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21.10.2011
Was Chefs an Bewerbern nervt
Tippfehler und andere Fauxpas
Der erste Eindruck zählt auf dem Papier. Gehen Sie also nicht zu fahrlässig damit um (© Pixelio.de)
Eine Stelle ist neu ausgeschrieben. Der Personalentscheider erhält täglich zig Mails, in denen die Bewerber schreiben: "Ich bin der Richtige für diesen Job!" Doch wenn Rechtschreib- und Tippfehler sich wie ein roter Faden durch die Bewerbung ziehen, dann landet das Schreiben gleich auf dem Absagenstapel. Dies passiert bei jeder fünften Bewerbung, da solche Fehler mit mangelndem Interesse und Schlampigkeit gleichgesetzt werden. Karrierebibel.de hat in einer Studie zusammengefasst, welche Dinge Sie beim Bewerben unbedingt vermeiden müssen, um erfolgreich zu sein.
Ab zwei Fehlern ist Schluss mit lustig
Zusammen mit Johannes Lenz von der Personalberatung und Akademiker-Jobbörse Alma mater wurden 260 Personalverantwortliche befragt. Neben den schlimmsten Bewerbungssünden und der Wichtigkeit von Internetprofilen, erklärten die meisten Personalentscheider, dass ab zwei Fehlern das Bewerbungsschreiben negativ bewertet wird.
Wie viele (Tipp-)Fehler akzeptieren Sie, bis Sie eine Bewerbung ablehnen?
Einen Fehler: 18 Prozent
Zwei Fehler: 28 Prozent
Drei Fehler: 24 Prozent
Vier Fehler: 10 Prozent
Fünf Fehler: 6 Prozent
Sechs Fehler und mehr: 4 Prozent
Ist mir egal: 9 Prozent
Die Personalchefs wählten in der Umfrage auch die allgemein schlimmsten Fauxpas. So ist laut der Mehrheit der größte Fehler schon ein falsches Anschreiben. Auch ein unpassendes Foto fanden sie schlimmer als Lücken im Lebenslauf. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich.
Die Top 11 der schlimmsten Bewerbungssünden:
1. Adresse/Ansprechpartner/Unternehmen falsch geschrieben: 69 Prozent
2. Unangemessene Sprache/Jargon: 64 Prozent
3. Rechtschreibfehler: 53 Prozent
4. Wiederverwendete Bewerbungsunterlagen: 44 Prozent
5. Unpassendes Foto: 38 Prozent
6. Romane statt auf den Punkt zu kommen: 33 Prozent
7. Anhänge vergessen: 30 Prozent
8. Lücken im Lebenslauf: 28 Prozent
9. Uneinheitliches Schriftbild: 22 Prozent
10. Unterschrift und Datum fehlen: 21 Prozent
11. Handgeschriebene Unterlagen: 18 Prozent
Internetprofile als Jobreferenz
Im digitalen Zeitalter nutzen Personaler auch das Internet, um Informationen von Bewerbern zu erhalten, die in den Jobunterlagen nicht zu lesen sind. 62 Prozent der Befragten gaben an, im Internet nach mehr Details zu suchen. Die Portale Xing und Facebook gehören zu den meist genutzten Seiten, das klassische Googlen gehört zum täglichen Gebrauch.
Wenn ja, in welchen Portalen überprüfen Sie die Daten vor allem?
1. Apps-XingXing: 69 Prozent
2. Google/Web- und Blogsuche: 63 Prozent
3. Facebook: 57 Prozent
4. Apps-GoogleStudiVZ: 28 Prozent
5. Twitter: 22 Prozent
6. LinkedIn:11 Prozent
7. Wer-kennt-Wen: 6 Prozent
8. MyOnID: 1 Prozent
9. MySpace: 3 Prozent
10. Flickr: 3 Prozent
Im Gegensatz dazu erklärten 38 Prozent der Personaler, dass sie das Internet nicht zwangsweise bei Entscheidungen "befragen" würden. Zeitgründe und Personalmangel würden dies behindern, außerdem würden sich viele lieber im Gespräch ein persönliches Bild machen oder wenn die engere Bewerbungsrunde bevorsteht. Darüber hinaus sei es ein Unterschied, ob sich jemand für eine Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit bewirbt oder als Verkäufer.
Karrierebibel
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