskelkrämpfe hinzu. Kalte Speisen und Getränke werden plötzlich als heiß wahrgenommen. Die Beschwerden können monatelang anhalten, nur die Symptome sind behandelbar.
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Hepatitis A
Hepatitis-A-Viren lösen eine Leberentzündung aus. Übertragen werden sie durch schmutziges Trinkwasser, Nahrungsmittel wie etwa Muscheln aus dem Mittelmeer oder Schmiereinfektionen. Die Viren lösen bei den meisten Menschen keine Symptome aus. Andere klagen über Fieber, Übelkeit, Gewichtsverlust und Druckschmerzen. Danach tritt Gelbsucht auf. Die Erkrankung geht in Folge meistens zurück. Durch Impfung ist eine Vorbeugung möglich, eine Therapie gibt es nicht.
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Hepatitis B
Diese Hepatitis-Art ist wesentlich gefährlicher. Infektionen sind weltweit möglich, treten aber vor allem in Afrika, Asien und Pazifikregionen auf. Die Infektion erfolgt über Körperflüssigkeiten - Hepatitis B gilt daher auch als sexuell übertragbare Krankheit. Doch auch Speichel oder Tränenflüssigkeit sind mögliche Träger. In der akuten Phase kommt es neben Symptomen einer Grippe wie Übelkeit oder Gelenksschmerzen auch zu einer Gelbsucht. Bei jedem zehnten Erkrankten ist die Krankheit in Folge chronisch, Müdigkeit und starke Schmerzen sind die Folge. Durch Impfung ist eine Vorbeugung möglich. Bei einer akuten Hepatitis B werden die Symptome behandelt, bei einer chronischen Erkrankung auch die Krankheit selbst.
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Viele Tollwut-Fälle werden durch Hundebisse verursacht (© Fotolia.com/Symbolfoto)
In Österreich gilt die Tollwut als ausgestorben, ansonsten ist sie aber weltweit verbreitet. Sie wird vor allem durch Bisse und Kratzer wilder Tiere wie streunende Hunden oder Katzen übertragen. Für Menschen, die häufig mit wilden Tieren zu tun haben, ist eine Impfung zur Prophylaxe ratsam. Wer beispielsweise von einem streunenden Hund gebissen wird, sollte sich sofort eine Schutzimpfung verabreichen lassen. Treten die ersten Symptome auf, ist es oft schon zu spät. Der Tod kann binnen einer Woche eintreten. Kurz nach dem Biss sollte die Wunde mit Wasser oder einer Seifenlösung ausgespült und danach mit Alkohol und Jod desinfiziert werden.
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Meningokokken Meningitis
Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Hirnhautentzündung. Die Bakterien (Meningokokken) siedeln sich im Nasen-Rachen-Bereich an. Viele Menschen tragen diese in sich. Während manche keine Reaktion darauf zeigen, lösen die Bakterien bei anderen eine Meningitis aus. Die Bakterien sind weltweit verbreitet und fühlen sich dort wohl, wo mangelnde Hygiene herrscht. Besonders häufig sind Erkrankungen im "Meningitisgürtel" südlich der Sahara. Eine Impfung bietet Schutz vor den Bakterien.
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