Viele Kindergärten zu

Wohin mit den Kindern in den Ferien?

Kinderbetreuung im Sommer

Wohin mit den kleinen im Sommer - das ist für viele Eltern eine gute Frage.

Mehr Fakten
Kinderbetreuung im Sommer

Wohin mit den kleinen im Sommer - das ist für viele Eltern eine gute Frage.

Schul- und Kindergartenkinder neun Wochen lang jeden Sommer betreuen zu lassen, kann für Berufstätige sehr teuer kommen. Für 88 Prozent der Arbeitnehmer sind die langen Sommerferien ein Problem. Kindergärten machen durchschnittlich bis zu vier Wochen Sommerpause. Oft sind die Großeltern - so sie schon in Pension sind - als "Ausweichquartier" für viele Eltern der letzte Ausweg.


Kindergärten sind im Sommer durchschnittlich drei bis vier Wochen geschlossen. Negativer Spitzenreiter ist Vorarlberg mit 38,4 Schließtagen, in Wien sind es dagegen nur 1,4. Die Ferienzeit stellt arbeitende Eltern jedes Jahr vor große Herausforderungen.

Unter dem Österreich-Durchschnitt von 16,2 Schließtagen liegen neben Wien nur Niederösterreich mit 10,8 und die Steiermark mit 13,6. Auch wenn die durchschnittliche Zahl der Sommerschließtage im Vergleich zum Sommer 2008 in allen Bundesländern - mit Ausnahme von Vorarlberg - zurückgegangen ist. Eltern sind dennoch jeden Sommer auf der Suche nach zusätzlichen kostengünstigen Alternativen.

Family App

Bei der Suche hilft die Family-App
Die Auswahl für Kinderbetreuung in den Ferien abseits vom gemeinsamen Familienurlaub ist mittlerweile groß, immerhin 400 österreichweite Angebote finden sich auf der kürzlich von Familienministerin Sophie Karmasin präsentierten Betreuungsplattform, der Family-App. Sie bietet einen Überblick über 400 Sommerbetreuungseinrichtungen in Österreich und ist seit April für Apple- und Android-Geräte kostenlos.

Wenn es brenzlig wird mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, rücken aber etwa die "Flying Nannies" an bis zu 17 Orten gleichzeitig aus. Die Betreuerinnen fahren quer durch Wien zu den Firmen, nehmen die Kinder der Angestellten in Empfang und machen mit ihnen einen Ausflug ins Grüne oder in Museen. Gerade in den Sommerferien haben die Flying Nannies Hochsaison.

Konzerne helfen nicht weiter
Nur wenige Konzerne bieten ein eigenes Ferienprogramm für die Kinder der Mitarbeiter. Sehr viele haben auch gar keinen Betriebskindergarten. Viele Väter und Mütter wollen ihre Kinder nicht nur umsorgt wissen. Gefragt ist hier besonders kindgerechte Wissensvermittlung, also vernünftige Sommerbeschäftigung. Ein Beispiel dafür ist die Kinderuniversität, die heuer zum zwölften Mal stattfindet. Das Großprojekt der Universität Wien verbindet Tagesbetreuung mit Wissenschaft.

Eine weitere Alternative sind Feriencamps. In Eckartsau gibt es beispielsweise das WWF-Zeltlager im Nationalpark Donau-Auen. Hochkonjunktur haben im Sommer auch die Einrichtungen der Kinderfreunde, der roten Falken, der Jungschar oder der Pfadfinder. Zahlreiche Organisationen bieten Tagescamps mit unterschiedlichen Schwerpunkten an, vom Urban Gardening über Stadtrundgänge.

Am Ende gibt's noch Oma und Opa
Auch der Verein Teach for Austrian bietet leistbare Ferienbetreuung. Inklusive Bustransfer aus Wien. Neun- bis 15-Jährige sollen hier "Lernen mit Spaß verbinden". Zum Beispiel wird ein Theaterstück aufgeführt und gekocht. Hintergrund ist die Mission des Vereins, Akademiker an Schulen einzusetzen, um benachteiligten Schülern die Chancengleichheit zu ermöglichen.

Und wenn alle Stricke reißen, sich nicht jede Familie eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung für den ganzen Sommer leisten kann, gibt es immer noch Schulfreunde zu denen die Kinder spielen gehen können oder die Großeltern, die das Sommerprogramm für die Kinder mitgestalten können. Oma und Opa sind die wichtigste Stütze für viele Familien. Vor allem kleine Kinder genießen die Zeit im großelterlichen Paradies.

Ihre Meinung