Türkei-Urlaub Reisen

So arbeiten die Teppich-Betrüger

So arbeiten die Teppich-Betrüger

Vorsicht bei Teppichkäufen in der Türkei (© Fotolia.com)

Türkische Teppiche
Vorsicht bei Teppichkäufen in der Türkei
Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland für Sonnenanbeter und Badeurlauber. Wie an vielen Urlaubsorten lauern auch dort Betrüger auf Touristen. Besonders dreiste Täter besorgen sich die Kontaktdaten von Urlaubern, die einen Teppich gekauft haben, und kontaktieren diese erst, wenn sie zurück in der Heimat sind. Sie bitten um eine Geldzahlung und versprechen hohe Zinsen. Polizei und Zoll warnen vor der üblen Masche.

Viele Urlauber nehmen sich vor allem bei einer Reise in die Türkei, aber auch in Tunesien einen handgeknüpften Teppich als Souvenir mit. Betrüger besorgen sich in Teppichknüpfereien die Kontaktdaten der Kunden. Oft erst mehrere Monate oder Jahre nach dem Urlaub melden sie sich telefonisch bei den Käufern.

Teppich
Die Betrüger holen sich die Kontaktdaten in Teppichknüpfereien
So werden die Daten von Teppichkäufern eruiert
Zunächst fragen sie nur nach der Zufriedenheit mit dem erworbenen Teppich und versuchen, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Immer wieder gelingt es ihnen auch. Wittern sie eine Chance, erzählen die Kriminellen von einer Geschäftsgründung in Österreich und von Teppichen, die der Zoll beschlagnahmt hat.

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Sie fordern dann eine Kautionszahlung, die beim Zoll zu hinterlegen sind, um die Ware zurückzubekommen. Die Geldsumme ist oft fünfstellig. Im Gegenzug versprechen die vermeintlichen "Geschäftsleute" Renditen, also einen satten Gewinn für die Kunden. Geht eine Person darauf ein, holen sie das Geld persönlich ab und hinterlassen wertlose Billige-Teppiche als Pfand, damit sich die Betrugsopfer in Sicherheit wiegen.

Dramatische Fälle
Das geliehene Geld sehen die Opfer nie wieder. Oft setzen die Betrüger nach. Sie tischen weitere "Märchen" auf, um an einen weiteren Geldbetrag zu kommen. Die Polizei berichtet von Fällen, in denen Opfer sogar Kredite aufgenommen haben und nach dem Betrug in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert sind.

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So wehren Sie sich gegen die dreisten Betrüger:
  • Hinterlassen Sie im Urlaub bei Käufen nicht Ihre Adresse oder Telefonnummer
  • Brechen Sie Anrufe von verdächtigen Personen ab
  • Verweigern Sie fremden Personen den Zutritt zu Ihrer Wohnung
  • Werden Sie von Betrügern kontaktiert oder kennen Sie andere betroffene Personen, verständigen Sie sofort die Polizei
  • Warnen Sie eventuelle andere Personen, die bei der Reise anwesend waren
  • Falls Sie einen Betrüger zu Gesicht bekommen, versuchen Sie sich sein Aussehen einzuprägen oder das Fahrzeugkennzeichen zu notieren. So kann die Polizei die Verbrecher leichter ausforschen.


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