647. Mal "Il Trovatore"

Comeback in Wien wird Nacht der Netrebko

„Il Trovatore“ in Wien: mit Titelheld Alagna (re.)

"Il Trovatore" in Wien: mit Anna Netrebko und Titelheld Alagna (re.)

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„Il Trovatore“ in Wien: mit Titelheld Alagna (re.)

"Il Trovatore" in Wien: mit Anna Netrebko und Titelheld Alagna (re.)

16 Jahre kam dem Troubadour an der Staatsoper kein Lied über die Lippen – am Sonntag dann, endlich, erklang das Fest der Stimmen in Daniele Abbados Neufassung. Als Leonara umjubelt: Anna Netrebko!

Das Schlachtfeld der Liebe ist ihre ganz große Bühne: In der 647. Aufführung des Verdi-Klassikers im Haus am Ring verkörperte Anna Netrebko Sonntagnacht (wieder einmal) die Stimme des Herzens – "Hofdame" Leonara erntete mitunter minutenlangen Zwischenapplaus. Mit ihr sangen sich u. a. "Azucena" Luciana D’Intino (in Topform) und Ludovic Tézier (als Graf Luna umjubelt) durch die Wirren des Spanischen Bürgerkriegs.

Letzterer gewann zwar nicht Leonaras Liebe, dafür aber die Gewogenheit des Publikums – der Franzose stahl Landsmann Alagna ("Il Trovatore" Manrico) letztlich die Show. Als Chef im Graben hielt sich Marco Armiliato den großen Stimmen entsprechend zurück. Ein schöner Zug mit noch schönerer Wirkung. Die Gäste bedankten sich für die rauschende Opernnacht mit 15-minütigem Applaus – ein paar Buhs kassierte nur Regisseur Daniele Abbado. "Il Trovatore", in dieser Besetzung noch bis 18.2. staatsoper.at.

Umjubelte Netrebko-Premiere

Umjubelte Netrebko-Premiere
Yusif Eyvazov, Anna Netrebko

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