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06.08.2012

Billigflieger

10 Euro für Handgepäck: Wizz Air testet Gebühr

Wizz Air

Ein Airbus A320 der Wizz Air (© Bogdan Cristel / Reuters)

Der ungarische Billigflieger Wizz Air will seine Passagiere künftig offenbar auch fürs Handgepäck zahlen lassen. Wizz Air testet eine Gebühr für Gepäckstücke, die nicht unter den Sitz passen, sondern in den Fächern über den Köpfen verstaut werden müssen.

Wizz Air teste derzeit ein "neues Verfahren beim Handgepäck", wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Demnach sind nur noch kleine Gepäckstücke bis zehn Kilogramm mit Maßen bis zu 42 x 32 x 25 cm, die "bequem unter dem Sitz verstaut" werden können, kostenlos. Für größere Gepäckstücke bis zehn Kilogramm im Ausmaß bis zu 55 x 40 x 20 cm, die in den Ablagen über den Sitzen verstaut werden, sollen die Passagiere hingegen jeweils zehn Euro bezahlen.

Sparsame Kunden = weniger Gewicht = weniger Treibstoff
Das Verfahren werde derzeit auf Flügen von London Luton nach Kattowice in Polen und zurück einen Monat lang erprobt, teilte Wizz Air mit. Die ersten Reaktionen der Passagiere seien "sehr vielversprechend". Der Großteil der Passagiere tendiere zu leichtem Gepäck und bevorzuge die kostenfreie Lösung. Nur rund zehn Prozent der Fluggäste hätten sich bisher entschieden, für größere Gepäckstücke im Handgepäck zu zahlen. Wizz Air fühle sich "bestärkt", diese "neue Gepäck-Philosophie" auf das gesamte Streckennetz auszudehnen. Weniger Gepäck bedeute mehr Komfort und langfristig weniger Treibstoff-Verbrauch.

+++ Die kuriosesten Sparideen der Fluglinien +++


Wizz Air ist vor allem in Zentral- und Osteuropa unterwegs und verfügt nach eigenen Angaben über 39 Airbus-Maschinen. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit 12 Mio. Passagieren. Die Airline mit 1.500 Mitarbeitern bietet nach eigenen Angaben ein "einfaches Dienstleistungsmodell: ticketloses Reisen, zeit- und kostensparende Zweitflughäfen, keine Platzzuweisung, Verpflegung auf Nachfrage und gegen Bezahlung. Von 16 Basen aus werden 244 Strecken bedient und damit 78 Destinationen in 28 Ländern verbunden.

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