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10.05.2012

Grüner Frauenbericht

Schwangere am Arbeitsmarkt benachteiligt

Schwangere (Symbolbild)

Schwangere (Symbolbild) (© Fotolia)

Die Grünen haben am Donnerstag ihren aktuellen "Frauenbericht" vorgelegt und bei der Präsentation vor allem die Situation von Schwangeren am Arbeitsmarkt in den Vordergrund gerückt. Diese seien durch einen Erlass von Ende 2010, der den Zugang zum vorzeitigen Mutterschutz drastisch eingeschränkt habe, verstärkt unter Druck geraten, erklärte die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner bei einer Pressekonferenz. Sie fordert unter anderem Betriebshilfe für Unternehmen, in denen Mitarbeiterinnen wegen ihrer Schwangerschaft nur eingeschränkt zur Verfügung stehen dürfen.

Durch den nämlichen Erlass gebe es nur mehr 18 Diagnosen, aufgrund derer Frauen den vorzeitigen Mutterschutz antreten dürfen, führte sie aus. Das Resultat lasse sich in den Zahlen einer Anfragebeantwortung durch den zuständigen Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ablesen: Wurden 2010 noch 5.766 Freistellungszeugnisse gegeben, seien es in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 nur mehr 721 gewesen.

Diskriminierung vor allem in kleineren Betrieben
Doch es habe sich herausgestellt, dass der frühere "relativ liberale Umgang" mit dem vorzeitigen Mutterschutz eine Art "Schlupfloch" sowohl für Arbeitnehmerinnen als auch für Arbeitgeber gewesen sei, so Schwentner. Denn zahlreiche schwangere Frauen könnten auf Basis der Arbeitsschutzbestimmungen einen Teil oder sogar alle angestammten Tätigkeiten am Arbeitsplatz nicht mehr ausführen.

Das Unternehmen müsse dann einen Ersatzarbeitsplatz stellen, was zu Mehrkosten führe, die vor allem kleinere Firmen massiv belasteten. In einer solchen Situation seien die werdenden Mütter nun oft Diskriminierungen und Mobbing ausgesetzt, würden zu Änderungskündigungen gedrängt oder dazu, sich mit allen Mitteln doch um vorzeitigen Mutterschutz zu bemühen.

Für die Grünen eine unerträgliche Situation
Eine unhaltbare Situation für alle Beteiligten, meinen die Grünen. Schwentner fordert daher eine Betriebshilfe für Unternehmen mit schwangeren Mitarbeiterinnen im Beschäftigungsverbot. Zahlen sollte den Ersatz im Ausmaß von 50 bis 100 Prozent die AUVA. Die erforderlichen Mittel beziffert Schwentner mit "zehn bis 20 Millionen Euro" jährlich: "Das sind keine Unsummen" und könnte aus Rücklagen der AUVA finanziert werden.

Weiters tritt Schwentner dafür ein, die neue Regelung für den vorzeitigen Mutterschutz zu evaluieren, außerdem solle das Arbeitsinspektorat verstärkte Betriebskontrollen durchführen. Und schließlich erneuerte sie ihre Forderung nach einer Beweislastumkehr bei Kündigung schwangerer Frauen sowie nach einer Ausdehnung der Behaltefrist nach der Karenz von vier auf 26 Wochen.

APA/red.



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