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21.10.2011
Pension
Jeder 3. geht wegen Krankheit
Pensionist auf Parkbank (Symbolbild): Jeder Dritte geht krankheitsbedingt in den Ruhestand (© APA (Archiv/Gindl))
Ein Drittel aller Pensionsantritte, rund 30.000 Personen pro Jahrgang, geht auf gesundheitliche Gründe zurück. Daraus resultieren Zahlungen in der Höhe von knapp drei Milliarden Euro. Das geht aus dem Fehlzeitenreport 2011 hervor. Die unselbstständig Beschäftigten waren in Österreich im Jahresverlauf 2010 durchschnittlich 12,9 Tage im Krankenstand (2009: 13,2 Tage).
Der Fehlzeitenreport erscheint jährlich, heuer zum vierten Mal, und ist eine Kooperation von Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer Wien, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger sowie der AUVA. Den Schwerpunkt des diesjährigen Berichts bildet eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Krankenständen und dem krankheitsbedingten frühzeitigen Austritt aus dem Erwerbsleben.
Krank werden vor der Pension
Etwa jeder dritte Neuzugang in die Pension geht auf gesundheitliche Gründe zurück. Die Zahlungen für Invaliditätspensionen belief sich dabei auf 2.923 Mio. Euro. Gesundheitlich bedingte Austritte aus dem Erwerbsleben sind stark an eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands unmittelbar vor Pensionsübertritt gekoppelt, heißt es im Bericht.
Psychische Gründe 32 Prozent aller Neuzugänge bei den krankheitsbedingten Frühpensionierungen erfolgen mittlerweile aus psychischen Gründen, 2004 lag dieser Anteil noch bei 24 Prozent so Alice Kundtner, Direktor-Stellvertreterin der AK Wien. "Aufgrund dieser besorgniserregenden Entwicklung muss so frühzeitig wie möglich mit Maßnahmen der gesundheitlichen Rehabilitation begonnen werden", erklärte Kundtner.
Frauen öfters krank als Männer
Die Krankenstandsquote belief sich im Vorjahr auf 3,5 Prozent (2009: 3,6 Prozent). Es handelt sich dabei um das Maß der Zahl an Krankenstandstage im Verhältnis zu den Tagen in Beschäftigung. Erstmals lag sie bei den Männer mit 3,5 Prozent geringfügig unter jener der Frauen mit 3,6 Prozent. 2010 waren Beschäftigte im Schnitt 12,9 Tage krankgeschrieben. 1990 belief sich dieser Wert auf 15,2 Tage, im Jahr 2000 auf 14,4 Tage.
APA/red.
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