Trauer um Künstler

Gunter Damisch ist tot

Gunter Damisch (l), seine "Große Weltlochwand" aus dem Jahr 1992 steht in Linz

Gunter Damisch (l), seine "Große Weltlochwand" aus dem Jahr 1992 steht in Linz

Mehr Fakten
Gunter Damisch (l), seine "Große Weltlochwand" aus dem Jahr 1992 steht in Linz

Gunter Damisch (l), seine "Große Weltlochwand" aus dem Jahr 1992 steht in Linz

Trauer um einen der international bedeutendsten Vertreter österreichischer Gegenwartskunst. Der 1958 in Steyr geborene Maler Gunter Damisch verstarb am Samstag in Wien. Damisch gehörte zu den "Neuen Wilden", die in den 80ern mit ihrer subjektiven und unbekümmerten Malerei in Österreich und Deutschland für Aufsehen sorgte.

Punk-Musiker, bildender Künstler und Professor an der Bildenden: Gunter Damisch ging verschiedenste Wege. An der Akademie der bildenden Künste studierte der Oberösterreicher Ende der 70er bis Anfang der 80er bei Arnulf Rainer und Maximilian Melcher. Genau zwanzig Jahre nach seinem Studienantritt übernahm Damisch eine ordentliche Professur am Institut. 

In den 80ern war Gunter Damisch mit Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch und Herbert Brandl Wegbereiter der "Neuen Wilden" in Österreich. Die Künstler versuchten die figurative Malerei in der Tradition von Dada und Fluxus zu demontieren.

Ebenfalls von Fluxus beeinflusst war Damischs Punk-Band-Projekt "Molto Brutto", für die er in den 1980er-Jahren Orgel und Bass spielte. 

Gunter Damisch erhielt 2011 den Kulturpreis des Landes Niederösterreich, schon 1998 den des Landes Oberösterreich und 1995 den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst. 

Gunter Damisch lebte in Wien und Freidegg in Niederösterreich. 
Ort des Artikels

Orte: Wien

Ihre Meinung