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16.12.2011

Sturmtief "Joachim"

Orkan hinterläßt Verwüstung in Österreich

Schäden durch Joachim

In Salzburg wurde das Dach der Containerklassen vom BRG in der Akademiestraße abgetragen. Es landete neben dem Altersheim Hellbrunn (© Picturedesk)

Sturmtief "Joachim" brachte in Frankreich bereits ein Schiff in Seenot. In Deutschland kam der Zugverkehr zum Erliegen, in Spanien kam ein Mann ums Leben. Nun ist "Joachim" mit 160 km/h über Österreich und wächst sich zu einem Orkan aus. In Salzburg kam der Verkehr auf der Tauernbahnstrecke zum Erliegen, erste Schäden in der Steiermark. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gibt ihre "höchste Wetterwarnstufe" aus.

Hier geht´s zur 7-Tage-Prognose

Sehnlichst warteten wir auf den Schnee, dieses Wochenende sollte er kommen. Nun bringt er allerdings einen Orkan mit, der in Deutschland und Frankreich schon erhebliche Schäden angerichtet hat. Wien wird der Sturm in den Abendstunden erreichen und Spitzengeschwindigkeiten um die 90 km/h erreichen.

Erste Bilder von den Sturmschäden











Joachim fegt Flugzeuge weg
In den Abendstunden des Freitags wurden drei Kleinflugzeuge am Flughafen Salzburg Opfer des Sturmtiefs "Joachim". Windböen erfassten die Maschinen und versetzten sie. Obwohl die Kleinflugzeuge mit Betonblöcken an Heck und Flügeln gesichert waren, fielen sie dem starken Wind zum Opfer. Eine Maschine wurde nur leicht verschoben, doch die anderen beiden wurden vom Flughafengelände gefegt. Erst Sträucher und Masten konnten den "Flug" stoppen.

Bäume umgestürzt - B114 gesperrt
Sturmtief "Joachim" hat Freitagmittag bereits die Steiermark erreicht und für erste Verkehrsbehinderungen gesorgt: Die B114 Triebener Straße zwischen Hohentauern und Trieben musste in beide Richtungen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Wegen des starken Sturms konnten die Einsatzkräfte die Straßen bisher nicht freilegen. Fahrzeuglenker wurden darauf hingewiesen, vorerst großräumig über die Pyhrnautobahn (A9) sowie die Murtalschnellstraße (S36) auszuweichen. Laut Polizei sei die Gefahr, dass weitere Bäume umstürzen, sowohl für Fahrzeuglenker als auch für die Aufräumer zu hoch.

Sturmtief "Joachim"

(© APA)

Zugverkehr für acht Stunden unterbrochen
In Salzburg legte Sturmtief "Joachim" auch die Tauernbahn lahm. Im Gasteinertal fiel um 10.30 Uhr ein geknickter Baum auf die Oberleitung, die daraufhin riss. Der Zugverkehr konnte erst am Abend wiederaufgenommen werden. Auch in Vorarlberg mussten die Feuerwehren schon des öfteren wegen umgeknickter Bäume ausrücken und Hausdächer gesichert werden.

Ähnliche Stärke wie "Kyrill"
Laut Wetterexperte Bernhard Mühr vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Karlsruhe könnte "Joachim" eine ähnliche Stärke wie das Tief "Kyrill" erreichen, das Anfang 2007 massive Schäden in Europa angerichtet hat.


Satellitenbild

Auf dem Satellitenbild sieht man, was noch auf uns zukommt (© ZAMG)

Temperaturen sinken auf bis zu minus 13 Grad
Am Samstag soll es österreichweit nicht mehr mehr als drei Grad bekommen, dann kühlt es weiter auf bis zu minus fünf Grad ab (zur 7-Tage Prognose). In den nächsten Tagen soll es bis zu minus 13 Grad bekommen. Schneien soll es ebenfalls am Wochenende, allerdings können vor allem die westlichen Bundesländer mit dem Schneesegen rechnen. In den nächsten Tagen soll bis zu einem Meter Schnee fallen.

So wütet "Joachim" im restlichen Europa
Der Orkan hat etliche gestrichene Flüge zur Folge. Zürich war einer der am schlimmsten betroffenen Flughäfen mit 119 Ausfällen. In Westfrankreich fiel in 400.000 Haushalten der Strom aus. In Großbritannien hat es bereits begonnen zu schneien.

Auch in Deutschland und Tschechien gab es mancherorts heftige Schneefälle was zu einem Verkehrschaos mit kilometerlangen Staus führte. In Spanien ist das erste Todesopfer zu beklagen. Ein 70-Jähriger wurde von den Trümmern des Daches seines Wohnhauses erschlagen.

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